Fußball-Oberliga – TSV Pansdorf

Kein „Weiter so“ beim TSV Pansdorf: Reset-Taste und drei Rückkehrer

Felix Krüger (M.) kehrt als einer von drei Verletzten wieder zurück ins Mannschaftstraining

Felix Krüger (M.) kehrt als einer von drei Verletzten wieder zurück ins Mannschaftstraining

Pansdorf. Als Oberligist TSV Pansdorf am Montagabend zum Trainingsauftakt rief, fehlte neben insgesamt neun Spielern auch Chefcoach Helge Thomsen. Er kehrte erst am Dienstag aus dem Skiurlaub in Österreich zurück. Das Training leiteten stattdessen die Co-Trainer Carsten „Otto“ Henck und Timo Kirstein. Dabei freut man sich beim krisengebeutelten TSV über drei Rückkehrer. Die LN blickten im Gespräch mit Carsten Henck auf die bevorstehende Rückrunde und den Kampf um den Klassenerhalt.

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TSV-Co-Trainer Carsten Henck: „Alle haben Bock nach all den Wochen, in denen wir uns nicht gesehen haben!“

Mit 20 Mann lag die Beteiligung aus unterschiedlichen Gründen zwar nur bei gut zwei Drittel (insgesamt 29 Mann zählt der Kader). Dennoch war „Otto“ Henck mit dem ersten lockeren Aufgalopp zufrieden. Vier individuelle Einheiten pro Woche hatten die Jungs vor dem Auftakt eigenständig zu absolvieren, ehe in der Vorbereitung die 5,5 Kilometer lange Techau-Runde stark frequentiert werden dürfte. „Man hat schon gesehen, dass die Jungs fleißig waren und ihre Pläne eingehalten haben“, lobte Henck, der für sein altbewährtes Konditionstraining berüchtigt ist. Vier Mal pro Woche Training plus Testspiel – so lautet das üppige Programm des Oberligisten. „Alle haben Bock nach all den Wochen, in denen wir uns nicht gesehen haben.“ Bewusst habe man darauf verzichtet, sich während der Winterpause über den Weg zu laufen. Außer der Weihnachtsfeier und dem internen Hallenturnier fanden keinerlei Termine statt. „Wir wollten bewusst auf Abstand gehen, damit man sich nicht auf den Semmel geht. Das war auch ganz gut so“, erklärt Henck. Schließlich stehe man in der Liga vor großen Herausforderungen.

„Gefährlicher Trend“ beim TSV Pansdorf – „Ein ´Weiter so` darf es nicht geben!“

Die letzten Ergebnisse in der Oberliga lesen sich wie ein Horrortrip. Nach dem 1:0-Auswärtssieg beim FC Dornbreite Ende August stand man nach sieben Spielen auf Rang sieben. Seit dem holten die Ostholsteiner in 13 Spielen lediglich noch drei Zähler, rutschten ab auf Rang 13. Ab Platz 14 beginnt die Abstiegszone, in der Husum (15 Punkte, ein Spiel weniger) und Risum-Lindholm (13, zwei Spieler weniger) schon in Lauerstellung sind. „Gefühlt sind wir immer noch Aufsteiger, weil es nach Corona die erste richtige Saison für uns ist. Im Grunde ist es von der Tabelle her eine ganz normale Saison. Nur der Trend ist das Gefährliche. Da muss sich etwas tun. Ein ´Weiter so` darf es nicht geben“, mahnt Henck, der glaubt, dass sich die Gegner auf die Pansdorfer Spielweise eingestellt haben.

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Mit Feuer im Training und Fehlerminimierung in den Rückrundenstart

Insgesamt sei die Stimmung beim TSV Pansdorf unverändert „sehr gut“. Vielleicht zu gut – wie Henck befürchtet: „Uns fehlt eine Figur, die auch mal einen Reiz setzt und dazwischenwichst. Das müssen nicht immer unsere Alten wie Julian Gerlach oder Holger Mess machen, sondern da sind auch mal die jüngeren gefordert, stinkig zu sein. Das Potenzial ist da. Es muss deutlich mehr Feuer ins Training. So etwas muss sich aber aus der Mannschaft heraus ergeben.“ Insgesamt gelte es, Konzentrations- und Stellungsfehler künftig zu vermeiden. „Alle beginnen wieder bei Null und jeder bekommt seine Chance“, stellt der 56-Jährige klar.

Drei Verletzte zurück beim TSV Pansdorf – Oberligist plant fünf Testspiele

Dass mit Felix Krüger, Finn-Luca Anders und Etienne Grimm drei Stammkräfte nach Verletzungen zurückkehren, könnte ein Schlüssel zum Erfolg sein. War Krüger in den vergangenen Jahren stets der beste Scorer der Schwarz-Weißen, fehlte mit Anders ein bulliger Stürmer vorne drin. „Eddy“ Grimm hat in der laufenden Saison noch gar nicht gespielt, verletzte sich nach dem Landespokal-Spiel gegen den VfB Lübeck und fiel bis hierhin aus. „Die drei haben Gewicht und sind immer dafür gut, den entscheidenden Unterschied zu machen“, weiß Henck. Die Rückrunde startet gleich mit einem Hammer: auswärts bei Tabellenführer FC Kilia Kiel (25. Februar, 14 Uhr), gefolgt vom nächsten Auswärtsspiel bei Inter Türkspor Kiel (5. März, 16 Uhr). Um sich bestmöglich auf das schwere Auftaktprogramm vorzubereiten, testet Pansdorf fünf Mal:

Samstag, 28. Januar, 14 Uhr FC Schönberg 95

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Samstag, 4. Februar, 14 Uhr Eckernförder SV

Samstag, 11. Februar, 14 Uhr FC Anker Wismar

Montag, 13. Februar, 19.30 Uhr SG Sarau/Bosau

Donnerstag, 16. Februar, 19.30 Uhr SVG Pönitz (auswärts)

Von Finn Hofmann

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