Fußball: Jugend-Regionalliga

JFV Lübeck äußert sich zum Rücktritt von U19-Trainer Danny Cornelius

Thomas Oelfke und Oliver Zapel sprechen zum U19-Team.

Thomas Oelfke und Oliver Zapel sprechen zum U19-Team.

Lübeck. Nach Trainer Danny Cornelius (wir berichteten) haben auch die Co-Trainer Tobias Minge und Michael Bergmann bei der U19 der JFV Lübeck (Regionalliga) hingeschmissen. Das Training am Montag, 26. September, um 18 Uhr leitete der Sportliche Leiter Oliver Zapel. Der neue Trainer Mohammad Reza Khosravinejad (45, zuletzt Rahlstedter SC) nimmt seine Arbeit am Dienstag auf.

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Danny Cornelius wollte keinen anderen Trainer vorgesetzt bekommen

„Wir hätten es gern gesehen, wenn Danny Cornelius weiter im JFV tätig gewesen wäre“, bedauert Vorsitzender Thomas Oelfke. Khosravinejad und Cornelius sollten als gleichgestelltes Trainerduo agieren, wobei der neu verpflichtete A-Lizenz-Inhaber intern das Sagen haben sollte. Eine Konstellation, die für Cornelius offenbar nicht in Frage kam. Die Lübecker Nachrichten wollten wissen, was dem 37-Jährigen genau vorgeworfen wird? Am vergangenen Dienstag gab es ein persönliches Gespräch zwischen Oelfke, Zapel und Cornelius.

Montagstraining wurde von Tobias Minge und Michael Bergmann übernommen

„Es gab viele Beweggründe. Wir haben, Stand per letzten Dienstag, die sportliche Situation bewertet – mit fünf verlorenen Spielen einschließlich des Spiels im SHFV-Landespokals bei Eutin 08. Wir wurden hinsichtlich des Montags überrascht, weil Danny da den DFB-Stützungspunkt weiter übernommen und er seinen Co-Trainern die Aufgabe überlassen hat, die Mannschaft an diesem Tag zu führen“, sagte Oelfke. „Selbst bei den Jungs ist es aufgefallen, dass er zum Beispiel im Sommer im Urlaub war, über einen Zeitraum von 14 Tagen während der Vorbereitung. Den Spielern selber wurde das nicht zugestanden, wodurch es innerhalb der Mannschaft auch Spannungen gab, die auch dazu führten, dass es zu Grüppchenbildungen in der Mannschaft kam. Das zu unterbinden, war unsere Intention. Deshalb haben wir das Gespräch mit Danny geführt, inwieweit wir ihn unterstützen können. Mit der Intention, ihn komplett im Trainerteam zu belassen sowie das Co-Trainerduo auch. Gleichzeitig mit der Perspektive ihn auch in der kommenden Saison weiter in der JFV unterzubringen, in einem lukrativen Posten. Das wollte er sich überlegen. Im ersten Moment sagte er, vielleicht sieht es für mich so aus, dass ich aufhöre. Er wollte es sich aber nochmal überlegen und sich dann melden. Leider ist es dazu nicht gekommen. Er hat aufgehört, was letztlich über einen Online-Presseartikel in den Lübecker Nachrichten publik wurde.“

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Trainerjob in der Regionalliga offenbar unterschätzt

Erst vor einigen Wochen kam es laut LN-Informationen zu einer Rangelei von mehreren Spielern im Montagstraining, die die Suspendierung eines Spielers zur Folge hatte. „Es ging nie darum, jemanden zu rasieren, sondern wir wollten Danny eine Perspektive aufzeigen. Ferner geht es um wichtige Themen wie Gegner- und Spielanalysen und eine vernünftige Trainingsgestaltung, die der Regionalliga angemessen sind“, ergänzte Zapel. „Danny selber meinte im Gespräch, dass er die Aufgabe in der Regionalliga offenbar unterschätzt habe, auch vom zeitlichen Aufwand. Wir mussten letztlich im Sinne des Vereins handeln. Die U19 ist das Aushängeschild im Jugendbereich. In dem Gespräch wurde uns von ihm sehr wenig präsentiert, wo wir eine Besserung erkennen hätten können. Es gab klare Hinweise, dass Danny fehlendes Vertrauen in seinem eigenen Staff anmerkte. Er hätte sich mehr Unterstützung im Trainerteam erwünscht. Da mussten wir natürlich sofort reagieren. Dass es zu einer Trennung gekommen ist, ist schade. Wir hätten gern mit ihm in der veränderten Konstellation weitergearbeitet.“ Oelfke betonte, dass er allen drei Trainern, Cornelius, Minge sowie Bergmann, für die Zukunft alles Gute wünscht.

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