Kreispokal

SVT Bad Oldesloe jubelt über Halbfinaleinzug und will Saison vergolden

SVT Bad Oldesloe siegte im Pokalviertelfinale nach Elfmeterschießen gegen den klassenhöheren TSV Bargteheide.

SVT Bad Oldesloe siegte im Pokalviertelfinale nach Elfmeterschießen gegen den klassenhöheren TSV Bargteheide.

Bad Oldesloe. Was war das für ein dramatischer Pokalfight: Kreisligist SVT Bad Oldesloe steht wie berichtet nach einem 5:4 nach Elfmeterschießen gegen den klassenhöheren Süd-West-Verbandsliga-Dritten TSV Bargteheide überraschend im Halbfinale des Stormarner Kreispokals und träumt nun von einem Finale im eigenen Stadion gegen Top-Favorit und Titelverteidiger SV Eichede.

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Beide Teams wollten den Sieg

"Das war ein geiler Pokalfight, sehr emotional", schwärmte SVT-Trainer Patrick Matysik noch am darauffolgenden Tag. "Das hat richtig Spaß gemacht und war ein Spiel auf Augenhöhe. Beide Teams waren sehr gierig und wollten unbedingt eine Runde weiterkommen. Kompliment an Bargteheide für ein richtig gutes Spiel."

Conic hält entscheidenden Elfmeter

Nach 90 Minuten stand es 1:1 durch die Tore von Jan Luca Schulz (25.) und Veysel Kara (36.), so dass es vor der guten Kulisse von rund 250 Zuschauern in die Verlängerung ging. Dort brachte Srdan Radisic die Platzherren in Führung (95.), ehe der frühere VfB-Lübeck-II-Kicker Malte Kentzler (105. +3) die Bargteheider ins Elfmeterschießen rettete. "Eine Portion Glück gehört natürlich dazu. Wir haben uns im Vorteil gesehen, da wir sichere Schützen haben", sagte Matysik. Nachdem SVT-Torwart Nemanja Conic den letzten Elfmeter von Nico Antoni hielt, kannte der Jubel keine Grenzen mehr.

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Nemanja Conic hält letzten Elfmeter im Pokalviertelfinale

Nemanja Conic hält letzten Elfmeter im Pokalviertelfinale gegen TSV Bargteheide-

Al-Tamemy per Facetime dabei

Die Bad Oldesloer spielten auch für ihren besten Torjäger Noor Al-Tamemy, der sich am Tag des Pokalspiels einer schon länger geplanten Nieren-OP unterziehen musste. Der Profi-Rapper fällt länger aus. "Der Sieg war natürlich auch für ihn. Noor war per Facetime die ganze Zeit dabei", verriet Co-Trainer Kacper Kmiec den LN. Al-Tamemy selbst meinte: "Ich habe mich tierisch gefreut und war sogar aus der Ferne beim Feiern in der Kabine dabei." Dort machte Kara den Anchorman und tanzte in der Mitte der Kabine ausgelassen auf einem Tisch.

Im Halbfinale wieder Heimrecht

Im Halbfinale wartet Süd-Ost-Verbandsligist SV Hamberge (8. November, 19.30 Uhr). Kara & Co. haben als unterklassiger Klub erneut Heimrecht im Kurparkstadion. An einem guten Tag dürfte auch gegen die Truppe vom neuen SVH-Trainer Kambiz Tafazoli etwas drin sein. Im letzten Viertelfinale (18. Oktober) trifft Stadtrivale VfL Oldesloe auf den großen Favoriten aus der Oberliga, SV Eichede.

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Aufstieg als Saisonziel

Es könnte es richtig gute Saison werden für den SVT Bad Oldesloe. In der Kreisliga führt das Team die Tabelle souverän nach acht Spielten mit 22 Punkten (42:9 Tore) vor Verfolger SSC Hagen Ahrensburg II (14 Punkte) an. Lediglich im zweiten Spiel gab es ein 2:2 gegen den VfL Rethwisch, ansonsten wurde alles gewonnen. Der Aufstieg in die Verbandsliga wurde vor der Saison klar als Ziel kommuniziert. "Über die Qualität der Mannschaft brauchen wir nicht sprechen. Wir haben für diese Liga herausragende Spieler. Entscheidend ist jedoch, dass wir jedes Spiel zu einhundert Prozent mit der richtigen Einstellung angehen und unser Herz, wie im Pokal, auf dem Platz lassen", erklärt der Trainer. "Am Ende geht es immer darum, ein Team zu sein und auch so aufzutreten."

Nach dem Einzug ins Pokalhalbfinale fand der Jubel bei SVT Oldesloe kein Ende.

Nach dem Einzug ins Pokalhalbfinale fand der Jubel bei SVT Oldesloe kein Ende.

Große Torgefahr beim SVT Bad Oldesloe

Die Spiele in der Kreisliga seien keine Selbstgänger. "Wir müssen jedes Wochenende alles geben, sonst kannst du auch in dieser Liga stolpern", weiß Matysik. Bester Torschütze ist Al-Tamemy mit 15 Saisontreffern. Zudem hat der regionalligaerfahrene Mittelfeldspieler sieben Tore vorbereitet. Danach folgen der oberligaerprobte Kara (sieben Tore, vier Torvorlagen) und das Ex-Eicheder Sturmtalent Luca Störmer (sechs Tore, neun Torvorlagen). Zu erwähnen ist zudem, dass von 25 Spielern im Kader schon 21 Spieler getroffen haben. "Bei uns kann jeder Tore schießen", betont Kmiec.

Fotogalerie wird immer größer

Nach jedem Sieg wird übrigens ein Jubelfoto des gesamten Teams, wie bei Zweitligist FC St. Pauli, gemacht und in der Kabine aufgehängt. Die Idee dazu hatte der Co-Trainer, "wobei ich das von St. Pauli gar nicht wusste. Ich dachte halt, das wäre mega geil." Die Bad Oldesloer sind auf dem besten Weg eine richtig geile Saison zu spielen.

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