Fußball-Verbandsliga Süd-Ost

SV Azadi Lübeck bremst SG Sarau/Bosau aus

Konnte mit seiner Mannschaft drei Punkte bei der ambitionierten SG Sarau/Bosau mitnehmen: Dirk Kohlmann, Trainer des SV Azadi.

Konnte mit seiner Mannschaft drei Punkte bei der ambitionierten SG Sarau/Bosau mitnehmen: Dirk Kohlmann, Trainer des SV Azadi.

Hamberge/Sarau/Lübeck/Pönitz. SV Hamberge – TSV Lensahn 4:1. "Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. Schön anzusehen war es nicht, aber am Ende fahren wir die Punkte ein", brach Hamberges Trainer Kambiz Tafazoli die etwas mehr als neunzig Minuten herunter. Hatten die Lensahner die Vorstöße der Hausherren im ersten Durchgang durch tief stehende Defensivreihen abwehren können, führte ein Hamberger Konter nach einer TSV-Ecke zum 1:0. Patrick Dombrowski im Tor der Stormarner schlug den Ball geistesgegenwärtig nach vorne, wo Bastian Beth das Duell gegen den einzigen absichernden Lensahner gewann und zur Führung traf (51.). Einen Elfmeter nach Foul an Beth nutzte Niclas Erik Lange zum 2:0 (78.), ehe Lensahn in Person von Thorben Ortwin Ratje verkürzen konnte (82.). Ein weiterer Foulelfmeter, den dieses Mal Kastriot Veselaj rausholte und wieder Lange verwandelte (89.), brachte die Vorentscheidung, Veselaj köpfte nach Flanke von Behrens in der Nachspielzeit schließlich zum 4:1-Endstand ein (90.+1). "1:4 klingt hoch, aber es war knapp, wir haben ein gutes Spiel gemacht, auf jeden Fall viel besser, als letzte Woche gegen Sarau", befand Lensahns Trainer Christian Ippig. "Leider belohnen wir uns nicht für eine tolle Leistung, die Elfmeter sind beide absolut berechtigt."

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SG Sarau/Bosau – SV Azadi Lübeck 1:3.Nachdem der Ratzeburger SV am Freitag seine erste Saisonpleite hinnehmen musste (1:4), hatte die Spielgemeinschaft die Chance, mit einem Sieg gegen den SV Azadi nach Punkten mit den Lauenburgern gleichzuziehen. Stattdessen nahm der Aufsteiger die drei Punkte mit nach Lübeck. "Ich bin hochzufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft, unser Matchplan ist aufgegangen", freute sich Azadis Trainer Dirk Kohlmann, der befand, dass die Gäste einer spielstarken Elf aus Sarau die Freude am Fußballspielen genommen hatte. Maurice Karro, mit nun sechs Treffern drittbester Schütze der Liga, hatte zwei Lübecker Nadelstiche in Tore umgemünzt (22., 60.), bevor der wie Marvon Obenaus weitestgend abgemeldete Jannik Niebergall für die Gastgeber auf 1:2 verkürzte (69.). "Wir sind nochmal rangekommen, haben dann aufgemacht und am Ende noch das 1:3 bekommen", berichtete SG-Trainer Robertino Borja im Hinblick auf das dritte Tor des SV, das Nauzad Hassan markierte (90.+6). Borja bilanzierte weiter: "Im Endeffekt ist das eine verdiente Niederlage. Wir sind nicht so gut in die Partie gekommen, wie in den letzten Wochen und haben die erste Halbzeit leider total verpennt. Azadi wird die Liga noch an anderer Stelle aufmischen."

VfL Vorwerk – TSV Neustadt 2:1. Nach der 0:7-Klatsche vom vergangenen Wochenende zeigten die Lübecker vor heimischem Publikum ein gänzlich anderes Gesicht. "Das war ein verdienter Sieg. Wir hatten viel mehr Ball- und Toraktionen", zeigte sich Benjamin Schramm, Trainer des VfL, zufrieden. Ein Diagonalball aus dem hochkarätig besetzten Mittelfeld der Hausherren war bei Torjäger Selim Sarikoc gelandet, der sich das 1:0 nicht nehmen ließ (25.). Das zwischenzeitliche 2:0 für die Lübecker fiel per Strafstoß. TSV-Tormann Klaus-Peter Kröger hatte Abdullah Sahin im Sechzehner zu Fall gebracht, der Gefoulte nahm sich den Ball und traf vom Punkt (61.). In der Nachspielzeit fiel auch das Tor der Neustädter durch einen Elfmeter, Tom Gutsch zeigte sich nervenstark (90.+2). "Durch das Gegentor ist es dann aber nicht mehr spannend geworden", ordnete Schramm ein, der nach dem Spiel noch mit seiner Mannschaft zusammensaß. TSV-Trainer Mark Klukas sprach seinen Schützlingen trotz der Niederlage ein großes Lob aus. "Was die Jungs hier heute abgerissen haben, ist einfach nur Wahnsinn. Ich und mein Trainerkollege Tony Böhme sind wirklich stolz auf die Jungs. Wir sind mit einem geschwächten Kader hier angekommen und haben ins ehrlich gesagt keine Hoffnungen gemacht. Am Ende treffen wir zwei Mal Aluminium und bei einem Unentschieden hätte sich hier keiner beschweren können."

SVG Pönitz – SC Rapid Lübeck 0:0. Zwei nominell spielstarke Mannschaften, aber keine Tore sahen 110 Zuschauer an der Lindenstraße. Die Gäste, die bereits in den ersten zwanzig Minuten zielstrebiger zum Tor des Gegners spielten, investierten viel und haderten nach dem Abpfiff mit der Punkteteilung. "Das waren zwei verlorene Punkte heute. Wir haben Pönitz hoch gepresst, eine starke Einstellung an den Tag gelegt, so wie es sich gehört, waren präsent in den Zweikämpfen und haben uns einige klare Torchancen erspielt. Dabei haben wir nur eine dicke Torchance zugelassen, die wir selber noch per Kopf vorgelegt haben", resümierte Rapids Trainer Christian Arp. Sein Kollege auf der Gegenseite konnte mit dem Punkt besser leben: "Rapid hat uns nicht wirklich ins Spiel kommen lassen, obwohl wir durch Herzog und Alonso auch unsere Chancen hatten. Wenn Alonso gegen Ende der Partie nicht querlegt, sondern selbst abschließt, ist vielleicht sogar der Lucky-Punch drin. Insgesamt ist es für uns aber ein gewonnener Punkt", so SVG-Trainer Christian Born. In der 86. sah Dogan Karakurt auf Seiten der Lübecker die Gelb-Rote Karte als er in einer undurchsichtigen Szene den Ball nicht wieder freigab. Arp sprach nach der Partie von einer "Witz-Unterzahl" für seine Mannschaft. "Wir schon ein bisschen enttäuscht über das Ergebnis. Aber so ist Fußball, einen großen Vorwurf, bis auf einige Kleinigkeiten, kann ich meiner Mannschaft nicht machen."

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Von Bend Strebel

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