Fußball U19-Regionalliga

Reza Khosravinejad startet beim JFV Lübeck: „In der Ruhe liegt die Kraft“

Reza Khosravinejad (m.) im Kreise seiner Mannschaft.

Reza Khosravinejad (m.) im Kreise seiner Mannschaft.

Lübeck. Nachdem er in der vergangenen Woche erstmals als Übungsleiter der U19 auf dem Platz stand, leitete Khosravinejad im Gastspiel in Harsefeld die Geschicke der Lübecker erstmalig in einem Pflichtspiel. Mit 0:1 unterlag man dabei dem gastgebenden JFV A/O/B/H/H durch einen Gegentreffer in der 28. Spielminute.

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In der ersten Hälfte durch den Wind

„Die Mannschaft hat mir am Samstag zwei Gesichter präsentiert“, erklärt der erfahrene Coach, der mit seinem neuen Team zum Zeitpunkt des ersten Punktspiels lediglich drei Trainingseinheiten absolviert hatte. „Die erste Halbzeit war für mich ein Schock. Die Jungs haben keinen Mut und keine Struktur gezeigt. Es war ersichtlich, dass sie ihre Aufgaben nicht verstanden haben“, erklärt Khosravinejad. „Wir haben in der Pause dann umgestellt, sind von einem 4-4-2 auf ein 4-3-3 gegangen, da wir offensiver agieren wollten. Ich habe den Jungs gesagt, dass sie an ihre Grenze gehen müssen.“

„Die Mannschaft hat mir ein Signal gegeben“

Was Khosravinejad dann nach dem Seitenwechsel sah, ließ ihn erstmals für seine neuen Schützlinge schwärmen. „Das war sehr gut, eine ganz andere Mannschaft. Die Spieler haben alles gegeben, haben umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten – 1A.“ Acht bis zehn Torchancen der Lübecker blieben auch deswegen ungenutzt, da Leander Hoppenrath im Tor der Hausherren seine Mannschaft mit der ein oder anderen Glanztat im Spiel hielt. „Die Mannschaft hat mir ein Signal gegeben: ‚Hey Trainer wir haben etwas drauf, du brauchst nur Geduld’“.

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Extraschicht am Feiertag

Und ein weiteres Zeichen setzte die Mannschaft gleich drauf. Auf die Frage, ob man sich am Montag trotz Feiertags zum Training treffen und darüber hinaus eine dreistündige Extraschicht absolvieren wolle, meldeten alle Spieler, dass sie mitmachen würden. So bekam der „Tag der Einheit“ beim JFV eine ganz neue Bedeutung, ab 12 Uhr ging es nach taktischen Besprechungen für eine intensive Session auf das Grün. „Die Jungs waren danach fix und fertig, aber alle haben auf die Zähne gebissen“, zeigte sich der Trainer stolz und gibt die Marschroute für die nächsten Wochen vor.

Hat seine Arbeit beim JFV Lübeck aufgenommen: U19-Trainer Mohammad Reza Khosravinejad an der Travemünder Allee.

Hat seine Arbeit beim JFV Lübeck aufgenommen: U19-Trainer Mohammad Reza Khosravinejad an der Travemünder Allee.

„In der Ruhe liegt die Kraft. Es geht jetzt in erster Linie um die Ausbildung und darum, als Team zusammenzuwachsen und damit meine ich nicht nur die Spieler auf dem Feld, sondern alle Beteiligten. Für uns ist es besonders wichtig, eine solide Defensive zu etablieren“, erklärt Khosravinejad, dessen Team in sechs Spielen fünfzehn Gegentreffer hat hinnehmen müssen und am kommenden Wochenende (So., 15 Uhr, Travemünder Allee) auf den JFV Calenberger Land trifft, der mit dem VfL Osnabrück die beste Abwehr der Liga stellt.

Informationen über den Gegner hat sich der im Hamburger Fußball gut vernetzte 45-Jährige (trainierte beim HSV, in Halstenbek, Elmshorn, Wilhelmsburg und Rahlstedt) bereits beim Ligaprimus vom Eimsbütteler TV eingeholt, der Calenberger Land am Wochenende mit 3:1 schlagen konnte.

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Von Bend Strebel

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