Fußball B-Klasse

Spielabbruch mit Polizeieinsatz beim Stadtderby ESV Hansa gegen TuS 93 II

Das Spiel zwischen ESV Hansa und TuS Lübeck II musste abgebrochen werden.

Das Spiel zwischen ESV Hansa und TuS Lübeck II musste abgebrochen werden.

Lübeck. Die Zahl der Spielabbrüche steigt weiter. Am Sonntag, 20. November, wurde die Partie in der Kreisklasse B zwischen dem ESV Hansa Lübeck und dem TuS Lübeck von 1893 II abgebrochen – nach 83 Minuten beim Stand von 3:0 für die Gäste.

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„Ich bin geschockt“

"Der Schiedsrichter Eric-Lasse Reschinski hat mit dem Abbruch alles richtig gemacht", sagte TuS-Trainer Sebastian Behrens gegenüber den Lübecker Nachrichten, der die Mannschaft erst seit dem 1. November trainiert. "So etwas möchte man nicht auf dem Fußballplatz erleben und nimmt einem die Lust. Meine Jungs haben ein gutes Spiel gemacht und verdient geführt. Da wünscht man sich natürlich, dass die Partie vernünftig zu Ende gespielt und regelkonform abgepfiffen wird. Gern hätten wir die drei Punkte normal gefeiert. Ich bin immer noch geschockt."

Vier Platzverweise

Was ist passiert? Die Gäste führten dank der Treffer von Habte Yohannes Semere (ET, 24.), Jan Alexander Schäfer (32.) und Abdalkader Alnazhan (63.) mit 3:0, ehe es den ersten von insgesamt vier Platzverweisen für den ESV Hansa Lübeck gab. Erst sah Agid Sadoun die Rote Karte wegen einer Tätlichkeit (Nachtreten, 77.). Nur eine Minute später erhält Lotfi Zeddini die Gelb-Rote Karte wegen Foulspiel und Meckern. Das Geschehen eskalierte spätestens, als der aufgebrachte Hansa-Trainer Lotfi Zeddini auf das Spielfeld lief und die Rote Karte wegen Beleidigung des Schiedsrichters sah (82.). Und es gab eine weitere Gelb-Rote Karte für einen Hansa-Spieler.

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Schiedsrichter muss in Begleitung vom Platz gehen

„Ich bin enttäuscht vom Gegner, wie sie sich verhalten haben. Damit bin ich nicht einverstanden. Ich kann verstehen, dass man mit Entscheidungen des Schiedsrichters nicht einverstanden ist. Bitte aber nicht auf diese Art und Weise“, sagte Behrens. „Der Schiedsrichter hat eine gute Partie gemacht, wie man es sich wünscht. Er hat ganz normal, solide gepfiffen. Schade, dass das so kaputt gemacht wird.“ Es spielten sich turbulente Szenen auf dem Kunstrasenplatz Holstentor Süd an der Märkischen Straße ab. Nachdem die Partie abgebrochen wurde, mussten TuS-Spieler den 23-jährigen Schiedsrichter, der für den VfL Bad Schwartau pfeift und Kreisschiedsrichterobmann (Stellvertreter) sowie erster Lehrwart im Kreisfußballverband Lübeck ist, in die Kabine begleiten. Der Grund: Reschinski wurde laut Augenzeugen Schläge seitens ESV Hansa angedroht.

Schäfer mit mehreren Brüchen im Krankenhaus

20 Minuten später rückte die örtliche Polizei mit drei Streifenwagen an. "Die komplette Mannschaft von Hansa Lübeck inklusive Zuschauer waren unmittelbar nach Eintreffen der Polizei nicht mehr auffindbar", erklärte Behrens. Schon das Hinspiel am ersten Spieltag am 7. August (3:2 für TuS 93 II) war mit insgesamt sechs Platzverweisen eskaliert. Behrens war unterdessen in Gedanken bei seinem Torschützen und Pechvogel Jan Alexander Schäfer, der mit Hansa-Torwart Lawand Bozan unglücklich zusammengestoßen war, mit einem dreifachen Schlüsselbeinbruch ins Krankenhaus geliefert wurde und am morgigen Montag operiert wird. Ein Verantwortlicher des ESV Hansa Lübeck war am Sonntagabend für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Von RLN

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