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EUTINER FESTSPIELE

Musical Ein Käfig voller Narren mit Glamour und Aussage bei den Eutiner Festspielen 2022

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Rolf Essers, Vanni Viscusi, Tobias Materna und Christoph Bönecker (hinten von links) sorgen hinter den Kulissen für Furore, auf der Bühne sind dafür die Hauptdarsteller Livio Cecini und Uwe Kröger (vorne rechts) zuständig. Foto: Graap

„Ein Käfig voller Narren“ ist Plädoyer für Liebe und Respekt.

Ein schillernder Musical-Welterfolg steht in diesem Jahr auf dem Festspiel-Programm: Mit „Ein Käfig voller Narren“ von Jerry Herman feiert am 1. Juli ein Stück Premiere, das wie kaum ein anderes eine Lanze für Vielfalt, Akzeptanz und bedingungslose Liebe bricht.

Regisseur Tobias Materna, Co-Regisseur und Choreograf Vanni Viscusi und der musikalische Leiter Christoph Bönecker haben bereits 2021 gemeinsam „Cabaret“ auf die Seebühne gebracht. Sie müssen der Inszenierung die Balance geben, die es braucht. Denn neben Glanz und Glamour enthält das Stück auch eine Menge feinsinniger Momente. „Es geht in diesem Musical nicht nur um ,schräge Vögel’ in außergewöhnlichen Kostümen, sondern um große Themen wie Liebe, Toleranz und Respekt“, betont Materna. Dies findet Ausdruck in dem wohl bekanntesten Song des Kult-Musicals: „I am What I am – Ich bin, was ich bin“.

Die Travestie-Komödie dreht sich um den schwulen Nachtclub-Besitzer Georges und seinen Lebensgefährten Albin. Aus seiner lang zurückliegenden Beziehung mit einer Frau hat Georgeseinen Sohn, der bei ihm und Albin behütet aufgewachsen ist. Und dieser Sohn will ausgerechnet die Tochter eineserzkonservativen Politikersheiraten. Kurz entschlossen inszeniert das Paar für den Besuch der Schwiegereltern in spe eine heile Hetero-Welt, indem Travestie-Star Albin die Mutterrolle übernimmt. Dann nimmt der Wahnsinn seinen Lauf ... vg

Liebe Leser und Leserinnen!

„Warum tun wir, wenn wir von Liebe reden, als gäb’s nur Liebe zwischen Mann und Frau?“, sang Daliah Lavi schon 1976. Dass es auch andere Spielarten gibt, zeigt das Kult-Musical „Ein Käfig voller Narren“, mit dessen Aufführung die Eutiner Festspiele Neues wagen. Bewährte Töne erklingen bei der Opernproduktion: Puccinis „Madama Butterfly“ war schon 1999 auf die Freilichtbühne ein Hit. Dazu gesellen sich mehr Konzerte denn je und der Abschied von der in die Jahre gekommenen Tribüne. Was für eine interessante Saison!

Erstmals eine Spätvorstellung

Auf dem Grünen Hügel von Eutin gibt es eine besondere Premiere: Erstmals laden die Festpiele zu einer Spätvorstellung ein – am Sonnabend, 9. Juli, um 22 Uhr steht dann „Ein Käfig voller Narren“ auf dem Programm. Damit wollen die Theatermacher auch die exzellente Arbeit des Lichtdesigners Rolf Essers würdigen, die erst im Dunkeln richtig zur Entfaltung kommt und für ein Höchstmaß an Atmosphäre sorgt. Und Zuschauer, die mit Federboa, in Highheels oder anderen Verkleidungen kommen, kriegen ein Glas Sekt gratis!