Fußball: Kreisklasse A

SG Amt Lensahn und SG Dänisch-Müssen bisher das Maß der Dinge

Die SG Dänisch-Müssen hat die Kreisliga fest im Visier. Trotz Verletzungspech konnte man bislang nahezu komplett überzeugen.

Die SG Dänisch-Müssen hat die Kreisliga fest im Visier. Trotz Verletzungspech konnte man bislang nahezu komplett überzeugen.

Lensahn/Sievershütten. Schon in der vergangenen Spielzeit bewies die SG Amt Lensahn, das durchaus mit ihr zu rechnen ist. Man erreichte Platz Drei und musste lediglich den heutigen zwei Kreisligisten SpVgg Putlos und SC Cismar den Vortritt gewähren. Die Spielgemeinschaft, in der neben dem TSV Lensahn auch der Kabelhorster SSC und der Harmsdorfer SV integriert sind, kann mit Fug und Recht behaupten, dass in der bisherigen Saison 2022/2023 alles wie am Schnürchen läuft. Alle acht Partien konnte man für sich entscheiden. Neben der starken Offensive – die SG steht bereits bei 35 Treffern – beweist man auch in Sachen Abwehrarbeit Kompaktheit und musste erst fünf Gegentore hinnehmen.

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„Jeder wird in Entscheidungen mit eingebunden“

Wir haben uns die momentan so erfolgreiche Mannschaft aus dem Kreis Ostholstein einmal genauer angeschaut. Die Truppe wird seit diesem Sommer von Ole Knorr trainiert. Knorr kann als echtes Lensahner Urgestein bezeichnet werden und schnürt seine Schuhe schon seit dem sechsten Lebensjahr für den Verein. Noch immer ist er aktiver Spieler und konnte schon sechs Tore beisteuern. Unterstützt wird Knorr von Hans Hilbert, der seit vier Jahren beim TSV Lensahn ist. „Allerdings verwaltet sich die Mannschaft quasi von alleine, denn jeder wird in Entscheidungen mit eingebunden“, betont Knorr.

Viele der Spieler kennen sich seit der Jugend

Mit Gianluca Genco – letzte Saison noch Torwart der ersten Mannschaft – verfügt man über viel Erfahrung im Gehäuse. Andre Kuchel hält die Innenverteidigung als Kapitän zusammen und Marek Becker gilt als Staubsauger im defensiven Mittelfeld. In der vordersten Front ist Bujar Krasniqi immer für ein Tor gut, traf ebenso wie Teamkollege Eric Prieß schon sechs Mal. Ole Knorr geht auf die Gründe der Super-Serie ein: „Wir haben viel Erfahrung in der Truppe, gepaart mit einem großen Kampfgeist. Jeder kämpft für den Anderen und die Stimmung im Team ist hervorragend. Ein Großteil hat schon in der Jugend zusammengespielt. Alles in allem sind wir noch breiter aufgestellt als in den letzten Jahren.“

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Nächstes Heimspiel am Sonntag gegen die BSG Eutin

Der Vorsprung auf den Tabellenzweiten SVG Pönitz II beträgt derzeit fünf Punkte, könnte bei einem Sieg der Pönitzer im Nachholspiel aber auf zwei Zähler schrumpfen. Dritter ist der SV Hansühn mit 18 Punkten. Knorr über die direkte Konkurrenz: „Pönitz, Hansühn, Göhl und Riepsdorf sehe ich als sehr starke Konkurrenten. Die nächsten Wochen werden zeigen, wer sich oben festbeißen wird. Gerade die jetzt startende kalte Jahreszeit ist immer sehr entscheidend.“ Auch im nächsten Heimspiel gegen die BSG Eutin, das am Sonntag um 12.45 im Jahnstadion ausgetragen wird, möchte man das Feld gegen den Tabellenelften als Sieger verlassen.

SG Dänisch-Müssen die Torfabrik der Liga

Wirft man einen Blick auf die Tabellen der A-Klassen, fällt aber nicht nur die starke Form der SG Amt Lensahn auf. Ein weiteres Team eilt in diesen Wochen von Sieg zu Sieg. Die Rede ist von der SG Dänisch-Müssen aus dem Segeberger Kreis. Das Team, das seine Heimspiele im Waldstadion in Sievershütten bestreitet, steht nach acht Spielen bei 22 von 24 möglichen Punkten und ist ebenfalls Erster. Dabei ist gerade die Offensivbilanz beeindruckend, denn die SG durfte schon 41 Mal über einen erfolgreichen Abschluss jubeln. Nach Rang Vier im Vorjahr kommt dieser sportliche Aufwärtstrend jedoch nicht völlig unerwartet, denn die SG Dänisch-Müssen ist mit Spielern gespickt, die über deutlich höherklassigere Erfahrung verfügen.

An Erfahrung mangelt es definitiv nicht

Schon in der Vorsaison machte die Spielgemeinschaft mit den Zusagen von Malcolm Schauer, Thore Kreuzaler und Lasse Oosting (alle ehemals SSC Phoenix Kisdorf) von sich reden. In diesem Sommer kamen mit Bente Bruhn und Jannik Holz vom TSV Bordesholm sogar zwei oberliga-erfahrene Fußballer dazu. Zudem freute sich Trainer Thomas Dybowski über den Wechsel von Keyan Lohse, ebenfalls ehemaliger Kisdorfer Ligaspieler. Auch der Ex-Hartenholmer Arved Käselau spielte vor seiner zweijährigen Fußballauszeit in Ober- und Landesliga.

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Saisonaus für Jannik Holz nach Kreuzbandriss

In der laufenden Saison zeichnet die SG unter anderem die Vielfalt an Torschützen auf. Mohssine Zaifri netzte schon acht Mal, aber auch Jannik Holz und Hannes Gröhn, die bei sieben und sechs Buden stehen, bewiesen ihre Treffsicherheit. Holz wirkte dabei gerade mal in drei Begegnungen mit. Dybowski über die aktuelle Situation: „Uns wurde von Anfang an etwas die Favoritenrolle zugeschoben, wo man bei der Kaderqualität auch nicht dran vorbeikommt. Wir haben uns wirklich bockstark verstärkt und schon davor hatten wir einige Jungs, die gut kicken können. Den harten Kern haben wir beibehalten. Wir haben eine richtig gute Stimmung in der Mannschaft. Leider sind wir echt verletzungsgebeutelt, sodass die Neuzugänge zum Teil gar nicht auf dem Platz sind. Jannik Holz hat sich im dritten Spiel das Kreuzband gerissen und fällt die ganze Saison aus. Nun hat sich auch noch Thore Kreuzaler die Bänder angerissen. Bente Bruhn ist angeschlagen und Keyan Lohse fällt wegen einer Schultereckgelenksprengung lange aus. Wir sind sogar schon am überlegen, ihn nochmal zurückzuholen, weil wir momentan echt Not am Mann haben. Da wird sich der Charakter der Truppe zeigen, ob wir das Fehlen von vier oder fünf Qualitätsspieler auffangen können. Die Spiele gegen Hartenholm II (Freitag, 30. September, 20.00 Uhr) und Delingsdorf (Sonntag, 09. Oktober, 16.00 Uhr) werden echt harte Nummern. Hartenholm hat zwar einen schlechten Start gehabt, ist an sich aber eine überragende Truppe und auch Delingsdorf ist ganz oben mit dabei.

Thomas Dybowski warnt vor dem TuS Hartenholm II

Aber auch andere Mannschaften, die momentan hinter der SG Dänisch-Müssen platziert sind, hat der Trainer durchaus auf dem Schirm: „Ich denke, dass es ein sehr umkämpftes Feld wird. Kaltenkirchen II, Henstedt-Ulzburg II und Delingsdorf schätze ich als ärgste Verfolger ein. Aber auch Hartenholm, obwohl sie punktemäßig etwas hinterher hinken, darf man keineswegs vergessen. Wir wollen uns schnellstmöglich absetzen, damit wir da nicht mitten ins Getümmel kommen. Es wird wohl ein sehr enges Rennen an der Spitze.“

Von Hendrik König

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