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Fußball

Regionalliga-Aufstiegsrunde: SV Todesfelde will Kirsche auf der Torte

Goalgetter Morten Liebert will mit seinen Todesfelder in die Regionalliga aufsteigen.

Goalgetter Morten Liebert will mit seinen Todesfelder in die Regionalliga aufsteigen.

Todesfelde. Am heutigen Sonntagnachmittag um 15 Uhr startet für den Landesmeister SV Todesfelde das Unterfangen Regionalliga-Aufstieg. Auswärts beim Wandsbeker TSV Concordia (Platz fünf in der Oberliga Hamburg) ist man im Stadion an der Hoheluft gefordert. Doch ausgerechnet jetzt hat der Klub mit Personalsorgen zu kämpfen.

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In der Relegation muss jeder Klub einmal auswärts, einmal auf neutralem Platz und einmal zu Hause ran. Das Spiel am Sonntag beim WTSV Concordia ist das für den SVT als Auswärtsspiel definierte. Genau genommen ist es das jedoch für beide Teams, denn seine Heimspiele trägt „Cordi“ normalerweise im Sportpark Hinschenfelde aus.

Concordia würde an der Hoheluft Regionalliga spielen

Der Klub beantragte die Verlegung, weil der Aufwand (mehr Zuschauer, Sicherheitsvorkehrungen) zu groß gewesen sei, wie Trainer Frank Pieper-von Valtier den LN mitteilte: „Statt große Umbaumaßnahmen vorzunehmen haben wir uns dafür entschieden, uns einzumieten und das als Probelauf zu sehen. Sollten wir aufsteigen, würden wir an der Hoheluft übergangsweise eine sportliche Heimat finden.“ In der Spielstätte des SC Victoria Hamburg wird auf Kunstrasen gespielt. Und ein Blick in die Spielstatistiken der Hamburger zeigt: Auf Kunstrasen fühlt sich „Cordi“ besonders wohl, gewann den Großteil der auf künstlichem Grün ausgetragenen Spiele. Zudem trainiert der Klub jede Woche auf Kunstrasen.

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Mit Luca Sixtus fällt Todesfeldes Kapitän aus

Ein Nachteil für „Tofe“? Todesfelde-Teamchef Sven Tramm hält sich bedeckt: „Klar sind wir Rasen gewöhnt, aber wir haben auch auf Kunstrasen schon gute Spiele gemacht. Wir nehmen das so an“, sagt der 43-Jährige. Viel mehr könnte die personelle Situation zum Nachteil werden. Vor allem das Zentrum bereitet Sorge. Mit Luca Sixtus fällt der Kapitän krankheitsbedingt aus. Hoffnung auf eine Blitzgenesung hat er selbst keine: „Das ist ganz beschissenes Timing. Ich werde das Spiel wohl von der Couch aus im Trikot verfolgen. Aber ich habe Vertrauen in die Jungs. Da müssen jetzt andere in die Bresche springen. Dafür haben wir einen breiten Kader.“

Niklas Stehnck: „Für Sonntag wird es leider nicht reichen“

Auch Til Weidemann fällt wegen Krankheit aus. Die Ausfälle von Mats Klüver (Knieprobleme) und Jan-Luca Holst (Muskelfaserriss) stehen schon länger fest. Nun ruhen die Hoffnungen auf der Rückkehr von Sechser Niklas Stehnck, dem zuletzt das Sprunggelenk Probleme bereitete. Doch Stehnck sagte den LN: „Für Sonntag wird es leider nicht reichen. Unter normalen Bedingungen würden die Probleme mit dem Sprunggelenk das Saisonaus bedeuten. Aber in dieser besonderen Situation versuchen wir besondere Maßnahmen, um zu einem späteren Zeitpunkt eingesetzt zu werden.“

Concordia geht ausgeruht ins Duell

Dazu kommt, dass das letzte Spiel des WTSV bereits zwei Wochen zurückliegt. Die Wandsbeker gehen also ausgeruht und ohne Wehwehchen ins Spiel. Lediglich Vedat Düzgüner fällt aus. Andererseits ist Todesfelde im Rhythmus, gewann zuletzt sieben Spiele in Serie. Der SVT ließ den kommenden Gegner ein ums andere Mal beobachten und stellte fest: die „Concorden“ verfügen über gute Techniker in ihren Reihen, die offensiv mit viel Geschwindigkeit das Eins-gegen-Eins suchen. „Wir müssen nah dran sein und die Zweikämpfe annehmen“, fordert „Trammer“ von seinem Team, das am Donnerstag beim kräftezehrenden 6:4-Kreispokalsieg gegen Henstedt-Ulzburg über 120 Minuten ran musste. Beim Abschlusstraining am Freitag stand deshalb nur leichtes Anschwitzen auf dem Programm. Physiotherapeut Jirair Mherjan und Athletiktrainer Marc Paasch wurden stark frequentiert, leisteten regenerative Arbeit. Tarec Blohm und Emanuel Bento laborieren an Oberschenkelproblemen. Bento musste am Donnerstag zur Pause sogar raus.

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Jetzt soll die Kirsche auf der Torte folgen

Grundsätzlich gehen die Blau-Gelben den Sonntag trotz der Personalsorgen mit einer Portion Gelassenheit an. Das wichtigste Saisonziel Meisterschaft ist mit Bravour geschafft. Nun soll die Kirsche auf der Torte folgen, wie Bento den LN verrät: „Wir freuen uns extrem darauf und wollen die Arbeit der letzten Jahre belohnen. Nicht nur für uns, sondern auch für unsere Familien und den Verein mit seinem Umfeld. Es sind wichtige Spiele für uns, die aber allesamt tagesformabhängig sind. Wir wollen die drei Spiele genießen, das Bestmögliche herausholen und dann haben wir uns nichts vorzuwerfen.“ Die Anspannung skaliert „Manu“ einen Tag vor dem Showdown auf fünf. „Kurz bevor man auf den Platz geht wird es sicherlich eine zehn sein, aber wir sollten uns nicht verrückt machen“, so der 28-Jährige. „Man braucht eine gewisse Lockerheit, um nicht zu verkrampfen“, ergänzt Tramm, für den es ebenfalls das erste Relegationsspiel seiner Karriere ist.

Lukas Benner warnt vor Mentalitätsbestie Johannes Höcker

Ein Wiedersehen gibt es für SVT-Ersatztorwart Lukas Benner. Noch in der Vorsaison war er der Backup für „Cordi“-Keeper Johannes Höcker (37) beim HSV Barmbek-Uhlenhorst. „Er ist einer der besten im Amateurfußball, ein überragender Kerl und eine Mentalitätsbestie. Der darf keinen guten Tag haben gegen uns. Das wäre für den SVT sonst sehr schlecht“, betont Benner.

250 „Tofe“-Fans in drei Blöcken

Abfahrt ist am Sonntag um kurz vor zwölf. Neben dem Mannschaftsbus machen sich auch drei Fanbusse des "Fankreis SV Todesfelde" per Kolonne auf den Weg nach Hamburg. Die SVT-Fans nehmen im Stadion Hoheluft die Sitzblöcke A4 und A5, sowie den Stehplatzbereich D ein. Insgesamt werden den SV Todesfelde rund 250 Fans begleiten. Wer nicht live dabei sein kann, findet einen Ticker unter ln-online.de/sport oder kann das kommentierte Streaming-Angebot des Norddeutschen Fußballverbandes in Kooperation mit Sorttotal.tv unter sporttotal.tv/regionalliga-nord-relegation-2022 nutzen.

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Von Finn Hofmann

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