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AUTOMARKT OSTHOLSTEIN

Vorbereitet auf Veränderungen: Philip Schneider übernimmt die Leitung von Auto Schneider in Timmendorfer Strand

Im Autohaus Schneider stehen E-Mobilität und Generationswechsel im Fokus

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Mobil bleiben im nahen Umfeld: Philip Schneider präsentiert einen Roller der Marke E-Kuma als Alternative zum Auto im Stadtverkehr. Foto: jhp

Ruhig war es während der Coronazeit, aber viele Geschäftsleute machten praktisch im stillen Kämmerlein weiter. So auch das Team des Autohauses Schneider in Timmendorfer Strand, das sich intensiv dem Thema „Umbruch“ widmet. „Die Autobranche steht vor einem Wandel – nicht nur aufgrund der Elektromobilität“, sagt Philip Schneider. Mit dem 27-Jährigen kündigt sich auch ein Generationswechsel im eigenen Hause an.

Philip Schneider hat seit Anfang des Jahres die kaufmännische Leitung im Autohaus übernommen. „Wir planen seit 2021 die Übergangsphase“, erklärt er. Langfristig soll er die komplette Leitung des Autohauses von seinem Vater Tim Schneider und seinem Onkel Bernd Schneider übernehmen. Philip Schneider hat Automobilkaufmann gelernt und seine Ausbildung 2017 in Lüneburg abgeschlossen. Danach studierte er internationale Betriebswirtschaftslehre in Berlin und war in der Unternehmensberatung tätig. „Wir haben uns abgesprochen: die nächste Generation steigt in das erfolgreiche Autohaus Schneider ein. Immerhin feiern wir 2023 das 60-jährige Jubiläum“, sagt Schneider.

„Im Autohaus Schneider standen der Qualitätsanspruch und die Kundenzufriedenheit immer im Mittelpunkt, das soll sich auch beim Wandel innerhalb der Branche nicht ändern“, sagt Schneider. Alternative Antriebe und neue Vertriebskonzepte prägen derzeit die Ausrichtung der Autohäuser. Auch Schneider investiert in die E-Mobiltät, Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Bereits vor zehn Jahren wurde eine Photovoltaikanlage für den Energiebedarf installiert. Eine 50 kW-Ladesäule soll noch in diesem Jahr vor dem Autohaus installiert werden. E-Fahrzeuge benötigen zudem Spezialwerkzeuge. „Wir sind Vertragswerkstatt für die Marken VW, VW-Nutzfahrzeuge, Audi und Skoda, bieten aber unseren Service auch für andere Marken an“, sagt er. Und damit Kunden so effizient wie möglich unterwegs sind, baut das Autohaus die digitale Terminvereinbarung mit der Werkstatt sowie die „Rund-um-die-Uhr-Abholung“ weiter aus.

„Mobil sein, mobil bleiben“ ist gerade im Stadt- und Kurzstreckenverkehr enorm wichtig. „Wir bauen gerade den Vertrieb von E-Rollern der Marke E-Kuma aus“, sagt Philip Schneider. Die rein elektrischen Modelle haben eine Reichweite von rund 100 Kilometern. Die zwei Batterien sind herausnehmbar, technisch sind die Roller zudem aufwendig gestaltet. „Roller sind eine kostengünstige Alternative zum Auto.“ Das Basismodell Sun kostet rund 2600 Euro. „Wir sind ein junges Team mit 40 Mitarbeitern und ich bin froh, dass wir uns gemeinsam orientieren und optimistisch die Zukunft des Autohaus Schneider gestalten.“

AUTO SCHNEIDER GMBH  

Vogelsang 6-8
23669 Timmendorfer Strand 
Tel. 04503/ 8 90 60

Viele deutsche Elektroautos gehen in den Export

Der Außenhandel der deutschen Autoindustrie hängt zunehmend an Elektroautos. Bei einer Inlandsproduktion von rund 328 000 Autos mit batterie-elektrischem Antrieb wurden im Vorjahr rund 300 000 Wagen im Wert von 12,6 Milliarden Euro exportiert (Quelle: Statistische Bundesamt).

Das waren fast doppelt so viele Export-Elektroautos wie 2020 und mehr als drei Mal so viele wie 2019. Zielländer waren das Vereinigte Königreich, die USA und Norwegen. Umgekehrt wurden 292 000 E-Autos im Wert von 7,5 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Sie kamen am häufigsten aus Frankreich, Slowakei und USA.

Die Produktion der Batteriewagen war 2021 in Deutschland um 86 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Im gleichen Zeitraum ging der Bau von Verbrenner-Modellen um 23 Prozent auf rund 2,2 Millionen Stück zurück.

Nach bereits bekannten Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes waren zu Beginn dieses Jahres 618 000 Elektroautos in Deutschland zugelassen. Das waren exakt doppelt so viele wie ein Jahr zuvor. Hybridmodelle, die neben dem Elektromotor auch noch einen Verbrenner haben, sind hier nicht erfasst. dpa