Amateurfußball

SC Rapid III mit 43:0-Sieg die Nummer eins in Deutschland!

Ausschnitt aus dem Spiel Rapid III gegen FSG Trave-Land

Ausschnitt aus dem Spiel Rapid III gegen FSG Trave-Land

Lübeck. Mit sage und schreibe 43:0 besiegte der SC Rapid Lübeck III die FSG Trave-Land in der Kreisklasse C am Sonntag um 12.30 Uhr auf dem Kunstrasenplatz am Kasernenbrink. Ein Ergebnis, so klar wie historisch: Laut den offiziellen Daten von fussball.de hat kein Verein in der Saison 2022/23 im gesamten Bundesgebiet bisher höher gewonnen! Auch die insgesamt 59 Tore, die Rapid III nun auf dem Konto hat, sind deutschlandweiter Bestwert. Aber wie kam es zum Mega-Kantersieg?

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Freundschaftliches Verhältnis

„Ich habe meine Mannschaft wie immer normal auf das Spiel vorbereitet. Der Gegner ist erst eine halbe Stunde vor dem Spiel eingetroffen und hatte nur sieben Spieler dabei. Das habe ich niemals erwartet und ist schon sehr ungewöhnlich“, sagt Gio Ficara, Trainer vom SC Rapid Lübeck III den LN. Vor dem Spiel kam die FSG gar „mit einer Bierkiste zu uns und hat sich entschuldigt, dass sie nur mit so wenig Spieler angereist sind“, sagt Ficara weiter. Laut Olaf Gnech, Spartenleiter bei FSG-Kooperationspartner TuS Fahrenkrug, der selbst als Trainer der Mädchenmannschaft unterwegs war und von dem Ergebnis erst am Abend erfuhr, kam eine Absage „offenbar nicht in Frage, weil dann ja auch eine Geldstrafe fällig wird“.

Es ging also mit neun Mann (Rapid III) gegen sieben Mann auf den Platz. Nach 23 Minuten führte Rapid III bereits mit 8:0, allein Onurhan Kilic erzielte die Hälfte der Treffer. Bis zur Halbzeit ging es munter weiter: 17:0. „Vielleicht hätte ich anders reagieren und zwei Leute vom Platz nehmen sollen“, sagt Ficara. „Wir haben einen so großen Kader, da wollte ich jedem Spieler Spielzeit ermöglichen. Wir haben dem Gegner Respekt gezollt. Ich habe meinen Jungs in der Halbzeitpause nochmals gesagt und sie ermutigt, dass wir weiter sehr fair spielen wollen.“

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Teams lassen Abend zusammen ausklingen

24:0 stand es in der 61. Minute. Im Spiel verletzte sich auch noch ein FSG-Akteur. „So wie ich jetzt hörte, wollte der Schiedsrichter die Partie vorzeitig abbrechen, da sich ein Spieler von uns noch verletzt hat. Was aber nur bei einer 11er Mannschaft möglich wäre. Bei einer 9er Mannschaft müssen mindestens fünf Spieler auf dem Platz stehen, was der Fall war. Auf diesen Umstand wurde der Schiedsrichter von einem Spieler hingewiesen“, sagt Gnech.

In den letzten 30 Minuten des Spiels fielen die weiteren 19 Tore, das bundesweite Rekord-Ergebnis 43:0 stand fest. Onurhan Kilic war mit neun Treffern der erfolgreichste Torjäger – ausnahmsweise keine bundesweite Bestmarke. Die hält in dieser Saison Maren Schönherr, die für den SV Raadt (Fußballverband Niederrhein) in der Frauen-Kreisliga 23 Mal traf. Nach dem Spiel herrschte aber nicht nur pure Freude am Kasernenbrink, sondern auch Demut. „Respekt für die sieben Spieler, die überhaupt gekommen sind. Der Gegner hätte das Spiel auch absagen können. Wir haben nach dem Spiel dann auch noch eine Bierkiste ausgegeben und saßen mit dem Gegner noch nett gemeinsam bei uns auf der Sportanlage zusammen“, erklärt Ficara.

Von Andreas Breitenberger und Volker Giering

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