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Spiel-Variationen von "Mensch ärgere dich nicht!"

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Verzwickt: Die Vier“ passt nicht. Hans-Peter Voigt (85) hat dennoch Freude an dem bekannten Würfelspiel, Mopsdame Trudi eher nicht. Foto: Thomas Biller

Der Spieleklassiker - neu entdeckt

Wahrscheinlich kennt es jeder, das Brettspiel ,,Mensch ärgere dich nicht". In vielen Haushalten liegt noch der meist rot-schwarze Karton herum. Da kommen Erinnerungen auf. Wie oft haben wir das früher mit Oma gespielt?", oder ,,weißt Du noch, wie Patrizia das ganze Spielbrett wütend durch die Küche geworfen hat, als Du sie das vierte Mal rausgeschmissen hast?".

Oft liegt das viele Jahre zurück. Dabei ist dieses Würfelspiel zeitlos. Auch heute können sich Familien und Freunde in Spielgeschehen vertiefen und darüber ins Gespräch kommen.

Von dem Klassiker gibt es zahllose Plagiate und Spiel-Variationen. Ein Beispiel ist das Würfelspiel (,,Dice Game") von der Firma Philos in Paderborn. Das massive runde Spielfeld, die Figuren und die Würfel aus Holz sich deutlich größer, als wir es von der herkömmlichen Variante kennen. Die Figuren werden in Vertiefungen gesetzt, sodass ein unbeabsichtigter Stups gegen den Tisch nicht gleich umwerfende Wirkung" und den vorzeitigen Spielabbruch zur Folge hat. Die Größe der Figuren und der Würfel erleichtert alten, und jungen Händen den Spielfluss. Und bei dem Gewicht des Spielfeldes wird kaum jemand in Versuchung geraten, es verärgert durch die Küche zu werfen.

Übrigens: Es muss sich nicht immer an die klassischen Spielregeln gehalten werden: kreative Vereinbarungen unter den Mitspielenden sind möglich. So lässt sich variieren, dass jeder Spieler mit zwei Würfeln spielt und die Gesamt-Augenzahl für eine Spielfigur nutzt oder mit den jeweiligen Augen zwei Figuren setzt. Bei vier Mitspielenden ließe sich vereinbaren, dass man den gleichen Spieler nicht zwei Mal hintereinander hinauswerfen darf, sondern der Zug verfällt- und vieles mehr.

Und wer Sorge hat, dass ein Mitspielender sich durch eine Niederlage doch die Laune verderben lässt und sich ärgert, kann vorab einen „Preis" vereinbaren. So könnte der Verlierende zum Beispiel bestimmen, welchen Nachtisch es bei der nächsten Gelegenheit geben soll. So hält sich der Ärger in Grenzen. thobi