Fußball-Oberliga

Henry Meyer lässt VfB jubeln: Kjär-Team gewinnt beim FC Dornbreite

Keenon Erfurth, Lasse Lahrtz und Yasin Varol (v.l.) freuen sich über den Treffer zum 2:1 aus VfB-Sicht.

Keenon Erfurth, Lasse Lahrtz und Yasin Varol (v.l.) freuen sich über den Treffer zum 2:1 aus VfB-Sicht.

Lübeck. Als Spielverderber entpuppte sich Henry Meyer. Als der VfB-Mittelfeldspieler eingewechselt wurde, stand es 2:2 vor 230 Zuschauern am Steinrader Damm. Meyer avancierte mit einem Doppelpack zum Matchwinner aus der Sicht der Gäste von der Lohmühle. Erst traf der 19-Jährige per Kopfball nach einer herrlichen Flanke von Giuliano Hill (79.), ehe er mit einem sehenswerten Gewaltschuss aus 30 Metern erfolgreich war (90.+2). Beim zweiten Tor landete eine Faustabwehr von FCD-Torwart Alexander Ciesler genau vor seinen Füßen.

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„Wollte es auch mir beweisen“

Unter den Besuchern war Henrys älterer Bruder und Ex-VfBer Marcello Meyer (31), der seit dem Sommer beim Hamburger Oberligisten SC Curslack-Neuengamme spielt. „In der Halbzeit hat Cello gesagt, wenn ich reinkomme, muss ich auch was machen“, verriet der doppelte Torschütze den LN nach dem Spiel. „Ich wollte es mir auch beweisen, da ich unzufrieden war, dass ich nicht von Anfang gespielt habe. Im Training gebe ich immer Vollgas, so dass man dann auch mal solch einen Moment hat“, freute sich der Matchwinner.

FCD-Trainer Thomas Manthey (l.) konnte sich über zwei Treffer von Christian Peters freuen.

FCD-Trainer Thomas Manthey (l.) konnte sich über zwei Treffer von Christian Peters freuen.

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Bei den Dornbreitern hätte Christian Peters zum gefeierten Mann werden können. Schon nach sieben Minuten brachte der frühere Eicheder Stürmer die Lübecker nach einer Rechtsflanke von Lubecco Behrens in Führung. Vorausgegangen war eine starke Balleroberung von Hayri Akcasu. In der Folge kamen die Gäste besser auf und drehten die Partie dank der Treffer von Lasse Jetz (24.) per Nachschuss ins leere Tor und Keenon Christopher Erfurth mit einem gefühlvollen Heber über Ciesler (34., die Rettungsaktion von Mevan Mustafa kam zu spät). Doch die Führung währte nicht lange, da Peters erneut zum 2:2 traf (42.) – nach einer Vorlage von Lukas Görlitz.

Mit Meyer kommt die Wende

Nach dem Seitenwechsel hätte Peters seine Farben endgültig auf die Siegerstraße bringen können, wenn er nicht gleich zweimal am glänzend reagierenden Gästetorwart José Aguirre Dardon gescheitert wäre (67., 72.). So war es die Einwechslung von Meyer, die für die Wende im Stadtderby sorgte. „Wir sind nicht schlechter gewesen. Meiner Meinung nach hätten wir es sogar verdient, zu gewinnen“, haderte Peters nachher. „Gerade zweite Halbzeit hat der VfB gar nichts mehr gemacht. Wir hatten das Spiel nach dem Seitenwechsel eine halbe Stunde komplett unter Kontrolle, spielen uns Chancen heraus, machen aber nicht den Deckel drauf. Wir kriegen zwei dumme Gegentore. In meinen Augen unverdient.“

Manthey lobt seine Mannschaft

Sein neuer Trainer Manthey gratulierte nach dem Abpfiff seinem ehemaligen Verein sportlich fair und gab zu Protokoll: „Heute hat die clevere Mannschaft gewonnen. Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Die Leidenschaft und der Wille waren da. Es war natürlich schwierig, alles in den letzten zwei Wochen umzudrehen. Letztendlich hatten wir in der zweiten Halbzeit eine sehr gute Phase und hätten vielleicht auch das 3:2 machen können. Der VfB-Torwart hat sehr gut gehalten und ein gutes Spiel gemacht. Da der VfB cleverer war, haben sie am Ende verdient gewonnen.“

Der gut aufgelegte VfB-Torwart José Aguirre Dardon musste in der Schlussphase verletzt vom Feld.

Der gut aufgelegte VfB-Torwart José Aguirre Dardon musste in der Schlussphase verletzt vom Feld.

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Sein Gegenüber Nils Kjär freute sich über den zweiten Sieg in Folge und weitere drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. „Die drei Punkte schmecken absolut. Mich hat es gefreut, dass wir nach hinten heraus mit den Ergänzungsspielern tatsächlich nochmal für Belebung gesorgt haben. Das ist auch das, was ich von den Jungs einfordere. Wir haben einen unwahrscheinlich großen Kader. Jeder kann da immer mal zum Einsatz kommen. Heute haben sie wirklich für Belebung gesorgt und die Wende quasi herbeigeführt“, resümierte Kjär. „Nach hinten heraus freut es mich. Wir waren spielerisch einen Tick besser. Heute war aber auch das Glück auf unserer Seite, muss man auch sagen.“ Der gute VfB-Schlussmann Dardon Aguirre musste nach 87 Minuten verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Dazu meinte der VfB-Trainer: „Er hat sich wohl am Außenband oder im Kniebereich sehr schwer verletzt, wahrscheinlich. Wir müssen mal gucken.“

FC Dornbreite: Ciesler – Amara, Brandt, J. Lening (77. Cavdarli), Mustafa – Senghore (66. Jan. Stöver), Akcasu – Behrens (81. Günes), Worreschck, Görlitz (84. Salih) – Peters.

VfB Lübeck II: Aguirre Dardon (87. Barkmann) – Hill, Kassimou, Melo, Lippegaus – Lahrtz, Freitag, Varol (56. H. Meyer), Jetz (87. T. Flach) – Erfurth (63. Akcicek), von Esebeck (90. +3 Neca).

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