Fußball-Landesliga

Nach einer Stunde Unterbrechung: Eutin 08 verliert 1:2 beim Sereetzer SV

Tim Schüler (r.) hatte Eutin zur zwischenzeitlichen Führung geschossen. das Sportliche geriet mit Verlauf der Partie in den Hintergrund.

Tim Schüler (r.) hatte Eutin zur zwischenzeitlichen Führung geschossen. das Sportliche geriet mit Verlauf der Partie in den Hintergrund.

Sereetz. Nach der Landesligapartie zwischen dem Sereetzer SV und Eutin 08, welche die Gastgeber durch einen Doppelpack von Manuel Mielke (37., 74.) mit 2:1 gewannen, sprach kaum jemand über das sportliche Geschehen auf dem Platz. Nachdem im zweiten Durchgang eine knappe halbe Stunde absolviert war, musste Schiedsrichter Kjell-Oke Schneider das Spiel aufgrund einer muskulären Verletzung verlassen. Die Suche nach einem Ersatz für den Unparteiischen dauerte über eine Stunde – schließlich wurde die Partie zu Ende gebracht.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Die Kapitäne beider Mannschaften hatten das Schiedsrichtergespann mit zunehmender Wartezeit um einen Abbruch der Partie gebeten. „Warum dem nicht entsprochen wurde, ist mir unklar“, zeigte sich Eutins Trainer Dennis Jaacks ratlos. „Die Partie fortzusetzen, nachdem die Spieler so lange kalt auf dem Platz standen, ist in meinen Augen fahrlässig und Sportlern nicht zuzumuten.“ Nachdem abzuesehen war, dass Schneider als Schiedsrichter der Partie ausscheiden würde, wurde über die Sprechanlage an der Berliner Straße nach einem Unparteiischen im Publikum gesucht. In einem Mitglied des Sereetzer SV fand sich tatsächlich ein Kandidat unter den Zusehenden, welcher jedoch von den Gästen abgelehnt wurde.

Schneider und seine Assistenten, die sich über längere Zeit in Kontakt mit dem Verband befanden, jedoch zunächst keinen wasserfesten Weg für eine Forführung der Partie fanden, organisierten schließlich den ehemaligen Lübecker Schiedsrichterobmann Boris Hoffmann, in der Region wohlbekannt, welcher die Begegnung bis zu ihrem Ende um kurz vor 19 Uhr pfiff. „Wir werden Möglichkeiten eines Einspruchs prüfen“, kündigte Jaacks konsterniert an. Auch der Sereetzer Trainer André Frese bezeichnete die Geschehnisse als „kurios“: „So etwas habe ich noch nie erlebt. Der abgelehnte Schiedsrichter aus dem Publikum ist Spieler unserer zweiten Herren.“ Sportlich hatte Eutin den besseren Start in die Partie erwischt und war folgerichtig durch Tim Schüler (10.) in Führung gegangen. Jaacks: „Wir haben eine sehr gute und dominante erste Hälfte gespielt, nur leider unsere Torchancen nicht genutzt. Das lag zum einen an einem stark haltenden Sereetzer Towart Denis Klassen, zum anderen an eigener Abschlussschwäche. Im ersten Durchgang müssen wir zwei, drei Tore mehr machen.“

„In der ersten Hälfte hatte Eutin mehr vom Spiel und sicher die Chance, ihre Führung noch zu erhöhen. Wir kommen dann gut aus der Pause, sind in der zweiten Hälfte besser und drehen die Partie nach dem Ausgleich vor der Pause noch. Ich bin sehr stolz, dass wir unser erstes Spiel vor heimischem Publikum gewinnen konnten“, resümierte derweil ein siegreicher André Frese.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Von RLN

Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken