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Grüße zu Weihnachten und Neujahr

Der Weihnachtsbaum ist jetzt eher ein Adventsbaum

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In vielen Haushalten steht der Weihnachtsbaum deutlich früher in der guten Stube, muss aber immer öfter schon vor Silvester wieder weichen.. Foto: Patrick Pleul/dpa

Nur noch etwa jeder achte Weihnachtsbaumkäufer in Deutschland schmückt den Baum erst an Heiligabend - Viele stellen den Baum inzwischen schon Wochen vorher auf

O Tannenbaum, o Tannenbaum, wie früh sind deine Käufer": In Millionen Haushalte in Deutschland stellen den Weihnachtsbaum heutzutage viel zeitiger auf als dies in vergangenen Jahrzehnten Tradition gewesen ist. Schon Wochen vor dem Fest stehen Lichterbäume heutzutage nicht mehr nur auf Weihnachtsmärkten, in Geschäften, Büroräumen oder öffentlichen Foyers, sondern auch in Wohnzimmern, also guten Stuben.

„Früher war das letzte Wochenende vorm Fest bei den meisten der Termin, an dem man den Baum kaufte, jetzt ist es eher der Zweite oder Dritte Advent", sagt Eberhard Hennecke vom Bundesverband der Weihnachtsbaumund Schnittgrünerzeuger (BVWE).

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„Das vergangene Jahrzehnt hat diesen Trend intensiviert und richtig in Fahrt gebracht, also dass man sich sehr früh den Weihnachtsbaum holt und auch früh entsorgt", sagt Hennecke. Deutschland passt sich in gewisser Weise vielleicht auch nur internationalen Bräuchen an. In den USA zum Beispiel stellen viele den Weihnachtsbaum schon kurz nach Thanksgiving auf (Ende November).

Während der Christbaum noch in den 80ern, 90ern und Nullerjahren in der Bundesrepublik meist bis zum Dreikönigstag, also dem 6. Januar, stehenblieb, werde er heute oft schon zwischen den Jahren oder kurz nach Silvester entsorgt, sagt Hennecke, der in seinem Forstproduktebetrieb seit mehr als 30 Jahren Weihnachtsbäume anbaut.

Aktuell ergab eine Umfrage des Portals, Statista", dass nur noch zwölf Prozent der Weihnachtsbaumkäufer bis zum 24. Dezember warten, um den Baum aufzustellen. Mehr als die Hälfte der Befragten stellt den Baum dagegen schon Anfang bis Mitte Dezember auf. 33 Prozent der Befragten platzieren und schmücken den Tannenbaum, wenige Tage vor Heiligabend". In den 70ern war Aufstellen und Schmücken des Tannenbaums an Heiligabend wohl noch Normalfall und wichtiger Programmpunkt. In Loriots Sketchfolge ,,Weihnachten bei Hoppenstedts" von 1978 sagt der Vater (Heinz Meier) jedenfalls: „Jetzt wird erst der Baum fertig geschmückt, dann sagt Dicki ein Gedicht auf, dann holen wir die Geschenke rein, dann sehen wir uns die Weihnachtssendung im Ersten Programm an, dann wird ausgepackt, und dann machen wir's uns gemütlich..."

Jedes Jahr werden etwa 27 Millionen Weihnachtsbäume in Deutschland verkauft bei einem Umsatz zwischen 500 und 550 Millionen Euro

Weihnachtsbaum-Erzeuger Hennecke in Sundern im Hochsauerland sagt: „Früher gab es in der Adventszeit mehr Geduld, heute lebt man wochenlang in das Weihnachtsfest hinein. "Außerdem habe die Corona-Pandemie und die Politik der Kontaktbeschränkungen in den letzten Jahren bei vielen den Wunsch nach einem heimeligen Zuhause bestärkt und auch dazu geführt, es sich rechtzeitig mit einem Baum in kleiner Gemeinschaft schön machen zu wollen. Da es weiterhin offensichtlich schwierige Zeiten gebe, sehe er kein Ende dieses Bedürfnisses, sagt Hennecke. dpa