Fußball-Oberliga

SV Todesfelde mit spätem Siegtor bei Husumer Schlammschlacht

Knipste einmal mehr und sicherte „Tofe“ die drei Zähler: Marco Pajonk.

Knipste einmal mehr und sicherte „Tofe“ die drei Zähler: Marco Pajonk.

Husum. Unterm Strich stehen die drei Punkte. So ließe sich das Auswärtsspiel des SV Todesfelde bei der Husumer SV am Samstag wohl abhaken. Auf seifigem, tiefen Rasen war an Fußballspielen wenig zu denken – und so dauerte es bis zur 78. Minute, ehe Marco Pajonk die Blau-Gelben erlöste.

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Zwei kurzfristige Ausfälle

Dass Kapitän Luca Sixtus wegen anhaltender Hüftprobleme nicht mit nach Husum fuhr und mit Henrik Sirmais (krank) und Sören Gelbrecht (Leiste) zwei weitere Stützen fehlten, war im Vorfeld klar. Am frühen Morgen meldeten sich mit Felix Möller und Christian Rave zwei weitere Akteure aus gesundheitlichen Gründen ab. Das Tor hütete Ersatzmann Matthies Meyer, denn Stammkeeper Fabian Landvoigt konnte in der letzten Woche nicht trainieren (Schulterbeschwerden) und nahm auf der Bank Platz. „Dafür haben wir doch einen guten zweiten Mann“, betonte Teamchef Sven Tramm voller Vertrauen.

Husum verkauft sich teuer

Wer spielerische Finesse erwartete, kam angesichts der Husumer Platzverhältnisse mitnichten auf seine Kosten. Stattdessen hatten lange Bälle, Zufälle und Überraschungen Hochkonjunktur. „Das hatte mit Fußball wenig zu tun“, erkannte Tramm und ließ seine Mannschaft, die es im ersten Durchgang spielerisch versuchte, in der zweiten Hälfte einfachen Fußball spielen. Schließlich gelang es den Hausherren – mit bis dato 69 Gegentreffern immerhin die Schießbude der Liga – dem Regionalliga-Aspiranten in Schach zu halten und mit einem 0:0 in die Halbzeit zu gehen. „Husum hat oft im letzten Moment noch einen Fuß dazwischen bekommen“, sagte Tramm. Dabei hatten Til Weidemann, Morten Liebert und Rafael Krause aussichtsreiche Möglichkeiten zur Führung.

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Pajonk erlöst „Tofe“

Zur zweiten Halbzeit kam Kevin Benner für Bento ins Spiel. Benner erzielte eine knappe Viertelstunde nach Wiederbeginn prompt das vermeintliche 1:0 – Schiedsrichter Jan-Christian Meyer erkannte zuvor jedoch auf Abseits bei Pajonk. „In der zweiten Halbzeit haben wir es wesentlich besser gemacht, als in der ersten. Wir haben sehr einfachen und konsequenten Fußball mit langen Bällen gespielt und dadurch drei, vier richtig gute Chancen erarbeitet. Das Tor durch Pajonk war dann verdient“, fand „Trammer“. Zwölf Minuten vor Ende der Partie vollstreckte Pajonk ins lange Eck und erzielte seinen 20. Saisontreffer (78.), führt damit die Torjägerliste im Gleichschritt mit Timo Barendt vom PSV Neumünster an.

SVT hält Schritt mit Eichede und Kilia

Bis auf einen Lattenschuss, sowie eine Eins-gegen-Eins-Situation wurden die Gastgeber dem SVT-Gehäuse nicht gefährlich. Am Ende trat der SV Todesfelde mit drei Punkten im Gepäck die Heimreise an. Wie wichtig der späte Dreier war, wurde spätestens beim Blick auf die anderen Plätze deutlich, denn die Konkurrenz aus Eichede (5:2 bei Inter Türkspor Kiel) und Kilia Kiel (7:0 gegen Risum-Lindholm) machte ihre Hausaufgaben. Mit Blick auf die Platzverhältnisse erklärte Tramm abschließend: "Ich hätte an Husums Stelle heute auch gespielt. Es war klar, dass sie sich gegen uns auf solch einer Koppel mehr ausrechnen. Fast hätte es geklappt."

Die nächste Aufgabe des SV Todesfelde lautet VfB Lübeck II. Am kommenden Sonntag (14 Uhr) gastiert die grün-weiße Regionalliga-Reserve im Joda-Sportpark.

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SVT: Meyer – Chaumont (72. Sabas), Yilmaz, Thiel, Meseberg – Stehnck – Weidemann, Bento (46. Benner), Krause (72. Holst) – Pajonk, Liebert (82. Wolf).

Von Finn Hofmann

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