Fußball Regionalliga

Zweite Heimniederlage für Phönix Lübeck - 0:2 gegen Delmenhorst

Haris Hyseni hat erneut nicht getroffen und muss mit seinem Team eine weitere Niederlage einstecken.

Haris Hyseni hat erneut nicht getroffen und muss mit seinem Team eine weitere Niederlage einstecken.

Lübeck. Zweites Heimspiel, zweite Niederlage: Die Rückkehr ins eigene Stadion am Flugplatz scheint dem 1. FC Phönix Lübeck noch kein Glück zu bringen. Die Adler verloren am Sonntag, 14. August, gegen den SV Atlas Delmenhorst mit 0:2.

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Zapel vermisst Qualität

"Auswärtssieg, Auswärtssieg", sangen die 50 mitgereisten Gästefans und feierten ihr Team, das mit sieben Punkten aus drei Spielen auf den vierten Tabellenplatz vorrückte. Bei den Gastgebern herrscht dagegen große Tristesse. "Wie schon im ersten Heimspiel haben wir alles im Griff, kriegen aber wieder so ein blödes Gegentor und laufen einem Rückstand hinterher", erklärte später ein gefrusteter Phönix-Kapitän Haris Hyseni. "Beim zweiten Gegentor müssen wir besser verteidigen. Bei mir ist irgendwie der Wurm drin." Sein Trainer Oliver Zapel sagte nach der Partie: "Die Art und Weise, wie wir die Punkte zu Hause hergeben, gefällt mir nicht. Erneut habe ich unsere viel beschriebene Qualität in der Offensive nicht gesehen, denn Qualität schießt normalerweise Tore. Damit können wir schlecht leben und müssen vieles in Frage stellen." Es fällt auf, dass mehrere Spieler weit von ihrer guten Form aus der starken Abstiegsrunde der vergangenen Saison entfernt sind.

Hyseni wartet auf seinen zweiten Treffer

Zapel hatte expliziert vor dem schnellen Umschaltspiel der Gäste gewarnt. So entstand auch die erste richtige Torchance der Partie. Marco Stefandl lief Phönix-Linksverteidiger Ebrahim Farahnak an der Seitenlinie davon, ehe der Delmenhorster in den Strafraum flankte. Dort lauerte Stürmer Ousman Touray in der Mitte, schoss aber knapp rechts vorbei (11.). Willem-Hendrik Hoffrogge, die einzige personelle Veränderung bei den Gästen zum letzten 2:1 gegen Holstein Kiel II, prüfte Phönix-Torwart Andrea Hoxha mit einem strammen Flachschuss (19.). Auf der anderen Seite vergab Haris Hyseni per Kopf nach einer Rechtsflanke von Kenny Korup (23.) Der Kapitän wartet weiter auf seinen zweiten Saisontreffer.

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Bock vergibt Großchance

Schon in den ersten beiden Saisonspielen gegen St. Pauli II (1:3) und BW Lohne (3:2) fehlte dem Torjäger das Quäntchen Glück. "Haris macht heute zwei Buben", zeigte sein Vater sich vor dem Spiel noch optimistisch. Nach einem Hyseni-Querpass hatte Corvin Bock das 1:0 auf dem Fuß, scheiterte aber freistehend am stark parierenden Torwart Eike Bansen (34.). Jetzt überschlugen sich die Ereignisse am Flugplatz. Nach einem Ballverlust von Morten Knudsen im Spielaufbau schaltete Gästestürmer Dimitrios Ferfelis am schnellsten und war mit einem sehenswerten Heber aus 40 Metern über den zu weit vor seinem Tor stehenden Hoxha erfolgreich – 1:0 (35.). "Das Tor fällt auf magische Art", ärgerte sich Zapel. Sein Gegenüber Key Riebau meinte: "Wir wussten, dass Hoxha oftmals vor seinem Tor steht." Da es nicht der erste Stockfehler von Knudsen war, wechselte Zapel den Dänen danach aus.

Neuzugang Ciapa sah zweite Niederlage

Phönix drängte unter den Augen vom noch nicht spielberechtigten Top-Transfer und Ex-VfBer Mateusz Ciapa (saß mit seinem Berater Kamil Krol auf der Tribüne) auf den Ausgleich. Das Bemühen konnte man dem Team nicht absprechen, doch fehlte die Genauigkeit vor dem Tor wie bei Pechvogel Hyseni (36., 45. +3). Die Gäste wollten jetzt die Vorentscheidung. Erst rettete Hoxha gegen Ferfelis per Kopfball nach einer Ecke von Oliver Schindler, ehe Hendrik Wurr Sekunden später vor der Linie klärte (63.). Das gleiche Muster führte dann zum bitteren 2:0: Ecke von Schindler, Kopfball am langen Pfosten von Ferfelis (66.), der mit dem Doppelpack zum Matchwinner avancierte.

Phönix lässt weitere Chancen liegen

Die glücklosen Lübecker hätten wohl noch lange spielen können. Das Ding wollte in einem immer hektischeren Spiel nicht über die Linie. Immer wieder raufte sich Zapel die Haare. Die letzten Torchancen vergaben van Dijck (75.), Vinberg (81.), Ulbricht (90. +3) und Hyseni (90. +3), während Hoxha das mögliche 3:0 gegen Stefandl (83.) verhinderte. „Es war nicht das schönste Spiel von uns. Phönix hatte schon Riesenchancen. Das Tick mehr Leidenschaft und Geilheit was das entscheidende Plus. Wir haben leidenschaftlich verteidigt und immer wieder Lösungen gefunden“, resümierte Gästetrainer Riebau.

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Statistik zum Spiel:

1. FC Phönix Lübeck: Hoxha – Korup (71. Monteiro), H. Wurr, van Dijck, Farahnak – Knudsen (38. Feka), Lambach (75. Vinberg), Bock – Pingel (46. Ulbricht), Hyseni, Kobert

SV Atlas Delmenhorst: Bansen – Weichert, Erdogan, Cissé – Stefandl (85. Rauh), Hoffrogge (59. Azadzoy), Matern, Schindler (70. Steffen), Stöhr – O. Touray (70. L. Touray), Ferfelis (90. Rohwedder)

Schiedsrichter: Gerrit Breetholt (Hamburg). Zs.: 502. Tore: 0:1 Ferfelis (35.), 0:2 Ferfelis (66.). Gelbe Karten: Bock, Pingel, Hyseni – Matern, Ferfelis, Erdogan, Rohwedder

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