Fußball: Kreisliga Ost

Spannung in Oldenburg: OSV II und SG Insel Fehmarn trennen sich 4:4

Seine zwei Tore aus der ersten Halbzeit reichten am Ende nicht ganz für die erhofften drei Punkte: Oldenburgs Julian Brauer.

Seine zwei Tore aus der ersten Halbzeit reichten am Ende nicht ganz für die erhofften drei Punkte: Oldenburgs Julian Brauer.

Oldenburg i.H. Oldenburger SV II – SG Insel Fehmarn 4:4

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Nach der Absage der Partie zwischen dem SV Fortuna Bösdorf und dem TSV Malente, die für Samstag angesetzt war, stand fest, dass an diesem letzten Spieltag in 2022 nur noch eine Begegnung in der Kreisliga Ost über die Bühne gehen würde. Das Mittelfeld-Duell zwischen dem Sechsten und dem Siebten fand zwar keinen Sieger, doch das torreiche Match war jederzeit spannend und endete 4:4.

SG Insel Fehmarn kommt vor der Pause zwei Mal zurück

OSV-Coach Jens Theuerkauf durfte aufgrund seiner roten Karte aus dem Spiel gegen Bösdorf (1:1) nicht auf der Trainerbank Platz nehmen und konnte sich das Spiel aus einem anderen Blickwinkel ansehen. Die Heimelf war anfangs das bessere Team, das dem Spiel schnell seinen Stempel aufdrücken konnte. Man belohnte sich nach schöner Vorlage von Kevin Zielinski mit dem 1:0 durch Julian Brauer nach exakt einer Viertelstunde. Nach einer Ecke, die man nicht konsequent verteidigen konnte, fing man sich jedoch das 1:1. Der Schuss von Levin Demtröder (33.) wurde perfekt getroffen und landete unhaltbar im Kasten. Es folgten Tore im Minutentakt. 36 Minuten waren von der Uhr, da hieß es Bräuer auf Brauer. Nach einem Einwurf verlängerte Dennis Bräuer und wieder stand Julian Brauer goldrichtig. Auch das zweite Tor der Insulaner resultierte aus einem Eckstoß. Als letzter Mann war mit Jan-Hendrik Seefeldt ein Oldenburger am Ball – Eigentor und 2:2.

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Nur ein Punkt – mal wieder

Auch nach dem Pausentee war der Oldenburger SV II das aktivere Team, das deutlich besser aus den Katakomben kam. Der aufgerückte Innenverteidiger Lars Brunner besorgte in der 50. Minute die erneute Führung zum 3:2. Nach dem 4:2 von Jan-Eric Kränzke (55.) - per Traumtor aus der Drehung direkt in den Winkel – schien das Pendel endgültig zugunsten der Oldenburger auszuschlagen. Das Verschwenden von Torchancen wurde der zweiten Herren aber zum Verhängnis und so kam Fehmarn durch das 4:3 von Ibrahima Sylla (71.) wieder bis auf ein Tor heran. Danach scheiterten Jan-Hendrik Seefeldt, der eingewechselte Niclas Schoth sowie Dennis Bräuer freistehend vor dem Kasten der Gäste. Auf aus OSV-Sicht umstrittene Art und Weise fiel dann sogar das 4:4 in der ersten Minute der Nachspielzeit: Torwart Mike Benecke hatte einen Ball eigentlich schon abgefangen, da stemmte sich SG-Joker Yannic Slowy dagegen. Nach Einschätzung von Trainer Theuerkauf wurde Benecke der Ball aus den Händen geköpft, anschließend von Slowy mit der Hand kontrolliert und dann ins Tor bugsiert. Im Endeffekt muss man sich dennoch an die eigene Nase fassen, dass man aus diesem Spiel aufgrund der ungenügenden Effizienz nach dem 4:2 und 4:3 nicht als Sieger hervorging. Beide Mannschaften haben sich in den letzten Wochen als echte Remis-Könige erwiesen. Oldenburg spielte in den letzten vier Wochen drei Mal Unentschieden. Fehmarn toppt diesen Wert sogar noch. Die SG Insel teilte sich in gleich fünf von sieben Partien die Punkte mit dem Gegner und tritt weiter etwas auf der Stelle.

„So fühlt es sich fast wie ein Sieg an, wenn man drei Mal hinten lag. Wir haben als komplette Einheit gefightet“

Jens Theuerkauf (Oldenburg): „Wir kamen wirklich gut ins Spiel, sodass wir die verdiente Führung zum 1:0 markierten. Nach einer Ecke, die nicht richtig geklärt werden konnte, schoss Fehmarn durch einen Sonntagsschuss das 1:1. Wir lassen uns davon aber nicht beeindrucken und machen weiter. Nach einem Einwurf machen wir das 2:1. Wiederum nach einer Ecke kommt Fehmarn durch ein Eigentor zum 2:2. Eigentlich hatte Fehmarn nur eine Torchance und schießt zwei Tore. Wie wir uns vorgenommen hatten, kommen wir mit viel Schwung aus der Kabine und kommen früh durch den aufgerückten Lars zum 3:2. Fünf Minuten später macht Jan-Eric mit einem Traumtor das 4:2. Das Spiel schien entschieden, aber wir lassen in der Folge mehrere Chancen zum fünften Tor aus und bekommen dann das 4:3. In der Folge müssen wir unbedingt das 5:3 machen. So kommt es, wie es kommen musste. Viel irregulärer als das 4:4 kann ein Tor nicht sein. Ich hatte den Eindruck, dass sogar der Torschütze überrascht war, als das Tor zählte. Wir waren über die gesamte Spielzeit das klar überlegene Team, konnten aber den Sack nicht zumachen. Fehmarn war halt sehr effizient im Nutzen seiner Möglichkeiten, sodass sie sich durch Kampf und Einsatz diesen Punkt wohl verdient haben. Allerdings darf uns das nicht passieren.“

Fabian Plöger (Fehmarn): „Freitags in Oldenburg weißt du nie genau, was für eine Truppe dich erwartet. So war es auch dieses Mal mit vier Jungs aus der Oberliga. Die ersten 20 Minuten sind wir nicht gut reingekommen und waren oft zu spät. Trotzdem sind wir dann mit einem 2:2 in die Kabine gegangen. Das 3:2 war aus unserer Sicht klar Abseits und das 4:2 fällt durch einen Distanzschuss. Dann aber ein großes Kompliment an meine Mannschaft, die immer weiter gekämpft hat. Wir haben dann auch auf Dreierkette umgestellt, wodurch Oldenburg natürlich zu guten Kontern gekommen ist. Wir haben es hinten aber auch gut verteidigt und waren immer irgendwie dazwischen. Nach dem 4:3 haben wir Lunte gerochen. Jeder hat sich reingehauen und wir haben einfach dran geglaubt, dass wir auch aus Oldenburg mit einer verstärkten Truppe etwas holen können. So fühlt es sich fast wie ein Sieg an, wenn man drei Mal hinten lag. Wir haben als komplette Einheit gefightet. Nun heißt es Kraft zu tanken und sich zu erholen. Wir hoffen, dass einige angeschlagene Spieler zum Start der Rückrunde wieder richtig fit sind und wollen unsere Remis-Serie mit einem Dreier gegen Cismar durchbrechen.“

Von Hendrik König

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