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Fußball-Oberliga

SV Todesfelde: 4:0 über Eckernförde und jede Menge Sentimentalität

Dennis Studt verabschiedet sich bei seiner Auswechslung von den Fans.

Dennis Studt verabschiedet sich bei seiner Auswechslung von den Fans.

Todesfelde. Es war der letzte Aufgalopp in der Oberliga-Saison 2021/2022 und tabellarisch gesehen ein echtes Spitzenspiel. Spitzenreiter SV Todesfelde empfing den Tabellenzweiten aus Eckernförde, der dem SVT im Hinspiel eine empfindliche 0:3-Pleite beibrachte. Noch vor dem Treffpunkt drehte das Team gegen 10.30 Uhr auf einem Traktor-Anhänger eine Runde durchs Dorf, feierte die Meisterschaft. Die beinahe obligatorische „Dorfrunde“ drehen die Blau-Gelben häufig bei derlei Ereignissen oder vor wichtigen Spielen.

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Quartett nimmt den Hut

Schon vor dem Spiel wurden mit Physiotherapeut Jirair Mherjan, Torhüter Lukas Benner (Ziel unbekannt), sowie Christian Jaacks und Dennis Studt (beide eigene U23) vier verdiente Teammitglieder verabschiedet. Studt und Jaacks spielten sogar von Beginn an, wobei „Studti“ die Ehre zu Teil wurde, das Team als Kapitän aufs Feld zu führen.

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Studt spielte elf Jahre lang für den SV Todesfelde, durchlief von 1996 an alle Jugendmannschaften des Klubs. Nach 266 Spielen und 97 Treffern war vor Spielbeginn klar, dass sein 267. Spiel das letzte sein sollte. Jaacks spielte seit 2016 in Blau-Gelb. Für ihn war es heute das 103. Spiel im Trikot des SV Todesfelde. In den kommenden Jahren sollen beide die 2. Mannschaft (derzeit Verbandsliga) unterstützen und helfen, einen nachhaltig starken Unterbau für die Liga zu bilden.

Ansgar Brinkmann gratuliert Böhm

In der Halbzeitpause gratulierte kein Geringerer als der „Weiße Brasilianer“ Ansgar Brinkmann dem Todesfelder Vereinspräsidenten Holger Böhm per Videobotschaft zum 60. Geburtstag. Ex-Schiedsrichter Böhm pfiff seinerzeit das Abschiedsspiel von Brinkmann auf der Bielefelder Alm und verwies ihn in der 85. Minute abgesprochenerweise per Roter Karte des Feldes. Danach wurde das Spiel beendet. „Das war das größte Ereignis meines fußballerischen Lebens“, erinnert sich Böhm im Gespräch mit LN-Online. Außerdem wurden in der Halbzeitpause einige Ehrungen vorgenommen. Unter anderem wurde der erst elfjährige Ben Elpel für herausragendes ehrenamtliches Engagement geehrt. Dies geschah auf Initiative von „Tofe“-Hauptsponsor Bernd Jorkisch. Der aufgeschlossene und hilfsbereite Werder-Fan engagierte sich unter anderem stark im Rahmen der Flüchtlingshilfe für Menschen aus der Ukraine. Auf Einladung des SV Todesfelde waren zudem zahlreiche Bürgermeister der Segeberger Gemeinden vor Ort.

Emotionaler Abschied von Dennis Studt

Im zweiten Durchgang stellte der SV Todesfelde nach einer Stunde auf 2:0. Torschütze – wie sollte es anders sein – Dennis Studt. Nach Flanke von Emanuel Bento traf er per Kopf ins lange Eck. Es war sein 98. und somit letzter Treffer. Dieses Tor löste Jubelstürmer im mit knapp 400 Zuschauern gut gefüllten Joda-Sportpark aus. „Die Leute haben sich übereinander geworfen“, beschreibt Böhm die Szenerie. In der 82. Minute wurde Studt ausgewechselt. Die Spieler bildeten ein Spalier und aus den Lautsprechern ertönte „My way“ von Frank Sinatra.

Glückwünsche von Günther

In der Nachspielzeit erhöhten die eingewechselten Rafael Krause (90.+2) und Marco Pajonk (90.+8) auf 4:0, danach war Schluss im Joda-Sportpark. Im Anschluss der Partie übergab SHFV-Präsident Uwe Döring die Meister-Trophäe und via Videobotschaft richtete der aus Eckernförde stammende Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) einige Grußworte an den SV Todesfelde, gratulierte zur Meisterschaft und wünschte viel Glück für die anstehenden Relegationsspiele gegen Concordia Hamburg (29. Mai.), den Bremer SV (1. Juni) und Kickers Emden (5. Juni).

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SVT: Landvoigt – Yilmaz, Schulz, Holm – Jaacks (58. Chaumont), Bento, Sirmais, Blohm (58. Reimers) – Weidemann (72. Böttcher), Liebert (72. Krause), Studt (82. Pajonk).

Von Finn Hofmann

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