Fußball: Kreisliga Ost

TSV Schönwalde obenauf: 8:1-Kantersieg über angeschlagenen TSV Malente

Der TSV Schönwalde ließ seinem Kontrahenten TSV Malente beim 8:1 nicht den Hauch einer Chance.

Der TSV Schönwalde ließ seinem Kontrahenten TSV Malente beim 8:1 nicht den Hauch einer Chance.

Schönwalde/Gremersdorf/Eutin/Wensin/Bosau. TSV Schönwalde – TSV Malente 8:1

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Böse Klatsche für den TSV Malente

Richtig unter die Räder geraten ist der TSV Malente am Sonntag unweit des Bungsberges. Beim 1:8 gegen den TSV Schönwalde war man komplett chancenlos und Trainer Stefan Schümann musste auf einen großen Teil seiner Spieler verzichten. So kam es, dass die Messe durch Tore von Robin Bünning (6., Elfmeter), Marcel Maasch (20.) und Knuth Buhrmann (25.) nach 25 Minuten quasi schon gelesen war. Den einzigen Gästetreffer markierte Enis Oshlani (38.), doch keine 60 Sekunden später zappelte die Kugel nach dem Versuch von Maasch (39.) erneut im Malenter Netz. Silas Bünning knipste direkt nach dem Pausengetränk (46.). Der Malenter Paul Preus (54.) wurde nach einer vermeintlichen Schiedsrichterbeleidigung mit rot vom Platz gestellt. Schönwalde konnte in Überzahl weiter erhöhen, so schlossen Silas Bünning (68.), Buhrmann (70.) und Maasch zum Dritten (82.) erfolgreich ab. Die Super-Serie des Spitzenreiters, sie hält weiter an. Schönwalde hat alle seine sechs Partien gewinnen können und steht drei Punkte vor dem TSV Gremersdorf auf Rang Eins.

Christopher Kordts (Schönwalde): „Ein verdienter Sieg, das sagt das Ergebnis ja auch schon aus. Es hätte sogar noch höher ausgehen müssen. Malente ist natürlich geschwächt gewesen und hat sich noch eine rote Karte abgeholt. Souveräne Leistung meiner Jungs, das haben sie gut gemacht. Das eine oder andere Tor fehlte bei uns noch.“

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Stefan Schümann (Malente): „Wir waren sehr schwach aufgestellt und hatten auch keine Einstellung zum Spiel gehabt. Wir verlieren auch in der Höhe verdient. Wir waren chancenlos und machtlos. Mein Co-Trainer (Martin Köll, Anm. d. Red.) war der einzige Ersatzspieler. Es ist momentan schwierig bei uns.“

TSV Gremersdorf bleibt oben dran

TSV Gremersdorf – Oldenburger SV II 5:3

Der TSV Gremersdorf bleibt mit 15 Zählern auf dem Konto derzeit der einzig echte Verfolger des TSV Schönwalde. In der 42. Minute, als der OSV in Front ging, sah es wahrlich noch nicht danach aus, dass hier acht Tore fallen würden. Einen eigentlich harmlosen Kopfball von Dennis Kowski (42.) konnte TSV-Goalie Jeremy Greiser nicht abwehren. Im Nachsetzen traf Michel Rüddiger (62.) zum Gremersdorfer Ausgleich und als Phil Baumgarn (67.) einen Elfmeter verwertete, war der Spieß umgedreht. Ärger gab es auf Oldenburger Seite auch, als Schiri Achim Brückel in der 72. erneut auf den Punkt zeigte, nachdem erst auf Ecke entschieden wurde. Ein Lupfer von Dennis Bräuer (78.), der erst kurz auf dem Platz war, brachte dem OSV den Anschluss, aber die Hoffnung wurde mit dem 4:2 von Mathias Ruske (81.) im Keim erstickt. Zwar gelang Bräuer (85.) noch ein Kopfballtor, doch das letzte Wort hatte Maurice Wagner (90.+1) mit dem 5:3-Endstand. Die Zweite des OSV ist durch den Sieg von Eutin 08 II nun als Vorletzter im Tabellenkeller angekommen.

Olaf Schlüter (Gremersdorf): „Verdient mit 5:3 gewonnen. Erste Halbzeit war es eigentlich ein 0:0-Spiel. Unser Torwart hatte aber wohl was dagegen und wirft sich den Ball selbst rein. Zweite Halbzeit dann aber ein sehr druckvolles Spiel von uns. Haben uns dann Chance um Chance erspielt und dann platzte der Knoten. Wir sind auf einem guten Weg.“

Jens Theuerkauf (Oldenburg): „In der ersten Halbzeit haben wir eigentlich alles gut im Griff, haben geduldig gespielt und gehen dann nach einem Kopfball und Torwartfehler in Führung.Leider musste ich in der Halbzeitpause Moritz Achtenberg verletzungsbedingt auswechseln, wodurch wir unsere defensive Stabilität komplett verloren haben. Das 1:1 bekommen wir durch Gestocher nach einer Ecke. Dann bekommt Gremersdorf einen Strafstoß zum 2:1, wo das Foul in meinen Augen klar außerhalb war. Das 3:1 wieder ein Strafstoß, obwohl erst auf Ecke entschieden wurde und der Linienrichter sogar sagt, dass er nichts gesehen hat. Gepöbel von draußen und auf einmal Strafstoß. Dann kommen wir durch den eingewechselten Dennis Bräuer nach einem Heber zum 3:2. Wir sind am Drücker und bekommen wieder nach Ecke und Gestocher im Fünfmeterraum das 4:2. Wir kommen dann wiederum auf 4:3 nach Kopfball von Bräuer ran. Dann machen wir auf und machen Druck, bekommen aber durch einen Konter das 5:3. Ein Unentschieden wäre gerechter gewesen, aber der Sieg für Gremersdorf geht wohl auch in Ordnung.“

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Eutin 08 II nutzt seine Chancen eiskalt

Eutin 08 II – TSV Lütjenburg 4:3

Nach vier Niederlagen hintereinander ist der Negativstrudel von Eutin 08 II seit Samstag Geschichte. Am Steinredder war man gegen den TSV Lütjenburg zwar nicht unbedingt das stärkere, aber definitiv das effektivere Team. Zur Halbzeit hatte 08 nach Toren von Toni Heitner (17.) und Kevin Hübner (32.) noch mit 1:2 hinten gelegen. Iber Osdautaj (24.) konnte zum zwischenzeitlichen 1:1 treffen. Die Eutiner kämpften sich aber wieder mitten ins Geschehen zurück, so trafen Nico Kocks (64.) und kurz darauf auch Paul Elsner (67.) zum umjubelten 3:2. Nachdem Jerome Rose (78.) für das 3:3 sorgte, hatten sich die meisten Zuschauer schon auf eine Punkteteilung eingestellt. Doch es kam anders: Osdautaj wurde in der vierten Minute der Nachspielzeit zum Matchwinner für Eutin 08.

Werner Steinfadt (Eutin): „Durch eine tolle Mannschaftsleistung holen wir ganz wichtige Bonuspunkte im Kampf um den Klassenerhalt. Für den neutralen Zuschauer sicher ein interessantes Kreisliga-Spiel mit vielen Offensivaktionen. Für mich natürlich ein Wechselbad der Gefühle mit den Führungen, den Rück- und Gleichständen. Dass wir kurz vor Schluss dann nochmal in Führung gehen und den Sieg einfahren, war die Belohnung für einen aufopferungsvollen Kampf. Lütjenburg war uns fußballerisch auf einigen Positionen sicher überlegen, aber wir haben durch Einstellung, Leidenschaft und dem nötigen Quäntchen Glück das Spiel über 90 Minuten offenhalten können. Jetzt freuen wir uns auf das Derby gegen Malente am nächsten Spieltag.“

Sebastian Witt (Lütjenburg): „Wir haben unsere Vielzahl an Chancen wieder nicht nutzen können und Eutin somit am Leben gelassen. Sie waren nach Kontern zwar immer wieder gefährlich, wir haben es hinten in der Absicherung aber auch einfach nicht gut gemacht. Dazu kommt, dass Eutin fast jede Torchance genutzt hat. Nach der Halbzeit haben wir viele Möglichkeiten ungenutzt gelassen. Deswegen verlieren wir das Spiel und arbeiten das in der Trainingswoche wieder auf.“

Auch in Unterzahl: SG Insel Fehmarn effektiver als der TuS Garbek

TuS Garbek – SG Insel Fehmarn 1:2

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TuS Garbek bleibt nach dem 1:2 gegen die SG Insel Fehmarn mit lediglich zwei Punkten auf dem Konto Letzter. In einem offenen Schlagabtausch und nach vergebenen Fehmaraner Chancen nutzte Garbek die erste konkrete Tormöglichkeit, als Arne Steffens (22.) den Ball in den Winkel jagte. Nach Ecke von Yannic Slowy und Verlängerung von Morten Blendermann stand Fabian Plöger goldrichtig und konnte den Ball in der 25. Minute aus kurzer Distanz über die Linie drücken. Ab der 50. Minute musste die SG die Partie in Unterzahl bestreiten, denn Simon Meyer sah nach wiederholtem Foulspiel die Ampelkarte. Jonas Jaudzim (65.) nutzte die große Chance zur Gästeführung in Unterzahl in Minute 65. In der 77. Minute vergab Oliver Mester die XXL-Chance zum 2:2, indem er per Elfer an Fehmarns Keeper Maximilian Merkle scheiterte. Eine direkt aufs Tor gezogene Ecke wäre fast zum 1:3 eingeschlagen. Die Nachspielzeit lief bereits, da bekam auch Blendermann die gelb-rote Karte ausgehändigt. Mester hatte aus fünf Metern die große Möglichkeit zum Last-Minute-Ausgleich auf dem Fuß, bugsierte den Ball aber meilenweit über das Gehäuse.

Die Erleichterung bei der SG Insel Fehmarn war nach dem knappen Sieg gegen den TuS Garbek groß.

Die Erleichterung bei der SG Insel Fehmarn war nach dem knappen Sieg gegen den TuS Garbek groß.

Michael Voß (Garbek): „Aus meiner Sicht über 90 Minuten ein komplett ausgeglichenes Spiel. Es hat sich gezeigt, warum wir Letzter sind und die SG einfach etwas cleverer war. Sie haben vier Chancen und machen daraus zwei Tore. Wir haben ca. acht Möglichkeiten und machen aber nur ein Tor. Sofort nach dem 1:0 kriegen wir das 1:1, aber auch da war es ausgeglichen. Mit der Überzahlsituation kamen wir zuerst gar nicht zurecht und kassieren nach einem Konter das 1:2. Die letzte Viertelstunde waren wir absolut überlegen. Wir verschießen dann einen Elfmeter und verpassen ein Mal aus rund fünf Metern. Wieder stehen wir ohne Punkte da. Wir sind dran und nicht abgeschlagen, aber trotzdem Letzter. Weiter geht’s gegen Dersau.“

Fabian Plöger (Fehmarn): „Es war ein hartes Stück Arbeit. Wir sind die ersten 20 Minuten spielbestimmt und verpassen zwei Mal die Führung. Mit ihrem ersten Schuss gehen sie in Führung, aber wir kommen nach einer Ecke direkt zurück. Dann plätscherte es bis zur Pause vor sich hin. Die gelb-rote Karte war nachvollziehbar. Wir konnten immer wieder Nadelstiche setzen und so auch das 1:2 erzielen. Dann kam plötzlich der Elfmeterpfiff, nachdem Morten Blendermann aus kurzer Distanz angeschossen wurde. Den hat Maxi Merkle überragend gehalten. Insgesamt hat der Schiri in der zweiten Halbzeit nicht seinen besten Auftritt hingelegt. Ständig wurde das Spiel unterbrochen. Bei der zweiten gelb-roten trifft Morten den Gegner fast gar nicht. Unterm Strich kein unverdienter Auswärtssieg, denn wir haben auch mit zehn Mann alles wegverteidigt. Eine starke geschlossene Mannschaftsleistung. Jeder hat sich reingehauen.“

Mit Feldspieler im Tor: Not-Elf der SpVgg Putlos unterliegt in Bosau

SG Sarau/Bosau II – SpVgg Putlos 3:1

Die SG Sarau/Bosau II verbessert sich dank eines 3:1-Heimerfolges gegen die SpVgg Putlos mit 13 Punkten auf Position Drei. Die Gäste wollten die Partie aufgrund akuten Personalmangels eigentlich gerne verlegen, so musste auch Co-Trainer Jens Martens über die komplette Distanz mit ran. Im Kasten stand mit Benjamin Berger ein Feldspieler. Nach schönem Zusammenspiel von Daniel Friske und Philipp Kruse hatte Jan Zschimmer (14.) leichtes Spiel, um die Gästeführung zu besorgen. Nach einer Freistoßvariante kam der Ball zu Jesse Jansen (24.), der das 1:1 markierte. Ein direkt verwandelter Freistoß von Linksfuß Lasse Behrmann (38.) brachte der SG das 2:1 und auch direkt vor der Pause war dem 3:1 von Jasper Frahm (45.) ein Standard vorausgegangen. Sarau hatte auch im zweiten Abschnitt mehr vom Spiel, konnte seinen Plus an Ballbesitz aber nicht sauber genug ausspielen, sodass keine weiteren Tore fielen.

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Redouane Boumaaza (Sarau): „Die ersten 20 Minuten waren wir gar nicht gut im Spiel und Putlos kam viel über den Flügel. Nach dem Rückstand haben wir aber direkt mehr Druck gemacht und gut im Mittelfeld kombiniert. Alle unsere drei Tore fielen nach Freistößen. Zweite Halbzeit war das Ziel natürlich, den Vorsprung zu halten. Da passte in einigen Aktionen das Timing aber nicht so. Das müssen wir besser ausspielen, aber wir werden im Training daran arbeiten. Meine Mannschaft hat ein riesengroßes Herz gezeigt und eine klasse Mentalität. Verdiente drei Punkte für uns.“

Wolfgang Ruge (Putlos): „Leider die erste Niederlage auswärts. Unter den gegebenen Umständen jedoch sehr moderat. Wir haben im Vorfeld wegen Personalmangel um Verlegung gebeten. Ohne etatmäßigen Torwart musste Berger ins Tor. Klasse, dass er sich bereit erklärte trotz Grippe. So waren wir noch elf Feldspieler, sogar mein Co-Trainer Jens Martens spielte 90 Minuten durch. Wir spielten defensiv und versuchten über Nadelstiche zum Erfolg zu kommen. Nach einer schönen Kombination über Friske und Kruse brauchte Zschimmer nur noch zum 1:0 einschieben. Die Gegentreffer resultierten sämtlich aus Standards. Nicht gut wegverteidigt. Spielentscheidend aber die 45. Minute: Daniel Friske spielte im Strafraum die Gegenspieler gekonnt aus, umkurvte den Torwart, schoss aber leider am leeren Tor vorbei. Statt 2:2 kommt es dann im unmittelbaren Gegenzug zum 3:1. Zweite Halbzeit passierte beidseitig kaum etwas. Mit besserer Besetzung wäre mehr möglich, so aber ein verdienter Sieg für Sarau.“

Der 8. Spieltag der Kreisliga Ost auf einen Blick:

Freitag, 23. September:

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Oldenburger SV II – TSV Schönwalde (19.30 Uhr)

Samstag, 24. September:

ASV Dersau – TuS Garbek (15.00 Uhr)

SG Insel Fehmarn – SG Sarau/Bosau II (16.00 Uhr)

TSV Lütjenburg – SC Cismar (16.00 Uhr)

SpVgg Putlos – TSV Gremersdorf (18.00 Uhr)

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Sonntag, 25. September:

TSV Malente – Eutin 08 II (15.00 Uhr)

Die besten Torschützen:

1. Phil Baumgarn (TSV Gremersdorf): 8

2. Knuth Buhrmann (TSV Schönwalde): 6

2. Kevin Hübner (TSV Lütjenburg): 6

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2. Steffen Uhl (ASV Dersau): 6

Von Hendrik König

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