Fußball: Kreisliga Süd

Zwei Vierer- und ein Dreierpack mit bitterem Nachgeschmack

Lennart Krüger von der SG Wentorf-S./Schönberg traf zwar dreifach, verletzte sich in der Schlussphase mit hoher Wahrscheinlichkeit aber schwer.

Lennart Krüger von der SG Wentorf-S./Schönberg traf zwar dreifach, verletzte sich in der Schlussphase mit hoher Wahrscheinlichkeit aber schwer.

Berkenthin/Elmenhorst/Güster/Wentorf A.S./Todendorf. TSV Berkenthin – SVT Bad Oldesloe 2:7

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Viererpack Noor Al-Tamemy: SVT Bad Oldesloe untermauert seine Ambitionen

Die Mannschaft des SV Türkspor Bad Oldesloe marschiert in der Kreisliga Süd momentan gefühlt unaufhaltsam voran. Auch an diesem siebten Spieltag konnte man sich klar mit 7:2 gegen den TSV Berkenthin behaupten. Die Geschichte dieser Partie ist schnell erzählt, denn nach 13 Minuten hieß es aus Oldesloer Sicht schon 3:0. Es trafen Noor Al-Tamemy (6.), Srdan Radisic (9.) und Jonas Borrek (13.), ehe Tobias Macke (32.) das 1:3 gelang. Al-Tamemy markierte in der 45. Minute seinen zweiten Treffer und wenig später konnte Luca Störmer (51.) auf 1:5 stellen. TSV-Spielertrainer Mirco Trautmann netzte kurz nach seiner Einwechslung (62.), bevor Al-Tamemy (69.) einen Elfmeter zum 2:6 verwandelte. Oldesloes Rückennummer Zehn hatte noch immer nicht genug und knipste in Minute 87 ein viertes Mal.

Demonstrierten einmal mehr ihre gute Form: Die Spieler des SVT Bad Oldesloe nach dem 7:2 über den TSV Berkenthin.

Demonstrierten einmal mehr ihre gute Form: Die Spieler des SVT Bad Oldesloe nach dem 7:2 über den TSV Berkenthin.

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Mirco Trautmann (Berkenthin): „Verdiente Niederlage heute gegen den SVT. Nach 15 katastrophalen Minuten liegen wir schon mit 0:3 hinten und gegen einen Gegner mit der Qualität wird es dann fast unmöglich. Zwar kommen wir dann in der Partie an und machen auch den Anschlusstreffer, aber mit dem 1:4 kurz vorm Halbzeitpfiff ist die Geschichte fast erzählt. Um gegen Oldesloe was zu holen, muss man anders auftreten und 100 Prozent auf den Platz bringen. Das ist uns leider nicht gelungen. Haken setzen, gut trainieren und dann wollen wir nächste Woche wieder Punkten. Glückwunsch nach Oldesloe.“

Patrick Matysik (Oldesloe): „Zeitweise bärenstarkes Spiel meiner Mannschaft. Wenn man nach gefühlt zehn Minuten mit 3:0 führt und es scheint, als hätte man das Spiel schon für sich entschieden, kann man durchaus von einem perfekten Start sprechen. Schade, dass wir dann zeitweise nicht mehr so präsent waren. Schlechtes Gegenpressing und moderate Zweikampfführung waren die Gründe, warum wir ergebnistechnisch nicht schon früher das Ding hochschrauben konnten. Dann in der zweiten Halbzeit ähnliches Bild. Gut gestartet und irgendwann nicht mehr so entschlossen gewesen. Die zwei Gegentore sind absolut dumm und vermeidbar gewesen, das brauchen wir nicht wegdiskutieren und das darf uns bei allem Respekt in einem solchen Spiel nicht passieren. Insgesamt können wir mit dem Auftritt nichtsdestotrotz zufrieden sein.“

Immer wieder Tyll Mohr – S.I.G. Elmenhorst mit dem Befreiungsschlag

S.I.G. Elmenhorst – VfL Rethwisch 6:2

Da ist er endlich, der erste Elmenhorster Saisonsieg, wird sich Trainer Bernd Reinke nach dem Abpfiff gedacht haben. Dabei sah es nach sieben Minuten alles andere als rosig aus, denn zu diesem frühen Zeitpunkt lag die Heimelf mit 0:2 im Hintertreffen. Für Rethwisch trafen Christopher Willuhn (3.) und Timo Schröder (7.). Die Antwort durch Tyll Mohr (12.) ließ aber nicht lange auf sich warten und noch im ersten Durchgang drehte die S.I.G. den Spieß nach Toren von Aaron Willers (28.) und Mohr (32.) zu seinen Gunsten um. Mohr erwischte einen echten Sahnetag und netzte in der 47. und 57. Minute – Viererpack! Tjark Reinke (72.) sorgte für den 6:2-Endstand. Elmenhorst klettert auf Platz Elf und hat nun vier Punkte Vorsprung vor dem spielfreien Schlusslicht SV Grün-Weiß Siebenbäumen II.

Bernd Reinke (Elmenhorst): „Endlich der erste Sieg der Saison. Nach 0:2 und 3:2 zur Halbzeit mit 6:2 gewonnen. Fußballherz, was willst du als Fan einer Heimmannschaft mehr. Wir wollten das Spiel ein klein wenig tiefer beginnen, damit wir Sicherheit in unser Spiel bekommen. Aber nach sieben Minuten stand es schon 0:2. Der Fehlstart in das Spiel war heftig. Glücklicherweise konnten wir in der zwölften Minute bereits den Anschluss herstellen und der Wille zu gewinnen wurde an diesem Tag deutlich sichtbar. So konnten wir noch vor der Halbzeit auf 3:2 für uns stellen. Die Befürchtung, diesen Vorsprung herzugeben, war nicht vorhanden. Stattdessen konnten wir mit einem schnellen Tor nach der Halbzeit sofort wieder die heutige Spielrichtung vorgeben. Meine Mannschaft hat sehr souverän agiert, den Gegner kaum Chancen gegeben und immer wieder selbst Möglichkeiten kreiert. Folgerichtig fielen dann noch die Tore zum 5 und 6:2. Eine reife Leistung nach sehr schlechtem Start in das Spiel, mit viel Herz und Leidenschaft. Die Tore immer in wichtigen Momenten gemacht und deshalb auch verdient in dieser Höhe gewonnen. Eine starke Leistung, von Abwehr über das Mittelfeld bis in den Sturm.“

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Tobias Chylla (Rethwisch): „Wir haben zwar stark begonnen, aber auch stark nachgelassen. Den Gegner haben wir durch individuelle Fehler zurück ins Spiel geholt. Dadurch konnten sie Selbstvertrauen tanken und durch eine gute kämpferische Leistung haben sie uns kaum noch am Spiel teilhaben lassen. Das Ergebnis geht in der Höhe in Ordnung.“

„Wenn man als Verein zu solchen Mitteln greifen muss, um ein Spiel zu gewinnen, ist es in meinen Augen etwas traurig“

SSV Güster – SSC Hagen Ahrensburg II 5:0 (Sonderwertung)

Das, was sich am Sonntagnachmittag in Güster abspielte, ist relativ schnell erzählt. Das liegt daran, dass das Spiel, das nach 90 Minuten mit 4:1 für die Gäste aus Ahrensburg endete, am Montag vom Sportgericht jedoch mit 5:0 gewertet wurde. Ein Spieler aus der ersten Hagener Herren, die am Wochenende in der Landesliga Pause hatte und gegen den Ratzeburger SV (1:2) testete, war nicht spielberechtigt und wurde dennoch eingesetzt, um die Zweite zu unterstützen. Dabei handelte es sich um den Ersatztorwart der Ligamannschaft Daniel Konrad, der unter der Woche im Flens-Cup beim 2:0 gegen den TSV Bargteheide II zum Einsatz gekommen war. Aufgrund dessen war ein Einsatz Konrads in Güster unzulässig.

Michal Ratajczak (Ahrensburg): „Ich habe heute Morgen davon gehört, dass Güster Einspruch eingelegt hat. Mein Torhüter ist leider kurzfristig ausgefallen und ich habe bei unserer Ersten nach einem Keeper gefragt. Ich habe bewusst den zweiten Keeper angefragt und nicht den ersten. Leider hatte ich nicht bedacht, dass dieser unter der Woche Flens-Cup gespielt hat. Er hat sogar zudem am Samstag in einem Freundschaftsspiel gespielt und war ebenfalls nicht frisch und ausgeruht. Laut den Regeln dürfen wir den nicht einsetzen. So wurde es zumindest entschieden. Wenn man als Verein zu solchen Mitteln greifen muss, um ein Spiel zu gewinnen, ist es in meinen Augen etwas traurig. Ich kontrolliere nicht die Spieler des Gegners, ob da alles stimmt. Für uns ist es extrem bitter, da es sich um einen Fehler handelt und nicht um uns stärker zu machen oder irgendetwas. Ich brauchte einfach einen Torwart. Es ist, wie es ist, wir müssen damit leben. Am Ende tun mir einfach nur meine Spieler leid.“

Lennart Krüger Matchwinner und Pechvogel in Einem

SG Wentorf-S./Schönberg – Bargfelder SV 5:3

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Durch einen 5:3-Sieg über Bargfeld springt Wentorf auf Rang Drei und hat jetzt zwölf Punkte auf seiner Habenseite. In einer fußballerisch schwachen ersten Halbzeit brachte Lukas Iden (38.) den BSV quasi aus dem Nichts in Führung, auf die Emilio Cevik (43.) aber antworten konnte. Keine Minute später (44.) legte Till Kramp mustergültig für Lennart Krüger auf. Zwar kam Bargfeld dank Luca Tägert in der 50. zum 2:2, doch dann jubelte wieder die SG, als Krüger (69.) nach Cevik-Assist das 3:2 schoss. Krüger schnürte in der 81. Minute den Dreierpack, doch musste das Feld wenig später mit Verdacht auf eine schwere Knieverletzung verlassen. Coach Bahattin Altinalana geht vom Schlimmsten aus. Eine MRT-Untersuchung am Dienstag wird Aufschluss bringen, wie schlimm es den Offensivspieler erwischt hat. Nach dieser unschönen Szene fielen noch zwei Treffer, einer auf jeder Seite. Erst das 5:2 von Ole Stoffers per Elfmeter (86.) und schließlich das 5:3 von Tägert (87.).

Bahattin Altinalana (Wentorf): „In einem umkämpften Spiel, in dem der Gast bestimmt die ersten 30 Minuten besser im Spiel war, haben wir zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht. Fußball wurde nicht wirklich gespielt. Aufgrund der zweiten Halbzeit haben wir doch am Ende verdient gewonnen. Dass sich Lennart wohl schwer verletzt hat, ist natürlich richtig bitter für uns.“

Karsten Drube (Bargfeld): „Das war zwar eine engagierte, aber trotzdem schwache Leistung. Das Spiel fand zurecht seinen Sieger. Das sagt was über unser jetziges Leistungsvermögen aus.“

Gerechtes Unentschieden in Todendorf

VfR Todendorf – FC Ahrensburg 1:1

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Punkteteilung am Rönnbaum! In Todendorf fand die Begegnung zwischen dem VfR und dem FC Ahrensburg als einzige an diesem Wochenende keinen Sieger. Todendorf, das personell momentan etwas auf dem Zahnfleisch kriecht, musste nach einem Eigentor von Mats Maack in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit einem Rückstand hinterherlaufen. Man steigerte sich nach dem Wiederbeginn aber und der zur Pause gekommene Dennis Dreger war es, der für das 1:1 sorgte. Erst in der Schlussphase nahm das Match so richtig an Fahrt auf und es gab Chancen hüben wie drüben. Ahrensburgs Stürmer Bennet Gollin sah in der 92. Minute gelb-rot und fehlt seinem Team am nächsten Spieltag demnach.

Remis in Todendorf: Das 1:1 gegen den FC Ahrensburg hatte den Großteil seiner Highlights erst in den letzten 20 Minuten.

Remis in Todendorf: Das 1:1 gegen den FC Ahrensburg hatte den Großteil seiner Highlights erst in den letzten 20 Minuten.

Sebastian Olk (Todendorf): „Wie bereits in den letzten Wochen, mussten wir auch heute wieder mit einem Rumpfkader mit vielen angeschlagenen Spielern antreten. In Hälfte Eins neutralisierten sich beide Mannschaften größtenteils, Chancen waren eher Mangelware. Doch mit dem Pausenpfiff gelang unseren Gästen durch ein Eigentor die Führung. Wir starteten besser in die zweite Hälfte und erarbeiteten uns den Ausgleich. In den letzten 20 Minuten entwickelte sich plötzlich ein offener Schlagabtausch mit besten Möglichkeiten auf beiden Seiten, da den Abwehrreihen die Luft ausging. Diese blieben aber alle ungenutzt, sodass es beim 1:1 blieb. Mit dem Unentschieden können heute beide Mannschaften gut leben, wobei es auch 4:4 oder 5:5 hätte ausgehen können. Ein Lob an meine Mannschaft, die bis zum Schluss gefightet und alles reingeworfen hat.“

Avni Ajvazi (Ahrensburg): „Ein sehr schwaches Spiel von uns. Wir hatten zwar die besseren Möglichkeiten, aber der Ball wollte einfach nicht rein. Letztendlich hat Todendorf das Nötigste gemacht und das Remis geht in Ordnung. Die gelb-rote Karte war ärgerlich, da das erste Foul nie im Leben eine gelbe Karte war. Wir kamen nicht zu unserem Spiel und haben eigentlich nur auf die zweiten Bälle gehofft. Das müssen wir wieder besser hinkriegen.“

Der 8. Spieltag der Kreisliga Süd auf einen Blick:

Mittwoch, 21. September:

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VfR Todendorf – Bargfelder SV (19.30 Uhr)

Sonntag, 25. September:

Bargfelder SV – S.I.G. Elmenhorst (12.00 Uhr)

SSC Hagen Ahrensburg II – SV Borussia Möhnsen (12.30 Uhr)

SV Grün-Weiß Siebenbäumen II – VfR Todendorf (12.30 Uhr)

FC Ahrensburg – TSV Berkenthin (15.00 Uhr)

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SVT Bad Oldesloe – SG Wentorf-S./Schönberg (15.00 Uhr)

VfL Rethwisch – SSV Güster (15.00 Uhr)

Die besten Torschützen:

1. Christopher Willuhn (VfL Rethwisch): 11

2. Noor Al-Tamemy (SVT Bad Oldesloe): 10

3. Lennart Krüger (SG Wentorf-S./Schönberg): 9

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Von Hendrik König

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