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Oberliga Schleswig-Holstein

Letztes Spiel für Rönnau und Schmidt: Klassenerhalt zum Abschied?

Kristof Rönnau steht vor seinem letzten Spiel für Preußen Reinfeld

Kristof Rönnau steht vor seinem letzten Spiel für Preußen Reinfeld

Reinfeld. Am Mittwochabend empfängt der SV Preußen Reinfeld die Reserve vom SC Weiche Flensburg. Es ist das letzte Spiel der Oberliga-Abstiegsrunde. Mit einem Heimsieg kann der SVP endgültig die Klasse sichern. Aufgrund des fehlenden Flutlichts auf dem Hauptplatz wird das Spiel auf dem Trainingsplatz ausgetragen.

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Jan-Henrik Schmidt auf dem Scheideweg – „Der Verein ist auf einem guten Weg!“

Mit dem Sportlichen Leiter Jan-Henrik Schmidt (wechselt zum SV Eichede) und Torjäger Kristof Rönnau (Karrierrende) werden vor der Partie zwei prägende Persönlichkeiten der letzten Jahre verabschiedet. Schmidt übte die Tätigkeit rund zweieinhalb Jahre aus und wechselt nun zum SVE, wo er als Spieler seine größten Erfolge feierte. „Ich werde immer mit einem Auge nach Reinfeld gucken“, verspricht er. Schmidt adäquat zu ersetzen ist eine der großen Herausforderungen, die der Verein dieser Tage meistern muss. Bisher konnten die Stormarner noch keinen Nachfolger finden. Schmidt brachte Preußen Reinfeld vor allem infrastrukturell einen Schritt nach vorn, verbesserte die Rahmenbedingungen. Noch dazu galt es, den personellen Umbruch im Team in Form einer Verjüngungskur voranzutreiben. „Schmidti“ gelang es, zahlreiche junge Talente an den Bischofsteicher Weg zu lotsen. „Es war meine erste Station in der Funktion. Die Zeit war auch wegen Corona sehr intensiv. Der Verein ist auf einem guten Weg“, findet der 38-Jährige.

Kaderplanung des SV Preußen Reinfeld noch mit aktuellem sportlichen Leiter

Obwohl schon im Winter feststand, dass Schmidt zur kommenden Saison beim Lokalrivalen SV Eichede anheuert, plante er zusammen mit dem Trainerteam Jan-Christian Hack und Pascal Lorenz den Kader für die Saison 2022/2023. „Das ist nicht selbstverständlich, war aber von allen so gewünscht“, sagt Schmidt. Sein größter Erfolg wäre es, wenn die Mannschaft am Mittwochabend endlich den Klassenerhalt perfekt macht. „Ich gehe den Abschied mit gemischten Gefühlen an. Im Worst Case könnten wir noch auf dem sechsten Platz landen.“ Dann müsste Reinfeld beide Daumen für den SV Todesfelde in der Regionalliga-Relegation drücken. Denn sollte „Tofe“ in der Oberliga bleiben, würde es einen Absteiger mehr aus der Oberliga geben – und das wäre dann der Sechstplatzierte.

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Torjäger Kristof Rönnau vor letztem Einsatz – „Das Spiel und der Schlusspfiff werden sicher nochmal emotional!“

Auch für Kristof Rönnau endet die Zeit in Reinfeld. Das 129. Pflichtspiel in Schwarz-Weiß wird sein letztes sein. 130 Treffer waren es bis hierhin – gut möglich, dass es am Mittwochabend noch mehr werden. Denn die Mannschaft dürfte alles daran setzen, ihrer Nummer elf einen würdigen Abschied zu ermöglichen. „Das Spiel und der Schlusspfiff werden sicher nochmal emotional“, sagt Rönnau vor seinem letzten Spiel den LN. Er blicke der Partie mit viel Wehmut entgegen, denn eigentlich sei er noch fit genug, um weiter zu spielen. „Auch die Mannschaft zu verlassen ist schwer, weil das mittlerweile alles Freunde geworden sind und ich mich jedes Mal freue, sie zu sehen. Auf der anderen Seite freue ich mich vor allem, endlich auch am Wochenende viel Zeit für meine Familie zu haben. Das ist in den letzten Jahren zu kurz gekommen“, so der 32-Jährige.

Auch Dankert, Izawa, Marschner und Treichel verlassen SV Preußen Reinfeld

Neben Schmidt und Rönnau werden auch Marcel Dankert (SV Hamberge), Keita Izawa (Ziel unbekannt) und Jonathan Marschner (Karrierrende nach Hüft-OP) verabschiedet. Paul Treichel, der sich dem Hamburger SV III anschließt, wird bereits am Dienstagabend beim Training verabschiedet. Er ist am Mittwochabend privat verhindert. Florian Wurst (Urlaub) und Justin Cloppatt (krank) fehlen gegen Weiche II ebenso.

Weiche Flensburg schon gerettet, aber: „Die werden uns hier nichts schenken!“

Im Hinspiel setzte es eine 1:3-Pleite für den SVP. Der Führungstreffer von Rönnau reichte nicht für etwas Zählbares. „Flensburg hat viel Qualität nach vorne und gut ausgebildete Spieler. Sie pressen sehr hoch und üben früh Druck aus, um hohe Ballgewinne zu generieren. Die werden uns hier nichts schenken“, betont Coach „Kalle“ Lorenz. Mit Blick auf die Tabelle will man voll auf Sieg spielen. „Wir haben jetzt alles selbst in der Hand. Unsere Marschroute ist also klar“, betont Lorenz.

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SV Preußen Reinfeld kann Klassenerhalt aus eigener Hand perfekt machen

Gewinnt der SV Preußen (23 Punkte) am Mittwochabend nicht, müsste der bange Blick in Richtung FC Dornbreite (23) gerichtet werden, der am Donnerstag (13 Uhr) den SV Frisia Risum-Lindholm (22) empfängt. Frisia empfängt am 29. Mai (14 Uhr) noch das bereits abgestiegene Eutin 08. Auch der VfB Lübeck II (22) könnte mit einem Sieg über Schlusslicht TSV Kronshagen am Dienstagabend (19.30 Uhr) noch an Reinfeld vorbeiziehen. All die Rechnerei wird obsolet, wenn Reinfeld am Mittwochabend einen „Dreier“ holt…

Von Finn Hofmann

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