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EUTINER FESTSPIELE

Verfolgt von der Puccini-Oper Madama Butterfly: Dirigent Hilary Griffiths bei den Eutiner Festspielen 2022

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Die „Madama Butterfly“-Partitur von Hilary Griffiths ist ausgefranst und mitgenommen. Das Notenbuch ist sehr oft zum Einsatz gekommen. Foto: Graap

Hilary Griffiths hat die Puccini-Oper schon über 100 Mal in aller Welt dirigiert.

Seit Montag laufen die Proben für die Oper auf Hochtouren. Für Dirigent Hilary Griffiths dürfte sich ein Gefühl der Vertrautheit eingestellt haben. Denn „Madama Butterfly“ ist ein Stück, „das mich über die Jahre regelrecht verfolgt“, sagt der musikalische Leiter der Eutiner Festspiele. Inzwischen hat er es über 100 Mal auf die Bühnen in aller Welt gebracht – im Jahr 1999 schon einmal in Eutin, aber zum Beispiel auch auf Teneriffa und in Kolumbien. Seine Partitur spricht Bände, derart ausgefranst und mitgenommen ist das Notenheft.

„Ich hatte das Glück, vor fast 40 Jahren ‚Madama Butterfly‘ in der legendären Inszenierung von Jean-Pierre Ponelle in Köln dirigieren zu dürfen. Wie beim ersten Mal bin ich immer wieder fasziniert von der Wucht, aber auch der Menschlichkeit dieses Werkes“, betont Griffiths. Er sei ein großer Bewunderer von Puccini und dessen Fähigkeit, intime und persönliche Emotionen auf der großen Bühne auszudrücken. „Bei dieser Oper haben wir auf der einer Seite den Kontrast zwischen der westlichen und der östlichen Welt, der virtuos in der Musik gespiegelt wird. Da ist aber auch ein menschliches Drama von Liebe und Verlassen, von Treue und Betrug, das jedem ans Herz geht“, erklärt Griffiths. Das 60-köpfige Festspiel-Orchester wird diese Gefühle zum Klingen bringen. vg