Fußball-Oberliga

Oldie but Goldie: GWS-Siegtorschütze Brückner hat es immer noch drauf

Yilmaz Caglar und Julian Brückner (r.).

Yilmaz Caglar und Julian Brückner (r.).

Siebenbäumen/Lübeck. Julian Brückner ist schon lange im Fußballgeschäft. Im Sommer kehrte der 35-Jährige zu Grün-Weiß Siebenbäumen zurück. Beim Trainingsstart stellte er sich als „Opa der Mannschaft“ vor. Mit dem Lauenburger Aufsteiger wollte er nochmal Oberliga-Luft schnuppern. Unter dem neuen Trainer Gerd Dreller kommt der Routinier jedoch bislang nicht über eine Reservistenrolle (drei Kurzeinsätze) hinaus.

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Von der Bank zum Matchwinner

Im jüngsten Auswärtsspiel bei der Regionalliga-Reserve des VfB Lübeck saß Brückner wie so oft in dieser Saison auf der Ersatzbank, musste sich das Geschehen zunächst von draußen anschauen. In der 63. Minute wurde er eingewechselt, nur elf Minuten später hatte der Rückkehrer seinen großen Auftritt vor 63 Zuschauern auf dem Nebenplatz an der Lohmühle. Mit einem Traumtor bescherte er den Gästen einen ganz wichtigen 1:0-Sieg im Kampf um den Klassenerhalt.

„Hatte schon das Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden“

Die LN sprachen einen Tag später mit ihm und wollten wissen, was für ein Gefühl sein erster Saisontreffer war. „Das war ein absolut befreiendes Gefühl und zugleich eine Genugtuung“, verrät er. „Ich hatte wenig Spielzeiten und schon das Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden.“ Beim Torjubel lief er in die Arme von GWS-Torwart und Kumpel Yilmaz Caglar. „Er hat mich die ganze Zeit bei Laune gehalten“, betont er.

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Glaube an Klassenerhalt lebt bei GWS

Das Standing von Brückner in der Mannschaft ist gut. „Alle respektieren mich. Die Truppe ist cool“, sagt er. Intern hat man sich vorgenommen, die Flinte trotz des schmerzhaften Sechs-Punkte-Abzugs wegen Schiedsrichter-Soll nicht vorzeitig ins Korn zu werfen. „Wir glauben weiter an das ausgegebene Ziel, die Klasse zu halten. Ich bin guter Dinge, dass wir das schaffen werden“, sagt Brückner. „Der Sieg beim VfB war ein Erfolg vom gesamten Team. Kampf und Wille waren einfach top. Jeder hat für den anderen gefightet.“

Zahlreiche Glückwünsche für den Routinier

Nach dem Spiel stand sein Handy nicht still, als er mit „Yilo“ Caglar noch zum Essen bei Sponsor Grill & Restaurant 55 in der Lübecker Fregattenstraße war. Neben vielen Glückwünschen zum Dreier wurde er auf seinen spektakulären Treffer angesprochen. „Ich wollte erst flanken. Dann habe ich gedacht, scheiß drauf, ich probiere es einfach. Ich dachte erst, dass der Ball am Außennetz zappelte. Als dann aber alle gejubelt haben und auf mich zu gekommen sind, war ich nur noch happy“, erzählt der „Oldie“ und hat es allen gezeigt, dass er es noch drauf hat. „Irgendwann fängt man an, selbst zu zweifeln“, so der Mittelfeldspieler.

Lob vom Vorsitzenden

Die im Sommer neu zusammengestellte Mannschaft ist sehr jung und insgesamt sehr unerfahren. Die große Erfahrung von Brückner kann sich im Laufe der Saison noch auszahlen. „Julian ist generell schon sehr ehrgeizig und möchte möglichst immer spielen. Selbst bei einer geringen Einsatzwahrscheinlichkeit ist er auch immer bereit, in der zweiten Mannschaft zu spielen. Er ist ein guter Junge“, lobt Vorsitzender Marco Kalcher den „Opa in der Mannschaft“, der noch lange nicht ans Aufhören denkt.

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