Fußball Oberliga Schleswig-Holstein

Wieder ohne Gegentor: Eichede gewinnt Derby gegen Siebenbäumen souverän

Jasper Keuneke und Grün-Weiß Siebenbäumen konnten die Derbystimmung nicht zu ihren Gunsten nutzen.

Jasper Keuneke und Grün-Weiß Siebenbäumen konnten die Derbystimmung nicht zu ihren Gunsten nutzen.

Eichede. Der SV Eichede marschiert weiter und feierte den dritten Zu-Null-Sieg in Folge. Die Stormarner erfüllten souverän die Pflichtaufgabe und gewannen das Derby gegen Aufsteiger Grün-Weiß Siebenbäumen mit 3:0.

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Nach dem 5:0 gegen Weiche Flensburg 08 II und 2:0 beim FC Dornbreite ließen die Rot-Weißen auch gegen die Lauenburger Gäste nichts anbrennen. „Uns zeichnet die Geschlossenheit auf dem Platz aus. Die wenigen Gegentore und Zu-Null-Spiele sind nicht nur der Lohn unserer guten Abwehr, sondern der ganzen Mannschaft“, sagte Kapitän Tom Wittig nach dem Spiel. „Wir spielen ein gutes Gegenpressing und sind heiß, die Fehler der Mitspieler wieder gut zu machen. Und wir belohnen uns jetzt endlich auch häufiger mit Toren.“

Schmeichelhafter Halbzeitstand

Wittig brachte die Gastgeber in Führung (26.). Das war auch der schmeichelhafte Halbzeitstand. „Wir haben das Spiel von der ersten Minute in die Hand genommen. Zur Halbzeit hätten wir 3:0 oder 4:0 führen müssen“, sagte der Mittelfeldspieler. „Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht – gegen eine Mannschaft, die vor allem über Kampf und Leidenschaft kommt.“ Bei den Gästen lief allerdings überhaupt nichts zusammen. GWS-Trainer Gerd Dreller fand nach dem Spiel deutliche Worte und kritisierte die Einstellung seiner Spieler. „Keine Leidenschaft, kein Kampf und kein Wille. Von einer Derbystimmung waren wir weit entfernt. Es fehlte an allem“, sagte der 65-Jährige, der Stürmer Thorben Wurr an alter Wirkungsstätte überraschend als Innenverteidiger aufbot.

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Bester Siebenbäumer im Tor

„Thorben hat sich im Training angeboten. Wir mussten uns etwas einfallen lassen, nachdem Lasse Schönwald in der Woche im Urlaub war und auch im Abschlusstraining fehlte“, erklärte Dreller. In der zweiten Halbzeit ging es weiter nur in eine Richtung. Die weiteren Treffer vor lediglich 206 Zuschauer bei ungemütlichem Herbstwetter erzielten Gerret Grage (46.) und Evgenij Bieche (69.). Die Gäste blieben dagegen total harmlos. „Wir hatten ganze vier Torannäherungen. So darf man sich nicht präsentieren“, monierte Dreller. „Wie man es macht, hat Eichede eindrucksvoll unter Beweis gestellt.“ Bester GWS-Spieler war wieder einmal Torwart Yilmaz Caglar, der seine Elf vor einer höheren Niederlage bewahrte. Schon unglaublich, wie seine Vorderleute ihn mit teils wilden Rückpässen in Bedrängnis brachten.

Gastgeber auch ohne Trainer Kujawski souverän

Die Gastgeber mussten ohne Trainer Paul Kujawski auskommen, der sich über Nacht aus Krankheitsgründen abmeldete. „Wir haben alles im Detail durchgesprochen“, sagte sein Vertreter und Co-Trainer Sascha Steinfeldt. „Das war ein guter und konzentrierter Auftritt. Wir haben nichts zugelassen“, lobte er. Auch ohne den zuletzt gut aufgelegten Morten Wahl brannte nichts an. Da der SVE-Spielmacher aus dienstlichen Gründen nur einmal trainieren konnte, schaute er sich das einseitige Derby von außen an. „Die Art und Weise, wie wir aufgetreten sind, war souverän. Der Sieg ist absolut verdient. Einziges Manko ist, dass wir in beiden Halbzeiten zwingender hätten sein können, was zunehmend beruhigt hätte“, resümierte Steinfeldt.

Eichede will Serie fortsetzen

Ähnlich sah es Wittig: „Ein sehr guter Auftritt, hätten uns aber gerne noch mit mehr Toren belohnen können, gar müssen“, sagte der Spielführer. Während die Gäste aus Siebenbäumen einiges aufzuarbeiten haben und am kommenden Wochenende spielfrei sind, wollen die Eicheder ihre Erfolgsserie beim nächsten Aufsteiger Husumer SV (Sa., 14 Uhr) fortsetzen.

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SV Eichede: Gevert – Vollrath, S. Meyer, Ostermann (78. Gelzer), Reimers – Ehlers, Grage – Wittig (70. A. Gehrken), Adam (83. Hasselbusch), Bieche (70. Fichtner) – Zoch

GW Siebenbäumen: Caglar – Gerich (78. S. Issifou), Th. Wurr (57. Schönwald), Ceesay, Damisi – L. Meydaner, Ruser (46. Z. Issifou), Dankert (57. Crentsil), Kurt (78. Scheel) – Keuneke, Kmiec

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