Fußball-Oberliga

Dank Julian Brückner – GW Siebenbäumen schlägt U23 des VfB Lübeck

Zeigte, dass er es noch kann: GWS-Routinier Julian Brückner.

Zeigte, dass er es noch kann: GWS-Routinier Julian Brückner.

Lübeck. Dass Siebenbäumen wegen des nicht erfüllten Schiedsrichtersolls sechs Punkte abgezogen werden, war schon länger klar. Am Freitag wurde erstmals die Tabelle "bereinigt" und die Punkte abgezogen. GWS stand plötzlich am Tabellenende. "Wir haben das nochmal kurz erwähnt, aber ein großes Thema war das nicht mehr", erklärt GWS-Coach Gerd Dreller. Auf dem künstlichen Grün hatten die Gäste aus dem Lauenburgischen mehr vom Spiel. Jasper Keuneke vergab jedoch gleich zwei Mal aus aussichtsreicher Position. VfB-Coach Nils Kjär reagierte zur Pause, brachte Sven Freitag für Nick Neca. "Durch ihn haben wir uns für das Aufbauspiel mehr versprochen."

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„Wie bei FIFA“ – Brückners Schuss ins Glück

Kurz nach dem Seitenwechsel vergab Lasse Jetz für den VfB II die Riesenchance zur Führung. Sein Schuss aus kurzer Distanz ging über das Tor. Auf der anderen Seite scheiterten Duran Yalcin, Zarifou Issifou und zwei Mal Daniel Scheel. „Die einfachen machen wir nicht, aber die schweren“, betonte Dreller mit Blick auf sein glückliches Händchen. Der kurz zuvor eingewechselte Oldie Julian Brückner (35) fasste sich ein Herz und hielt drauf. Sein Flatterball landete unhaltbar im Kasten von VfB-Keeper Christopher Barkmann (74.). „Ich bin mir gar nicht so sicher, ob er nicht flanken wollte“, scherzte Dreller. Für Brückner war es indes vor allem im Hinblick auf seine bisherigen Einsatzzeiten eine Erlösung: „Ich kann es selbst kaum glauben. Die ganze Saison über sehr wenig Spielzeit gehabt und dann komme ich rein, drücke wie bei FIFA die Schusstaste und das Ding flattert oben rein. Die Truppe hat alles reingeworfen und den Sieg erkämpft“, jubelte der Ex-VfBer gegenüber den LN.

Kjär: „Das war trist heute“

Beim VfB II ging nach dem Gegentor die Geradlinigkeit verloren. „Wir haben unseren Spielstil verlassen und kopflos agiert“, kritisierte Kjär, der von der bislang schwächsten Saisonleistung sprach. „Selbst bei hohen Niederlagen hatten wir gute Ansätze. Ich hätte mir heute mehr Einstellung und Gier gewünscht. Wir waren nicht mutig genug. Das war einfach trist heute.“ In Siebenbäumen freut man sich hingegen über den zweiten Dreier der Oberliga-Geschichte. „Unterm Strich ist der Sieg aufgrund des Chancenverhältnisses nicht unverdient. Ohne die Minuspunkte stünden wir jetzt bei zehn Zählern und wären im Mittelfeld dabei“, so Dreller. Siebenbäumen empfängt am kommenden Sonntag (15 Uhr) Inter Türkspor Kiel. Der VfB II muss bereits am Samstag (14 Uhr) bei der Husumer SV antreten.

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VfB II: Barkmann – Hill, Silva, Neca (46. Freitag), Kalota (81. Adou) – Flach (66. Erfurth), Akcicek (56. Rasgele), Lahrtz, Jetz – v. Esebeck, Meyer.

GWS: Caglar – Creppy (61. Yalcin), Schönwald, Ceesay, Crentsil – Kmiec, Bilgic (57. Scheel) – Kurt, Damisi, Keuneke (67. Brückner) – Issifou (57. Ruser).

Von Finn Hofmann

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