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Regionalliga

FC Phönix Lübeck: Kapitän Fischer zieht es zurück zum SV Eichede

Kapitän Nico Fischer verlässt FC Phönix Lübeck im Sommer.

Kapitän Nico Fischer verlässt FC Phönix Lübeck im Sommer.

Lübeck.Der Kapitän geht von Bord: Nico Fischer wird Regionalligist 1. FC Phönix Lübeck nach drei Jahren zum Ende der Saison verlassen und zu seinem Heimatverein SV Eichede zurückkehren.

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Zeitlicher Aufwand nicht mehr machbar

Seit März arbeitet der gelernte Jurist bei der Stadt Hamburg und durchläuft dort ein Nachwuchsprogramm für Führungskräfte. Zudem hat sich der 33-Jährige räumlich verändert und ist mit seiner Freundin aus der Stadt Lübeck aufs Land im Kreis Herzogtum Lauenburg gezogen. „Ich habe gemerkt, dass es langfristig zu viel wird. Wir trainieren sechs bis sieben Mal die Woche plus Spiel am Wochenende, was ich jetzt schon nicht mehr immer geschafft habe. Das über eine ganze Saison zu gewährleisten, ist schwierig, und wäre anderen Spielern gegenüber ungerecht“, sagt „Fischi“ den LN.

Salomon und Fischer schon bei NTSV Strand zusammen erfolgreich

Sportdirektor Frank Salomon bedauert den Abgang des flexibel einsetzbaren, vorbildlichen und menschlich unverzichtbaren Verteidigers. Schon beim NTSV Strand 08 (Saison 2018/19) haben beide sehr erfolgreich zusammengearbeitet und die Oberliga-Meisterschaft und das SHFV-Hallenmasters gewonnen. Mit den Lübeckern sicherte man zweimal den Klassenerhalt in der vierten Liga. "Uns verbindet ein enges Verhältnis, das sehr vertrauensvoll ist", betont Salomon. "Fischi war stets loyal. Die vielen erfolgreichen Jahre verbinden. Umso trauriger bin ich, dass sich unsere Wege jetzt trennen."

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Fischer wollte unbedingt nochmal für SV Eichede spielen

Der Allrounder möchte die Zeit bei den „Strandpriraten“ (29 Spiele) und „Adlerträgern“ (51 Spiele, ein Treffer) nicht missen. „Der Gewinn des Hallenmasters war sensationell und ein absolutes Highlight. In der laufenden Saison sind wir auf dem besten Weg, die Abstiegsrunde mit dem ersten Platz abzuschließen“, blickt er zurück. Bei den Eichedern hat er zunächst für ein Jahr bis 2023 zugesagt. Für den Vorzeigeklub aus Stormarn ist die Rückkehr des verlorenen Sohnes (255 Spiele in 15 Jahren) ein Königstransfer. „Eichede ist meine sportliche Heimat. Als ich damals gegangen bin, stand für mich fest, dass ich als aktiver Fußballer noch einmal für den Verein auflaufen möchte. Beim SVE fühle ich mich pudelwohl“, erzählt er. „Ich bin nach wie vor im Saft und wollte weiter leistungsorientierten Fußball spielen.“

Fischer soll als Führungsspieler voran gehen

Bei den Stormarnern wird er eine ähnliche Rolle einnehmen. "Ich möchte helfen, dass es eine gute Saison wird. Zudem reizt mich, die jungen Spieler heranzuführen. Der SVE ist ein spannendes Projekt. Da habe ich Lust drauf", sagt der Sohn von Ex-Bundesliga-Profi Andreas Fischer (zwischen 1994 und 2001 152 Spiele für den Hamburger SV). Seine aus Bad Oldesloe stammenden Eltern gucken nahezu bei jedem Spiel zu, künftig dann wieder an der Matthias-Claudius-Straße. Nach dem Abpfiff wird stets direkt das Spiel zwischen Sohn und Vater (war auch Abwehrspieler) analysiert. "Fischi" war erstmals 2003 als C-Jugendlicher zum SV Eichede gekommen und im Januar 2011 nach eineinhalbjährigem Gastspiel vom VfB Lübeck zurückgekehrt. Mit den Rot-Weißen stieg er zweimal in die Regionalliga auf – jeweils unter den heutigen Phönix-Coach Oliver Zapel.

Riesen Gewinn für den SV Eichede

Im August 2013 erzielte Fischer im Auswärtsspiel beim ETSV Weiche Flensburg (1:3) das erste Regionalligator der Vereinsgeschichte des Dorfklubs. "Ich habe sehr gute Gespräche mit Nico geführt, um ihm den Weg für die Zukunft in Eichede aufzuzeigen. Nico steht für einen wahren Führungsspieler. Daher freue ich mich sehr, dass unsere vielen jungen Spieler im nächsten Jahr die Chance haben, von seiner Erfahrung auf und neben dem Platz zu profitieren. Unser Kader wird mit Nicos Verpflichtung noch stärker aufgestellt sein. Er ist sehr zweikampfstark, ehrgeizig und überzeugt durch seine außergewöhnliche Gewinnermentalität. Außerdem ist er sehr flexibel einsetzbar und wird mit seiner professionellen Einstellung zum Leistungssport vorangehen", freut sich der der künftige SVE-Ligatrainer Paul Kujawski über die Rückkehr eines echten Fanlieblings.

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