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Vorsicht mit alternativen Heizquellen

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Heizen wird immer teurer, doch manche Alternativen führen nicht zum Ziel oder sind sogar gefährlich. Foto: weyo/Adobe Stock

Versicherer befürchten mehr Brandunfälle

Das Heizen wird immer teurer - viele Menschen suchen daher nach Alternativen. Die Versicherer befürchten angesichts des Hypes in den sozialen Medien um alternative Heizmethoden einen Anstieg von Brandunfällen in Deutschland. „Wir sehen mit Sorge, zu welch abenteuerlichen Mitteln manche Mieter und Hausbesitzer greifen. Wir raten von gefährlichen Experimenten dringend ab", sagt Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Angesichts der hohen Energiepreise sei zwar nachvollziehbar, dass Menschen nach Einsparmöglichkeiten suchten. „Viele alternative Heizmethoden sind jedoch völlig ungeeignet, Wohnräume über einen längeren Zeitraum zu wärmen. Sie sind obendrein gefährlich", warnt Asmussen.

Kerzen sind kein Ersatz für Raumheizung

Das größte Risiko gehe von offenem Feuer aus. „Kerzenlicht taugt nicht als dauerhafter Ersatz für eine Raumheizung", sagte Asmussen. Dies gelte auch für sogenannte Teelichtöfen, die im Internet als hippe Alternative zum Selberbauen angepriesen würden. ,,Bei diesen Konstruktionen besteht die Gefahr eines Hitzestaus, bei dem der ganze Ofen in Brand geraten kann."

Gasbetriebene Heizstrahler, die in manchen Internetforen ebenfalls als Lösung propagiert würden, haben in geschlossenen Räumen generell nichts zu suchen. „Neben dem erhöhten Brandrisiko können in geschlossenen Räumen auch giftige Verbrennungsgase auftreten", warnt Asmussen. Dadurch könne es zu Kohlenmonoxid-Vergiftungen kommen, die schlimmstenfalls Menschenleben kosten. (Tipps zur Vermeidung einer Kohlenmonoxid-Vergiftung gibt das GDV-Verbraucherportal DieVersicherer).

Zu viele Elektroheizungen an einer Leitung - Brandgefahr

Auch den verstärkten Einsatz von Elektroheizungen und -strahlern sehen die Versicherer kritisch. Steckdosen und Mehrfachverteiler können bei hoher Dauerbelastung durch Elektroheizungen überhitzen und Feuer fangen. „Vor dem Einsatz von leistungsstarken Elektroheizungen sollte man unbedingt eine Fachkraft zu Rate ziehen", sagt Asmussen. Auch sollten Kamine oder Öfen, die lange nicht genutzt wurden, vor der Wiederinbetriebnahme fachgerecht angeschlossen und von einem Schornsteinfeger geprüft werden.

Einfrieren von Heizungsrohren vermeiden

Auch wenn Mieter Energie sparen wollen: Auf das Heizen ungenutzter Räume sollten sie nicht völlig verzichten, um Frostschäden zu vermeiden. Die Frostschutzstellung am Heizkörperventil schafft keine Sicherheit: Sie sorgt nur dafür, dass der Heizkörper selbst nicht einfriert, schützt aber nicht das Gebäude oder dessen Sanitärinstallation. Deswegen: Besser das Ventil auf die Stufe Eins stellen.