Fußball Oberliga

SV Eichede nach 3:0-Sieg gegen VfB Lübeck II jetzt Zweiter

Eichedes Tom Niklas Wittig erzielte gegen den VfB Lübeck II das zwischenzeitliche 2:0.

Eichedes Tom Niklas Wittig erzielte gegen den VfB Lübeck II das zwischenzeitliche 2:0.

Eichede. Der SV Eichede hat in der Fußball-Oberliga Platz zwei hinter Spitzenreiter FC Kilia Kiel erobert. Die Stormarner gewannen mit 3:0 gegen die Regionalliga-Reserve des VfB Lübeck und sind nun mit einem Punkt Rückstand erster Verfolger des starken Aufsteigers.

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Henry Meyer verliert Duell, spielte aber stark auf

Silas Meyer (21.), Tom Wittig (73.) und Morten Wahl (75.) erzielten die Tore für die Eicheder, bei denen die verletzten Stürmer Kay-Fabian Adam (sieben Saisontreffer) und Maximilian Zoch (vier Saisontreffer) fehlten. Das Bruderduell konnte also Silas Meyer (21) für sich entscheiden. Sein jüngerer Bruder Henry Meyer (19), der nach der Auswechselung vom Ex-Eicheder Lasse Lahrtz die Kapitänsbinde der lübschen U23 übernahm, machte ein gutes Spiel und zeigte sich vor allem bei den gegnerischen Standards enorm kopfballstark.

Silas Meyer erfreut über gute Teamleistung

„Ärgerlich, wir haben das Spiel nach dem 0:1 lange offen halten können. In der zweiten Halbzeit sind wir einmal unaufmerksam gewesen und kriegen das 0:2. Danach waren wir nicht mehr konzentriert“, sagte Henry Meyer nach der umkämpften Partie, während die Gastgeber im Hintergrund den fünften Sieg in Folge im Mannschaftskreis lautstark feierten. „Erste Halbzeit war wie erwartet. Das war ein anstrengendes und schnelles Spiel. Beide Mannschaften sind nach vorne, was wir eigentlich verhindern wollten“, erklärte Silas Meyer. „Wir haben aber zur richtigen Zeit die richten Akzente gesetzt. Normal müssen wir mit einem 2:0 in die Halbzeit gehen. Im Endeffekt machen wir es hinten wieder gut und lassen nichts zu. Der Sieg ist auch in der Höhe verdient. Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung.“

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Die Brüder Henry und Silas Meyer nach dem Spiel.

Die Brüder Henry und Silas Meyer nach dem Spiel.

Vierfach Aluminium

Die ganze Familie Meyer war im Ernst-Wagener-Stadion. Nach dem Spiel ging es nach Pansdorf zum gemeinsamen Grünkohlessen bei Oma Bärbel und Opa Rolf Meyer. Für Gesprächsthema sorgte das 1:0 von Silas, der nach einer Ecke von Evgenij Bieche aus der Drehung ins rechte Eck erfolgreich war. In der 36. Minute knallte er einen Freistoß aus 20 Metern an den rechten Pfosten. Gleich zweimal Aluminium traf Aaron Gehrken (40., 45.). Wie auf der anderen Seite VfB-Stürmer Oskar von Esebeck, der nach einem Zuspiel von Lahrtz den Ball an die Latte bugsierte (38.). So lebte die Begegnung vor 192 Zuschauern von der Spannung. Für die Vorentscheidung sorgte dann Wittig, der nach einem diagonale Befreiungsschlag von Wahl auf der rechten Seite nicht zu halten und flach ins rechte Eck erfolgreich war.

Meyer mit Abschlusspech

Der Widerstand der tapfer kämpfenden Gäste war gebrochen. Wahl erhöhte schließlich per Strafstoß, nachdem Gehrken zuvor im Strafraum gefoult wurde. Pech hatte Henry Meyer mit einem Heberversuch über den insgesamt beschäftigungslosen SVE-Torwart Marcel Gevert (84.). Die Gastgeber hätten höher gewinnen können. So vergab der eingewechselte Gerret Grage eine weitere Großchance (87.). "Der VfB hat es gut gemacht und uns taktisch gefordert. Da mussten wir uns wirklich was einfallen lassen im Spielaufbau", resümierte SVE-Trainer Paul Kujawski, "im letzten Drittel hatten sie nicht viele Aktionen. Wir müssen halt früher die Tore machen und können das 4:0, 5:0 machen. Wir haben die ausgefallenen Offensiven gut kompensiert."

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Morten Wahl trifft per Strafstoß zum 3:0 und lässt Torwart Christopher Barkmann keine Chance.

Morten Wahl trifft per Strafstoß zum 3:0 und lässt Torwart Christopher Barkmann keine Chance.

VfB-Trainer Kjär verärgert

"Es ist immer ärgerlich, wenn man lieb und nett Fußball mitspielt, man Ende aber immer diese zehn, 15, 20 Prozent fehlen, die es ausmachen, so einen richtigen Herrenfußball zu spielen", haderte VfB-Trainer Nils Kjär, der mit Jan Lippegaus und Fawaz Kassimou auf zwei Spieler aus dem Regionalliga-Kader zurückgreifen konnte. "Das ist diese letzte Entschlossenheit und letzte Überzeugung, den Pass richtig anbringen zu wollen. Von daher waren es krasse individuelle Fehler, die zu den Gegentoren führen. Wir standen zu offen und waren taktisch zu undiszipliniert. Das sind dann Sachen, die zu solche einer Niederlage führen. Eichede ist eben effektiv und spielt seinen aggressiven Spielstil."

Schöne Geste: Vor dem Spiel überreichte VfB-Kapitän Lasse Lahrtz dem Eicheder Kapitän Nico Fischer eine Fotocollage anlässlich des 75-jährigen Jubiläums des Dorfklubs.

SV Eichede: Gevert – Vollrath, Reimers, Ostermann, Fischer – Ehlers (61. Grage), S. Meyer – Wittig (77. Hasselbusch), Wahl (83. Gelzer), A. Gehrken (88. Knaak) – Bieche (83 Baake)

VfB Lübeck II: Barkmann – Flach (76. Hill), Freitag, Rasgele, Lippegaus – H. Meyer, Adou, Kassimou (82. Akcicek) – Lahrtz (56. Varol), von Esebeck, Erfurth (76. Jacob)

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