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Fußball-Regionalliga-Abstiegsrunde

Phönix Lübeck macht Platz eins dank Graudenz-Show fix

Die Adler feiern den Auswärtssieg in Hannover.

Die Adler feiern den Auswärtssieg in Hannover.

Hannover. Vollbracht! Der 1. FC Phönix Lübeck hat es geschafft und sichert sich dank eines hochverdienten 2:1-Lastminute-Sieges am vorletzten Spieltag bei Absteiger HSC Hannover die inoffizielle Meisterschaft in der Regionalliga Nord. „Ich bin gespannt, was der Vorstand für Feierlichkeiten plant“, sagte ein gut aufgelegter Trainer Oliver Zapel.

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Fabian Graudenz (m.) bejubelt seinen Treffer zum 2:1.

Fabian Graudenz (m.) bejubelt seinen Treffer zum 2:1.

Phönix baut Hammer-Quote aus

Die Feierlichkeiten sollen vor dem letzten Punktspiel beim Lüneburger SK Hansa (29. Mai, 14 Uhr) steigen. Der LSK steht nach dem 0:1 bei Eintracht Norderstedt ebenfalls als Absteiger fest. Vorsorglich hat Zapel seiner Mannschaft im anschließenden Jubelkreis bis einschließlich kommenden Freitag freigegeben. Das heißt, vor dem LSK-Spiel findet nur noch eine Trainingseinheit am Samstagvormittag statt. Der erste Platz geht mehr als verdient in die Hansestadt. Die weiter ungeschlagenen Adler feierten den bereits achten Sieg im neunten Spiel. „Das ist einfach eine phantastische und absolut bemerkenswerte Leistung von allen Beteiligten, was uns wohl niemand, selbst nicht die Spieler, zugetraut hätte. Man darf nicht vergessen, woher wir kommen“, freute sich der Coach.

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Mit Zapel zum Erfolg

Nachdem der Fußballlehrer das Amt im Januar antrat, drehte er jeden Stein um. Die Handschrift des 54-Jährigen ist zu erkennen. Zapel macht Spieler besser und gibt seinem Team einen klaren Matchplan an die Hand. „Obwohl die Jungs bei hohen Temperaturen viel gelaufen sind und stehend K.o. waren, haben wir das Ding reingeprügelt. Was diese Mannschaft in dieser Verfassung auszeichnet“, lobte er. Dabei machten sich die Gäste das Leben unnötig schwer. „Was wir an Torchancen liegen gelassen haben, war fast schon ein Attentat“, meinte Zapel ob der zahlreichen Möglichkeiten von Fabian Graudenz (3., 6., 41.) und Haris Hyseni (27., 30.). Kurz nach der Pause gab es dann die kalte Dusche.

Graudenz trifft weiter

Morten Knudsen sprang der Ball im eigenen Strafraum in gut zwei Metern Höhe unglücklich an die Hand. Hannovers Denis Vukancic (49) verwandelte den fälligen Strafstoß sicher ins linke Eck. Auch nach dem 0:1-Rückstand ging der Chancenwucher über Sam-Calvin Kisekka (71.), Sebastian Pingel (78.) sowie Hyseni (Pfosten/82., 85.) weiter. Dass die Partie doch noch gedreht wurde, war nicht zum ersten Mal der individuellen Klasse von Graudenz zu verdanken. Erst war der Ex-Flensburger mit einer herrlichen Einzelaktion erfolgreich (65.), ehe er sein Team in der Nachspielzeit (90.+2) erlöste. Für Graudenz war es bereits der 12. Saisontreffer, davon sieben in der Abstiegsrunde.

Bleibt Graudenz ein Adler?

„Ich weiß nicht, wie viele Spieler in diesem Moment die Ruhe bewahren. Auf jeden Fall hat Fabi mit seiner ganzen Routine abgeliefert“, so Zapel. Die Zukunft des Ex-Drittligaprofis ist weiter offen. „Wir befinden uns weiter in Gesprächen. Fabian hat gebeten, die Gespräche noch nicht zum Abschluss zu bringen, da er am kommenden Sonnabend heiratet und im Moment den Kopf nicht frei hat“, sagte Sportdirektor Frank Salomon, der sich die Partie zu Hause auf dem Portal Sporttotal.tv anschaute und Graudenz & Co. aus der Ferne gratulierte.

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Tittel statt Hoxha zwischen den Pfosten

„Unser Aufwand wurde belohnt. Die Serie, die wir hingelegt haben, ist schon ungewöhnlich. Das muss man anerkennen“, meinte Salomon weiter und versprach: „Wir lassen uns etwas für die Mannschaft einfallen...“. Im Tor stand überraschend Ersatztorwart Kevin Tittel. „Kevin hat in dieser Woche so herausragend trainiert, so dass ich meiner Linie untreu geworden wäre, wenn ich darauf nicht reagiert hätte. Er hat sich den Einsatz verdient“, erklärte Zapel diese Maßnahme. Ex-VfBer Tittel, der den Verein am Saisonende verlassen dürfte, rechtfertigte die Nominierung und rettete den Sieg mit einer bärenstarken Parade in der Nachspielzeit, als er einen Kopfball mit den Fäusten am kurzen Pfosten klärte (90.+3). Nach dem Abpfiff war der Jubel beim Lübecker Spitzenreiter grenzenlos.

Statistik zum Spiel:

HSC Hannover: Neufeld – Kinitz, Farahnak, Langer, Bahls – Öney, Antunovic, Gökdemir (68. Ilic), Vukancic, Baar (80. Capli) – Schultz (75. Cankor)

1. FC Phönix Lübeck: Tittel – Korup (83. Rasgele), Vinberg, Wurr, Tamburini (60. Kisekka) – Lambach (90. +2 Thiel), Knudsen (65. Kwame), Bock – Pingel, Hyseni, Graudenz

Schiedsrichter: Marco Scharf (Cuxhaven). Zs.: 85. Tore: 0:1 Vukancic (FE, 49.), 1:1 Graudenz (65.), 1:2 Graudenz (90. +2). Gelbe Karten: Bahls (5), Vukancic (4) – Lambach (8), Pingel (6)

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