Fußball-Oberliga

SV Eichede muss zum starken Aufsteiger FC Kilia Kiel

Die Eicheder um Tom Wittig (l.) sind am Samstag beim Ligaprimus zu Gast.

Die Eicheder um Tom Wittig (l.) sind am Samstag beim Ligaprimus zu Gast.

Eichede. Vier Siege in vier Spielen mit 14:2 Toren: Der FC Kilia Kiel ist das Maß aller Dinge in der Fußball-Oberliga. Dass die Kieler an der Tabellenspitze stehen, kommt nicht überraschend. Schließlich gilt das Team als kein normaler Aufsteiger. Der Traditionsklub ist gespickt mit Kickern, die schon in der Regionalliga gespielt haben. Trainer ist Nicola Soranno, früherer Co-Trainer bei der U23 von Holstein Kiel unter Ole Werner, dem jetzigen Cheftrainer von Bundesligist Werder Bremen.

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Kilia bleibt auf dem Boden

„Wir haben ohne Frage eine Top-Mannschaft mit Potential. Die Mannschaft ist gut, obwohl wir diese für unsere Verhältnisse extrem verjüngt haben“, sagt der Sportliche Leiter Harry Witt den Lübecker Nachrichten. „Wenn wir sagen würden, dass unser Ziel der Klassenerhalt ist, wäre das Blödsinn.“ Der 67-Jährige wehrt sich aber dagegen, dass die Kieler der Topfavorit auf den Titel sind. „Unser Ziel ist es, unter die ersten fünf, sechs Teams der Liga zu kommen. Wir müssen froh und glücklich sein, dass wir dabei sind, und auf eine gewisse Art und Weise auch demütig sein, da wir lange nicht in der höchsten Spielklasse Schleswig-Holsteins dabei waren. Wir sind vor einigen Jahren in der Verbandsliga mit sieben Punkten gestartet, haben den Klassenerhalt geschafft und sind dann zweimal aufgestiegen.“

Witt erwartet „Wundertüte“

Auch Meister SV Todesfelde, TSB Flensburg, Regionalliga-Absteiger Heider SV und den kommenden Gegner SV Eichede schätzt Witt hoch ein. "Die Liga ist sehr ausgeglichen. Jeder kann jeden schlagen. "Todesfelde sehe ich ganz stark, wenn sie alle an Bord haben. Eichede sehe ich immer gut, da sie eine gute Ausbildung in der zweiten Mannschaft als Unterbau und im Jugendbereich haben. Nach dem Umbruch ist das Team eine kleine Wundertüte, auch weil unsere Jungs die Mannschaft nicht kennen", meint Witt. Grund genug, dass sich Soranno die Stormarner beim jüngsten 0:2 gegen Inter Türkspor Kiel persönlich angeschaute.

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Hatten bislang einigen Grund zum Jubeln: Die Kilia-Kicker um Torjäger Serhat Yazgan (2. v.r.).

Hatten bislang einigen Grund zum Jubeln: Die Kilia-Kicker um Torjäger Serhat Yazgan (2. v.r.).

Ein direkter Durchmarsch in die Regionalliga Nord würde für Witt übrigens zu früh kommen. „Dafür haben wir noch nicht das Format und das Umfeld. Da sind andere Vereine wie Todesfelde viel weiter. Wir brauchen wahrscheinlich noch zwei, drei Jahre, um die Mannschaft auch wirtschaftlich aufzustellen“, erklärt der Sportliche Leiter. „Ich habe mich bei Jens Martens (Sportchef beim SV Todesfelde, Anm. d. Red.) erkundigt. Er sagt, dass man in der Regionalliga mindestens einen Jahresetat von 350 000 Euro benötigt. Davon sind wir noch weit weg.“

Kujawski: „Müssen frischer im Kopf sein“

Mit viel Respekt reist der Eicheder Trainer Paul Kujawski in die Landeshauptstadt. „Kilia ist in guter Verfassung. Uns erwartet ein disziplinierter und taktisch guter Aufsteiger, der einen guten Ball spielt und über individuelle Klasse verfügt. Da müssen wir wachsam sein“, fordert der 35-Jährige. Das bittere 0:2 gegen Inter Türkspor Kiel wurde aufgearbeitet. „Wir müssen 90 Minuten konzentrieret spielen und verteidigen. Das Problem war, dass wir angefangen haben, unsauber zu spielen. Wir waren nicht präsent genug, kamen meist zu spät. Wir müssen frischer im Kopf sein.“ Nach dem Spiel geht es zurück nach Eichede zur großen Jubiläumsparty im Ernst-Wagener-Stadion – am liebsten mit drei Punkten aus Kiel.

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