Kreisliga Süd-Ost

SV Azadi Lübeck marschiert fast unaufhaltsam in Richtung Verbandsliga

Große Freude beim SV Azadi Lübeck am Sonntag. Zurecht, denn das Ziel Verbandsliga ist zum Greifen nah.

Große Freude beim SV Azadi Lübeck am Sonntag. Zurecht, denn das Ziel Verbandsliga ist zum Greifen nah.

Lübeck. Türkischer SV – SV Azadi Lübeck 2:4

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Die Super-Serie des Tabellenführers nimmt kein Ende. Der SV Azadi Lübeck nahm am Sonntagnachmittag erfolgreich Revanche für das 0:2 im Hinspiel und bezwang den Türkischen SV mit 4:2. 150 Zuschauer fanden sich neben dem Kunstrasenplatz am Hansering ein. Beide Teams traten mit voller Kapelle an und konnten jeweils eine volle Ersatzbank mit sieben Auswechslern stellen. Das erste Tor des Tages erzielte jedoch der Gastgeber in Person von Sergen Tarim (22.). Durch einen Doppelschlag von Halo Ali (36./41.) kam Azadi aber schon vor der Pause eindrucksvoll zurück. Aschty Sindy konnte die Führung auf 3:1 ausbauen. Es blieb ein umkämpftes Match, in dem der TüSv erneut durch Tarim (78.) antwortete und herankam. Für den Schlusspunkt sorgte Firat Ertekin in Minute 88. Durch diesen Auswärtsdreier konnte Azadi seinen Vorsprung auf den MTV Ahrensbök auf vorübergehend elf Zähler vergrößern. Die Verbandsliga scheint in diesen Wochen so greifbar wie nie zuvor und sollte das Team in den verbleibenden Spielen nicht komplett einbrechen, spielt man kommende Saison eine Etage weiter oben.

„Alles, was wir im Hinspiel vermissen lassen haben, wurde heute auf den Platz gebracht. Wir haben gekämpft, Leidenschaft und Wille gezeigt“

Mustafa Bayrak (Türkischer SV): "Ein Spiel, was wir heute selbst aus der Hand gegeben haben. Wenn wir nach der 1:0-Führung clever spielen und die Chance zum 2:0 machen, sieht es ganz anders aus. Stattdessen kassieren wir hinten zwei Tore und gehen mit einem Rückstand in die Kabine. In der zweiten Halbzeit waren wir dran und dann kassieren wir das 3:1, was aus unserer Sicht ein ganz klares Foulspiel an unseren Torwart war. Am Ende ist es ein verdienter Sieg für den Gegner. Glückwunsch an Azadi."

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Kordo Mohammad (SV Azadi): "Ein sehr unterhaltsames und schön anzuschauendes Spiel für die zahlreichen Zuschauer. Vielen Dank an den Türkischen SV für das geile Spiel. Über 90 Minuten gesehen kann ich meiner Mannschaft nur ein Kompliment machen. Alles, was wir im Hinspiel vermissen lassen haben, wurde heute auf den Platz gebracht. Wir haben gekämpft, Leidenschaft und Wille gezeigt. Zudem haben wir sehr schöne Spielzüge gehabt und können uns nur vorwerfen, am Ende nicht noch höher gewonnen zu haben bei diesen vielen hundertprozentigen Chancen. Obwohl alle ihre Leistung gebracht haben, möchte ich heute gerne Sahid Wahab hervorheben, der mit seiner Qualität entscheidend war, genau wie Halo Ali mit seinen zwei Toren."

Amara und Cavdarli machen den Unterschied

TSV Schlutup – FC Dornbreite II 2:3

Drei ganz wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt konnte die zweite Herren des FC Dornbreite einheimsen. Dank des knappen Siegs in Schlutup verbessert man sich auf Rang Acht und steht nun zwei Punkte über dem Strich. Das erste Tor in einer mit acht gelben Karten sehr intensiv geführten Partie erzielte Sadok Amara für die Gäste (23.). Ein Strafstoß unmittelbar vor der Pause von Begtullah Cavdarli (44.) brachte den FCD weiter in Richtung drei Zähler. TSV-Coach Mark Seemann reagierte zur Pause mit einem Dreierwechsel, doch in der 54. Minute jubelte Cavdarli erneut. Nach dem 1:3 von Homam Alkhuby nach genau einer Stunde kam nochmal etwas Hoffnung auf. Zwar verkürzte Schlutup durch Lars Böckmann noch auf 2:3, doch das Tor in der Nachspielzeit kam zu spät. Schlutup belegt weiter Platz Fünf und sollte sich bezüglich des Ligaverbleibs keine Sorgen mehr machen müssen.

„Dornbreite hat das Spiel durch die starken Einzelspieler für sich entschieden. Sie haben sich die Tore gegenseitig vorbereitet“

Mark Seemann (Schlutup): "Am Ende eine nicht unverdiente Niederlage. Die erste Viertelstunde waren wir eigentlich besser und hatten auch zwei gute Chancen. Da standen wir gut und waren gut in den Zweikämpfen. Dann kippt das Spiel und das größte Problem war die fehlende Laufbereitschaft. Beim 0:1 werden wir schnell ausgekontert, da sah man die Qualität von Amara. Nach Handspiel fällt das 0:2 per Elfmeter. Dann wieder ein katastrophaler Fehler und wieder spielen es die oberliga-erfahrenen Spieler aus Dornbreite aus. Am Ende verlieren wir die Bälle einfach zu leicht. Wir waren wirklich nicht gut, Dornbreite hat das Spiel durch die starken Einzelspieler für sich entschieden. Sie haben sich die Tore gegenseitig vorbereitet. Sind die nicht dabei, verlieren wir das Ding im Leben nicht. Am Ende wird sich Dornbreite wohl wieder den Klassenerhalt sichern, die Verstärkungen sind ja durchaus legitim."

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Klaudius Michalsky (Dornbreite): "Nach dem Spielverlauf ein verdienter und wichtiger Sieg für uns. Nach dem 3:0 und der Verletzung von Jerk Heickmann haben wir leider komplett die Ordnung verloren. Jerk hat alle wichtigen Zweikämpfe gewonnen. Dazu hat er nicht nur seine Seite zugemacht, sondern hat noch viel Druck nach vorne gemacht. Wir hoffen, dass es nichts ernstes ist und dass er wieder schnell dabei ist. Leider haben wir unsere Konter nicht mehr zielstrebig ausgespielt und unsere Chancen nicht mehr genutzt. Dadurch ist der TSV Schlutup ins Spiel zurück gekommen. Am Ende mussten wir noch zittern. Wir haben aber endlich mal wieder ein Gesicht gezeigt, mit dem wir den Klassenerhalt schaffen können."

SV Fortuna St. Jürgen gewinnt bei Schlusslicht TSV Kücknitz

TSV Kücknitz – SV Fortuna St. Jürgen 0:3

Nach drei Niederlagen in Serie ist auch dem SV Fortuna St. Jürgen endlich wieder ein siegreiches Spiel geglückt. Im Kellerduell am Roten Hahn war es Neuzugang Nico Hoffmann, der die Fortunen in Minute 25 in Front brachte. Nach der Unterzahl, der eine rote Karte für Kücknitz' Kenneth Addai vorausging, machten die Fortunen den Deckel mit zwei Toren in der Schlussphase endgültig drauf. Paul Grewecke (80.) und Benjamin Günther-Schriewer waren erfolgreich. Fortuna ist zwar immer noch Vorletzter, hat aber nur einen Punkt weniger als der ATSV Stockelsdorf.

„Am Ende fahren wir mit drei verdienten Punkten nach Hause und werden auch in den nächsten Spielen als geschlossene Einheit auftreten“

Florian Kleinschmidt (Kücknitz): "Schwache erste Hälfte von uns, daher liegen wir auch verdient zur Pause zurück. Nach der Pause dann ein sehr unglücklicher Platzverweis gegen uns, was es dann in Unterzahl natürlich unfassbar schwer macht. Im Endeffekt schaffen wir es aber auch wieder über 90 Minute nicht, uns Torchancen zu erarbeiten, daher verdienter Sieg für die Gäste."

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André Meese (SV Fortuna): "Direkt zu Beginn des Spiels haben wir das Zepter in die Hand genommen und wollten das Spiel bestimmen, was uns auch sehr gut gelang. Lediglich in der Zielstrebigkeit in unseren Offensivaktionen bzw. Chancenverwertungen hatte es heute ein wenig gemangelt. Dafür haben die Jungs als kompakte Einheit jeden Ball gemeinsam verteidigt und dem Gegner so nahezu keine Torchance zugelassen. Das muss auch der Weg für kommenden Wochen sein, um weitere wichtige Punkte zu sammeln. Am Ende fahren wir mit drei verdienten Punkten nach Hause und werden auch in den nächsten Spielen als geschlossene Einheit auftreten."

Der kommende Spieltag:

Dienstag, 26. April:

19.30 Uhr: MTV Ahrensbök – TSV Pansdorf II

Samstag, 30. April:

14.00 Uhr: ATSV Stockelsdorf – TSV Kücknitz

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16.30 Uhr: TSV Pansdorf II – TuS Lübeck

18.00 Uhr: FC Dornbreite II – Kronsforder SV

Sonntag, 01. Mai:

14.30 Uhr: SV Azadi Lübeck – TSV Schlutup

15.30 Uhr: SV Fortuna St. Jürgen – Türkischer SV

Die Top-Torschützen der Kreisliga Süd-Ost:

1. Maurice Karro (Kronsforder SV): 22

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2. Sergen Tarim (Türkischer SV): 21

3. Danny Cornelius (MTV Ahrensbök): 20

Von Hendrik König

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