Fußball-Oberliga

Eicheder Tom Wittig brennt auf Revanche gegen SV Todesfelde

Tom Niklas Wittig (l.) in der vergangenen Saison im Duell mit Todesfeldes Tarec Blohm.

Tom Niklas Wittig (l.) in der vergangenen Saison im Duell mit Todesfeldes Tarec Blohm.

Eichede. Am 18. April gab es das letzte Aufeinandertreffen beider Teams: 1:1 stand es zur Halbzeitpause, ehe der SV Eichede am Ende eine bittere 1:5-Pleite gegen den SV Todesfelde kassierte. Es war die Vorentscheidung im Titelkampf der zurückliegende Oberliga-Saison. „Tofe“ wurde souveräner Meister, während sich der SVE trotz einer enttäuschenden Meisterrunde immerhin den Vize-Titel sichern konnte. Am Mittwoch, 3. August, kommt es nun zum Wiedersehen: Die Partie wird um 19 Uhr im Ernst-Wagener-Stadion angepfiffen – unter ganz anderen Voraussetzungen.

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Tom Wittig erstmals Kapitän im Heimspiel

„Ich erwarte ein schwieriges Spiel“, sagt Jan-Henrik Schmidt, seit 1. Juli neuer Sportlicher Leiter bei den gastgebenden Stormarnern. Während der SV Eichede sein Team nahezu runderneuert hat, ist der SV Todesfelde im Kern zusammengeblieben und hat sich zudem in der Breite verstärkt. Deshalb gelten die Segeberger auch als Favorit. Für Tom Wittig wird es ein ganz besonderes Spiel sein. Der 24-Jährige wird die Eicheder erstmals als Spielführer auf den heimischen Rasen führen. Schon beim SV Frisia 03 Risum-Lindholm (1:0) vertrat er Rückkehrer Nico Fischer, der vor der Saison zum neuen Kapitän bestimmt wurde, nach einer Unterarm-Operation aber noch circa sechs Wochen ausgefallen wird.

Lob von Trainer Paul Kujawski

Nach Stationen beim Tralauer SV, VfL Oldesloe und VfB Lübeck ist Wittig als U17-Spieler nach Eichede gewechselt. Danach zog es ihn für ein Jahr zurück nach Oldesloe, ehe er seit 2015 für die Rot-Weißen aufläuft. Erst in der U19, dann in der zweiten Mannschaft (42 Spiele, 13 Tore). Seit vier Jahren ist er eine feste Größe in der Ligamannschaft (79 Spiele, 19 Tore). Bei seiner Vertragsverlängerung bis 2023 im Mai sagte er: „Ich freue mich sehr, auch in der kommenden Saison bei diesem besonderen Verein zu spielen.“ Der Rechtsaußen ist gereift und bereit, Verantwortung zu übernehmen. „Tom hat sich in der Vorbereitung für diese Aufgabe empfohlen“, sagt der neue Trainer Paul Kujawski über den Wirtschaftspsychologie-Studenten (arbeitet an seiner Bachelorarbeit und nebenbei bei Bonprix im Online-Marketing), mit dem er schon in der Jugend zusammengearbeitet hat.

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Eichede ist heiß auf die Revanche

Zu seinen Stärken gehört sein Tempo. Immer wenn er den Turbo zündet, wissen die Fans, dass es gefährlich wird. Geht es nach Wittig, der vergeben ist und in Hamburg-Winterhude wohnt, wollen sich die Hausherren für die Pleite aus dem April revanchieren. „Natürlich sind wir heiß und die Jungs aus der letzten Saison haben noch eine offene Rechnung. Wir werden alles raushauen und schauen, wie weit wir so früh in der Saison dann schon sind“, sagt er. Die Stormarner hoffen auf eine gute Kulisse. Die Partie ist Programmteil der Festwoche anlässlich des 75. Vereinsjubiläums. In Vorbereitung auf die Feierlichkeiten haben freiwillige Helfer die Sportanlage an der Matthias-Claudius-Straße auf Vordermann gebracht. Es wurde Sitzbänke gereinigt, Banden- und Unterstände geschruppt oder die Rasenkanten abgestochen.

Todesfelde hat Eichede auf dem Zettel

Für den Todesfelder Teamchef Tramm sind die Eicheder trotz „eines kleinen Umbruchs“ einer der Meisterschaftskandidaten. „Klar, haben sie richtig starke Spieler verloren, aber sie haben auch gute dazu gewonnen und können immer aus dem eigenen Beritt top ausgebildete Jungs hochziehen“, sagt er. „Wir freuen uns total auf das Auswärtsspiel, weil Spiele gegen den SVE immer etwas ganz Besonderes sind. Aber für uns wird das auch richtig schwierig, weil viele wichtige Spieler nicht dabei sein können.“ So muss der ehemalige Hoisdorfer auf Mats Klüver (Schienbein), Kai-Fabian Schulz (Kreuzbandriss), Rafael Krause (Urlaub) und Neuzugang Paul Meseberg (Außenbandriss) verzichten.

Einsatz von „Raver“ noch fraglich

Der Einsatz des ehemaligen Eicheders Christian Rave (33, 2010 bis 2012) ist offen, da den ihn Hüftprobleme plagen. „Die Adduktoren, der Hüftbeuger und generell Hüfte haben ordentlich was abbekommen, aber ich arbeite intensiv an einer Besserung. Noch habe ich die Hoffnung für einen Einsatz am Mittwoch nicht aufgegeben“, sagt „Raver“ vor der Rückkehr ins Ernst-Wagener-Stadion. Der Meister war mit einem 3:1 gegen den FC Dornbreite in die neue Saison gestartet.

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Von Volker Giering und Finn Hofmann

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