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AUTOMARKT OSTHOLSTEIN

Mit dem Auto in den Winterurlaub

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Winterurlaub mit dem Auto - da muss einiges an Gepäck gut verstaut werden. Foto: wojciech.gajda@autograf.pl

Wer zum Skifahren oder Snowboarden in die Berge fahren will, bereitet das Auto besser gut vor, packt richtig und stellt sich auch auf das Fahren im Schnee ein

Вis Freitagnachmittag gearbeitet. Husch, husch die Koffer vollgestopft, hinten ins Auto geworfen und mit den Kindern die Größe der mitreisenden Plüschbärfamilie ausgehandelt. Dann nur noch volltanken und ab in den Skiurlaub? Nein, bitte nicht.

Schon gar nicht, wenn zum normalen Gepäck noch Skier oder andere sperrige Ladung ins Auto kommt. Egal, ob Reisekoffer oder Wintersportutensilien: Unsachgemäß verstaut, werden sie schnell zu potenziell tödlichen Gefahr. Bei einem harten Bremsmanöver oder einem Frontalcrash können ungesicherte Gegenstände durchs Auto fliegen und laut ADAC mit einem Vielfachen ihres Gewichts aufschlagen.

Fest verzurrt und gut gesichert

Das ist auch der Grund, warum Skier, Schlitten und Co. im Auto mit Zurrgurten verspannt werden sollten. Die Rückenlehnen kann man zusätzlich mit einem Holzbrett sichern. Das verhindert, dass die Lehnen im Fall eines heftigen Crashs von den nach vorschnellenden Skiern ne durchbohrt werden.

Der ADAC rät, schwere Dinge ganz nach unten und Teile, die schwerer als 25 Kilo sind, nicht hinter besetzte Sitzplätze zu packen. Skistiefel wiederum stehen gut im Fußraum hinter den Vordersitzen.

Auf leeren Rücksitzen lassen sich zum Beispiel Rucksäcke verstauen und mit den Sicherheitsgurten fixieren. Aber auch wenn die Sitze ganz leer bleiben, schließt man die Gurte - denn das kann die Stabilität der Lehnen erhöhen, so der ADAC. Die Lehnen lässt man nach Möglichkeit auch hochstehen. Sie dienen als so als schützende Trennwand.

Sonderfall Skisack

Einige Autos haben einen Skisack, der sich vom Kofferraum durch eine Durchreiche am hinteren Mittelsitz nach vorn ausbreitet, wenn die Skier von hinten dort eingeschoben werden. Der Vorteil: Kein Mehrverbrauch durch Skier auf dem Dach. Der Nachteil: Weniger Platz im Innenraum.

Platz ist das Stichwort: Muss viel mit, reicht der Laderaum oft nicht aus. Dann muss die Ladung "außerhalb" mitfahren. Sperrige Dinge wie die Skier sind dort laut ADAC ohnehin besser aufgehoben.

Ab in die erste Etage: Skiträger und Dachbox

Mit einer Dachbox bleibt mehr Platz im Innenraum - dafür erhöht sich der Brennstoffverbrauch. Wenngleich eine Dachbox aerodynamischer gestaltet ist als ein klassischer Skiträger fürs Dach.

Beim Beladen der Box gilt: Schwere Gegenstände gehören in den vorderen Bereich. Dabei wichtig: Das maximal zulässige Gewicht der Box selbst und auch die maximale Dachlast des Autos beachten. Angaben dazu finden sich in der Bedienungsanleitung.


Fahren im Schnee - Übung macht den Meister

Wichtige Tipps für den alpinen Urlaub

Zur Vorbereitung der Winterreise gehört auch, die Autotechnik kältefit zu machen. Was bei etwaigen Auslandsreisen im Zielland für gesetzliche Regelungen gelten, halten Autoclubs wie der ACE oder ADAC online parat. Auch folgende Punkte sollten abgehakt werden:

• Scheibenwischer noch gut? Eventuell austauschen.
• Beleuchtung in Ordnung?
• Genügend Frostschutz in der Scheibenwaschanlage?
• Reicht der Frostschutz im Kühler noch und ist die Batterie noch okay? Da hilft eine Werkstatt mit einem Kurzcheck schnell weiter.
• Die Gummidichtungen von Türen und Hauben sollten gegen Einfrieren behandelt werden, etwa mit entsprechenden Pflegestiften.
• Reifendruck des geladenen Autos gemäß Betriebsanleitung erhöhen. 

Wer noch nicht viel Erfahrung mit dem Autofahren auf Schnee hat, sucht sich einen freien Platz zum Üben. „Wie fühlt es sich an, wenn schon beim Antippen des Bremspedals das ABS reingeht", fragt Vincenzo Lucá von Tüv Süd. Das typische geräuschvolle Pumpen des Bremspedals sollte einen nicht überraschen. Nicht den Fuß vom Pedal nehmen! "Voll draufbleiben." Denn mit ABS bleibt das Auto auch beim Bremsen lenkbar, da es ein Blockieren der Räder verhindert. Am besten lässt man es mit vorausschauendem, vorsichtigem Fahren gar nicht so weit kommen.