Fußball-Regionalliga-Relegation

SV Todesfelde: Der Relegations-Auftakt beim WTSV Concordia in der Nachlese

Pechvogel Kai-Fabian Schulz ist nach seinem Kreuzbandriss lange außer Gefecht gesetzt.

Pechvogel Kai-Fabian Schulz ist nach seinem Kreuzbandriss lange außer Gefecht gesetzt.

Todesfelde. 1:1 zum Auftakt beim WTSV Concordia – da hatte man sich auf Seiten des SV Todesfelde sicherlich mehr ausgerechnet. "Die Chance zu gewinnen, ist relativ hoch", sagte beispielsweise Emanuel Bento vor dem Spiel den LN. Concordia schloss die Hamburger Oberliga immerhin "nur" auf Rang fünf ab, war jedoch der einzige Klub, der für die Regionalliga meldete. Viel wurde im Vorfeld über die Verlegung der Partie auf den Kunstrasen im Stadion an der Hoheluft diskutiert. Für "Cordi" stand nach Aussage von Trainer Frank Pieper-von Valtier der Umbau-Aufwand auf der eigenen Anlage im Sportpark Hinschenfelde in keinem Verhältnis. Deshalb entschied man sich für das Einmieten beim SC Victoria Hamburg.

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Wie hätte sich Concordia auf Rasen geschlagen?

Für Holger Böhm, 1. Vorsitzender des SV Todesfelde ein völlig unverständlicher Vorgang, wie er gegenüber den LN mitteilte: „Sie wissen seit einem Jahr, dass sie Relegation spielen wollen und haben nichts gemacht? Wir haben innerhalb von 14 Tagen ein DFB-Pokalspiel auf unserer Anlage ermöglicht. Ich gehe davon aus, dass sie unbedingt auf Kunstrasen spielen wollten. Dass der Verband das so zulässt und genehmigt, dazu fällt mir nichts mehr ein. Von Vereinsseite aus ist das legitim, ich hätte das aber nicht gemacht. Wir hätten alles dafür getan, solch ein Spiel zuhause spielen zu können! Gewonnen haben sie trotzdem nicht gegen uns. Ich hätte sie gegen uns gern auf Rasen gesehen!“

Kreuzband von Kai-Fabian Schulz wird am Mittwoch operiert

Der künstliche Untergrund stieß im gesamten „Tofe“-Lager auf wenig Gegenliebe, trainiert und spielt man doch ausschließlich auf Naturrasen. Concordia hingegen trainiert Woche für Woche auf Kunstrasen, fühlt sich darauf dank vieler technisch versierter Kicker wohl. Serkan Rinal, Sportlicher Leiter des SVT, sprach im Anschluss der Partie von „Spielchen“, die der WTSV vorhatte. „Sie wussten genau, dass wir auf Kunstrasen nicht optimal sind. Sie hatten sehr, sehr viele Spiele auf Kunstrasen und die typischen Spieler dafür“, sagte er den LN. Zur schweren Verletzung von Abwehrchef Kai-Fabian Schulz dürfte der Untergrund auch seinen Teil beigetragen haben, denn „Schulle“ blieb im Zweikampf ohne Gegnereinwirkung im Boden hängen, überstreckte das Knie. Der Routinier schlug sofort mit schmerzverzerrtem Gesicht laut schreiend auf den Boden, ehe er vom Rettungswagen ins UKE eingeliefert wurde. „Ich habe einen Kreuzbandriss und werde am Mittwoch operiert“, erklärte „Schulle“ auf Nachfrage.

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Einiges aus der verzwickten Situation gemacht

Zum Ende der Partie war „Tofes“ Nummer fünf wieder im Stadion und sah, wie seine Jungs das obligatorische Elfmeterschießen mit 3:0 souverän für sich entschieden. Concordia versagten drei Mal die Nerven vom Punkt (SVT-Keeper Fabian Landvoigt hielt zwei Mal), Todesfeldes Schützen „Manu“ Bento, Christian Jaacks und Christian Rave versenkten sicher. „So geht man zumindest emotional als Sieger vom Platz“, sagte Kapitän Luca Sixtus, der das Spiel aus gesundheitlichen Gründen vor dem TV verfolgte. „Den Start der Partie haben wir verschlafen. Cordi hatte ein Chancenplus und in der zweiten Halbzeit haben uns die Körner gefehlt. Englische Wochen und Ausfälle machten sich bemerkbar. Unter widrigen Umständen bin ich mega stolz auf die Truppe“, ordnete Sixtus ein.

Kommen Mats Klüver und Niklas Stehnck zurück?

Nach dem Spielverlauf muss der SVT mit dem Punkt zufrieden sein. Sowohl in der Anfangsphase der ersten, als auch den überwiegenden Teil der zweiten Hälfte waren die Gastgeber das deutlich aktivere Team, das im 3-4-3 vor allem über die Außenbahnen mächtig Druck erzeugte. Entlastung fanden die Blau-Gelben wenn überhaupt über den sprintstarken Rafael Krause. Torjäger Morten Liebert plagten in der Schlussphase Krämpfe in beiden Beinen. Mit der Verletzung von Schulz verschärfen sich die Personalsorgen beim SVT noch. Auch Sixtus wird nicht zurück kommen. Resthoffnung besteht bei Mats Klüver (Knieprobleme, heute erneuter Termin bei Dr. Ludwig) und Niklas Stehnck (Sprunggelenk).

300 „Tofe“-Fans waren live dabei

Einen besseren Tag als die Mannschaft auf dem Platz erwischten die mitgereisten Fans aus Todesfelde. Rund 300 Blau-Gelbe machten sich mit drei Reisebussen und Autos auf den Weg in die Hansestadt und sorgten für Stimmung. Zum Einlauf wurden im mittleren Stehplatzbereich drei Blockfahnen hochgezogen. Lange nach Schlusspfiff ließ sich die Mannschaft vor der Kurve feiern.

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Bremer SV gegen den SV Todesfelde zum Siegen verdammt

Am Mittwoch geht’s weiter auf neutralem Platz. An der Adolf-Jäger-Kampfbahn von Altona 93 trifft der SVT auf den Bremer SV, der sein erstes Spiel vor heimischer Kulisse gegen die niedersächsischen Kickers Emden mit 1:2 verlor. Mit 98 Punkten und einem Torverhältnis von 152:25 dominierte der BSV die Bremen-Liga. Gegen Todesfelde ist der wieder mal für den DFB-Pokal qualifizierte Klub schon gehörig unter Zugzwang…

Von Finn Hofmann

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