Kreispokal Ostholstein

Pokal-Spektakel in Sarau, Göhl gelingt Überraschung, Eutin souverän

Die SVG Pönitz steht nach einem echten Pokal-Fight im Pokal-Halbfinale

Die SVG Pönitz steht nach einem echten Pokal-Fight im Pokal-Halbfinale

Göhl / Cismar / Sarau. Der Dienstagabend stand voll und ganz im Zeichen des Ostholsteiner Kreisokals. Acht im Pokal verbliebene Teams kämpften um den Einzug ins Pokal-Halbfinale.

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SG Sarau/Bosau – SVG Pönitz 1:5

Ein Pokal-Spektakel sollte sich im Verbandsliga-Duell zwischen der heimischen SG Sarau/Bosau und der gastierenden SVG Pönitz abspielen. Dabei mussten die zahlreichen Zuschauer auf dem Sarauer Sportplatz noch einige Zeit länger auf den Antoßpfiff warten, als es geplant war – das Flutlicht streikte, musste erst so richtig in Gang gebracht werden. Mit rund 30 Minuten Verspätung war es dann der Gastgeber, der die Umstände besser kompensieren konnte und nach drei Minuten prompt in Führung ging, Jannik Niebergall traf zum 1:0. Nach zehn Minuten musste die SG dann jedoch einen ersten Schock verkraften, als Torschütze Niebergall verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Fortan war die SVG Pönitz besser im Spiel und kam zu ersten guten Gelegenheiten. Nicht unverdient glich man dann auch nach 33 Minuten durch Oscar Herzog aus, sodass es mit einem 1:1-Unentschieden in die Halbzeit ging.

Sorge um SG-Spieler Safino Häsler – Sarau/Bosau in doppelter Unterzahl geschlagen

Unmittelbar vor dieser musste die SG Sarau/Bosau allerdings einen weiteren Schock verkraften: Safino Häsler, in der letzten Saison noch für die U19 von Eutin 08 im Einsatz, musste sich übergeben. Sogar der Krankenwagen musste aufgrund eines sorgenreichen Zustandes des jungen Spielers gerufen werden. Besser in den zweiten Durchgang startete dann – vielleicht auch bedingt durch die Rückschläge der SG – der Gast aus Pönitz, der personell angeschlagen in die Partie ging und mit Miro Valo (noch leicht erkältet) und Lukas Broszeit (verletzungsbedingt angeschlagen) in der Anfangsfromation starten musste. In der 62. Minute gelang der SVG der 2:1-Führungstreffer durch Justin Toth. Für die heimische SG sollte es dann auch nicht unbedingt einfacher werden, als Tom Buhmann mit der gelb/roten Karte vorzeitig den Platz verlassen musste und die SG fortan in Unterzahl spielen musste. Oscar Herzog erzielte nur wenige Minuten nach dieser persönlichen Strafe den vorentscheidenden 3:1-Treffer (75.).

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SVG-Trainer Christian Born: „Ich ziehe den Hut vor der Leistung meiner Mannschaft!“

Als dann auch noch Marcel Prahl aufgrund einer Notbremse mit der glatt roten Karte vom Feld musste, war die Partie endgültig entschieden. Simon Broszeit (81.) und Kevin Kainz (88.) sorgten letzten Endes für den deutlichen 5:1-Endstand. „Das war heute ein richtiger Pokal-Fight, in dem Pönitz nach unserem frühen Führungstreffer besser in die Partie kam. Vor der Halbzeit haben wir dann sogar noch die große Chance, mit 2:1 in Führung zu gehen, dann haben wir uns in der zweiten Halbzeit leider selbst ein wenig das Genick gebrochen“, erklärt SG-Trainer Robertino Borja nach dem Spiel gegenüber den LN. Sein Gegenüber Christian Born meint Folgendes: „Ich ziehe den Hut vor der Leistung meiner Mannschaft. Die Jungs haben taktisch sehr diszipliniert gespielt, am Ende haben wir denke ich verdient gewonnen.“ Im Halbfinale trifft die Pönitzer Mannschaft nun auf Oberligist Oldenburger SV.

SV Göhl – TSV Neustadt 4:3

Für eine große Überraschung sorgen konnte der SV Göhl. Der A-Klassist bezwang Verbandsligist TSV Neustadt in einem spannenden Spiel mit 4:3. Dabei sah es vorerst noch gut für den Favoriten aus, der nach 22 Minuten durch Nils Runkel mit 1:0 in Führung ging. Der SV Göhl, der „heiß wie Frittenfett“ (O-Ton Neustadt-Trainer Tony Böhme) in die Partie gestartet war, schlug jedoch zurück und markierte durch Mats Burmeister den 1:1-Ausgleichstreffer. Nur vier Minuten später brachte Burmeister seinen SVG dann sogar erstmals in Front (29.). Im zweiten Durchgang knüpfte der Außenseiter schließlich an seine starke Form an, erhöhte in der 60. Minute auf 3:1 – Burmeister erzielte sein drittes Tor an diesem Abend.

Außenseiter SV Göhl schockt Verbandsligist TSV Neustadt in der Nachspielzeit

Verbandsligist TSV Neustadt stand nun mit dem Rücken zur Wand, hielt dem Druck jedoch Stand und kam stark zurück: Tom Gutsch gelang der 2:3-Anschlusstreffer (74.), in der 88. Minute erzwang der TSV dann ein Eigentor von SVG-Spieler Luca Rohde zum 3:3. Eine Verlängerung sollte es jedoch nicht geben, denn in der 3. Minute der Nachspielzeit ließ Matty Möller den A-Klassisten ausgiebig jubeln, der damit den Pokal-Coup landen und ins Halbfinale des Kreispokals einziehen konnte. Neustadt-Coach Tony Böhme erklärte nach dem Spiel Folgendes: „Das war ein typisches Pokalspiel. Unsere Gegentore entstanden aus vermeidbaren individuellen Fehlern. Der SV Göhl hat am Ende verdient gewonnen, das muss ich so sagen. Die Schiedsrichter-Leistung war allerdings meiner Meinung nach auch gar nicht gut. In einigen Szenen musste man sich schon die Frage stellen, wofür Assistenten in so einem Spiel an die Linie gestellt werden. Das soll die Leistung des SV Göhl jedoch keinesfalls schmälern – Respekt an Göhl.“ Dabei verwies TSV-Coach Böhme vor allem auf den 4:3-Siegtreffer des SVG (“Das war eine klare Abseitsposition“) und auf die Zweikampfbeurteilung der Schiedsrichter (“Da hatte man schon das Gefühl einer subjektiven Zweikampfbewertung bekommen“). Im Halbfinale trifft der SV Göhl auf Landesligist Eutin 08.

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SV Schashagen-Pelzerhaken – Eutin 08 1:8

Einen letzten Endes sehr souveränen Pokal-Auftritt legte Landesligist Eutin 08 hin. Beim A-Klassisten SV Schashagen-Pelzerhaken gab man sich trotz eines schweren Starts ins Spiel keine Blöße, sodass man den Einzug ins Halbfinale perfekt machen konnte. Nico Hinterleutner sorgte in der 22. Minute für den überraschenden 1:0-Führungstreffer des Gastgebers, der die Eutiner kalt erwischte. 08-Coach Dennis Jaacks stellte nach dem Spiel gegenüber den LN klar: „Zu Beginn sind wir ein wenig ins Straucheln gekommen.“ Doch seine Mannschaft ließ sich nicht beunruhigen und konnte das Spiel noch vor der Pause vorentscheidend drehen: Nico Kocks (24.), Iber Osdautaj (28.), Konrad Kohlwers (38.) und Sven Ove Westphal (39.) markierten vier Eutiner Treffer vor dem Pausenpfiff.

Eutin 08 lässt im zweiten Durchgang nichts mehr anbrennen

Im zweiten Durchgang ließ der Favorit schließlich nichts mehr anbrennen, traf noch vier weitere Male durch Fatlind Zymberi (47.), Shojun Tagawa (53., 58.) und erneut Osdautaj (82.). „Wir hatten erst ein wenig Probleme, uns auf den stellenweise schwierigen Untergrund einzustellen. Dann haben wir die Sache aber sehr souverän zu Ende gebracht“, freut sich Jaacks über den Halbfinal-Einzug. Dort trifft seine Mannschaft auf A-Klassist SV Göhl.

Von Max Lübeck

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