Fußball-Regionalliga

Trainingsauftakt beim 1. FC Phönix Lübeck mit einem alten Bekannten

Kyrylo Matveyev (2. v.r.) beim Trainingsauftakt des 1. FC Phönix im Jahr 2019.

Kyrylo Matveyev (2. v.r.) beim Trainingsauftakt des 1. FC Phönix im Jahr 2019.

Lübeck. Am Montag (27.06.) beginnt die Mannschaft des 1. FC Phönix Lübeck die neue Saison mit dem Trainingsstart. Nachdem am Vormittag organisatorische Dinge anstehen, präsentiert sich das Team den eigenen Anhängern offiziell um 15 Uhr auf dem Flugplatz.

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Matveyev entkam aus Mariupol

Da der neue Kader für die Saison 2022/23 noch nicht komplett ist, sollen sich einige Testspieler vorstellen. Schließlich wollen die Adler auch im dritten Jahr der Zugehörigkeit in der Regionalliga Nord möglichst eine gute Rolle spielen und peilen einen einstelligen Tabellenplatz an. Kyrylo Matveyev muss sich eigentlich nicht vorstellen, da der ehemalige Phönix-Lübeck-Fußballer bekannt ist. Der 26-Jährige hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Nach 14 Einsätzen im Phönix-Dress (ein Tor) verließ der Ukrainer vor zwei Jahren die Hansestadt, um in die Heimat zu gehen. Fast drei Wochen kämpfte er in der mittlerweile fast völlig zerstörten Stadt Mariupol um sein Leben und das seiner Mutter.

Salomon hält Versprechen

Der Kapitän von Zweitligist Yarud Mariupol und Sohn von Oleg Matveyev (51), eine ukrainisch/russische Fußball-Legende, erlebte die bösen Seiten des Krieges (wir berichteten). Mittlerweile ist er wieder sicher in Deutschland angekommen und will sich für einen neuen Vertrag unter Trainer Oliver Zapel empfehlen. "Wenn sich die Situation ändert, steht die Tür bei uns auf", hatte ihm Phönix-Sportdirektor Frank Salomon beim Abschied versprochen. So schließt sich der Kreis für den Ukrainer, der schon am 24. Juni 2019 beim Trainingsauftakt nach seinem Wechsel vom NTSV Strand 08 dabei war.

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„In den letzten Monaten den Ball drei bis vier Mal berührt“

„Kyrylo ist zunächst auf Testbasis dabei. Er hat sich gut weiterentwickelt. Da er zuletzt aber wenig gespielt hat, geht es darum, erstmal Grundlagen zu schaffen. Ich traue ihm durchaus zu, eine gewisse Rolle bei uns zu spielen“, sagt Salomon und ergänzt: „Wir haben immer gesagt, dass unsere Planungen noch nicht abgeschlossen sind.“ Matveyev ist froh, wieder in Deutschland zu sein. „Alles ist nicht so gut, wie wir es gerne hätten, aber schon besser“, sagt der 26-Jährige gegenüber den LN. „Meine Eltern und meine Freundin sind auch bei mir. Ich hoffe, hilfreich zu sein und dem Team zu helfen. Ich brauche sicher noch etwas Zeit, um wieder fit zu werden. In den letzten fünf Monaten habe ich den Ball drei bis vier Mal berührt.“ Salomon hat signalisiert, der Familie zu helfen.

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