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Grüße zu Weihnachten und Neujahr

Auf den letzten Drücker

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Gut verzurrt: Der optimalerweise in ein Netz gepackte Baum wird mit dem Stamm voraus auf dem Dach mit Spanngurten gesichert. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa

Wer jetzt noch einen Baum kaufen will, muss sich beeilen - der sichere Transport darf aber nicht auf der Strecke bleiben.

Zum Weihnachtsfest gehört ein Weihnachtsbaum. Noch keinen gekauft? Jetzt wird es aber höchste Zeit, denn morgen ist Heiligabend. Doch trotz aller Eile darf die Transportsicherheit nicht leiden.

Der Baum soll idealerweise mit dem Auto nach Hause transportiert werden. Je nach Größe und Wuchs kann das mitunter knifflig werden. Der Baum darf weder die Insassen noch andere Menschen gefährden. Das heißt: Man kommt nicht drumherum, ihn entsprechend zu sichern - unabhängig ob man den Baum auf dem Dach oder im Innenraum nach Hause bringen will.

Ansonsten kann er beim Ausweichen oder bei Vollbremsungen zur Gefahr für alle werden. So wird bei einem Unfall mit Tempo 50 aus einem 30 Kilogramm schweren Baum ein Geschoss mit der Wucht von 750 Kilogramm, zeigte ein Crashversuch des ADAC.

Der Baum ist Ladung

Schon beim Kauf lässt man sich den Baum am besten in ein Netz einpacken, um ihn kompakter verstauen zu können. Der Baum gilt als Ladung und darf weder verrutschen noch umfallen, hin und her rollen oder herabfallen. Daran erinnert der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) und verweist auf den Paragraf 22 der Straßenverkehrsordnung (StVO). Wer ihn nicht ordnungsgemäß sichert, riskiert bis zu 60 Euro Bußgeld und einen Punkt in Flensburg.

Aufs Dach oder besser in den Kofferraum?

Ein kleinerer Tannenbaum könnte noch quer auf die Rückbank passen. Größere werden im Kofferraum verstaut. Das Ende des Stamms sollte in Fahrtrichtung zeigen und direkt an der Rückenlehne anstoßen. Dann ist der Baum laut ADAC fest mit Spanngurten zu sichern. Geht der Kofferraum nicht mehr zu, gilt: Sobald die Ladung mehr als einen Meter übersteht, muss sie mit einer roten, 30 mal 30 Zentimeter großen Fahne, einem Schild oder einem Zylinder gekennzeichnet werden, erläutert der DVR. Bei Fahrten bis zu 100 Kilometer darf Ladung bis zu drei Meter über das Heck herausragen, bei längeren nur 1,50 Meter.

Wer überstehende nicht kennzeichnet, Ladung muss mit 25 Euro Bußgeld rechnen. Bei Dunkelheit sind noch eine Leuchte und ein Rückstrahler nötig. Der Baum darf weder Rückleuchten noch Kennzeichen verdecken.

Auf dem Dach ist der Baum - am besten auf einem Dachgepäckträger - mehrfach mit Spanngurten fest zu verzurren. Die Experten raten zu stufenlos verstellbaren Spanngurten. Gummi-Expander reichen nicht aus. Auch auf dem Dach sollte der Baumstamm in Fahrtrichtung zeigen.

Schieben oder sicher radeln

Sicherheit geht auch auf dem Fahrrad vor. Hier gilt erneut: Immer nur mit fest verzurrtem Baum starten, so der Pressedienst Fahrrad (pd-f). Am sichersten dürfte es sein, wenn der Baum über Lenker und Sattel gelegt, fixiert und das Rad geschoben wird.

Ein extralanger Baum dürfte schwer per Fahrrad zu transportieren sein. Wichtig ist, den Baum nicht einfach unter den Arm zu klemmen und los zu radeln - das erhöht die Sturzgefahr.

Auch keine gute Idee: Den Baum quer auf den Gepäckträger zu schnallen. So läuft man Gefahr, die maximale Breite des Fahrrads von circa einem Meter zu überschreiten. Außerdem steigt damit die Unfallgefahr.

Auf dem Anhänger oder per Lastenrad

Der Baum kann in einem Fahrrad-Lastanhänger nach Hause kommen. Es gibt auch große Kinderanhänger, die eine Art abgetrennten Kofferraum haben. Ein kleinerer Tannenbaum kann dort vielleicht stehend hineingesteckt werden.

Ein Baum kann je nach Größe in ein Lastenrad passen. Um ihn verrutschfest zu sichern, bieten sich Spanngurte an. Der Baum darf den Radelnden nicht die Sicht nehmen. Ist die Transportbox auf dem Lastenrad hinten und ragt die Ladung mehr als einen Meter heraus, muss man sie wie beim Auto sichern. Befindet sich die Transportbox vorn am Lastenrad, darf der Baum nicht nach vorne darüber herausragen. dpa