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LICHTERSTADT EUTIN

Als Weihnachten zum Trauma wurde

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Seit Ende August ist Heiko Godow Bürgermeister von Malente. Foto: Dirk Schneider

Dienst schieben im Bläserchor und Beruf: Für Heiko Godow waren die Festtage oft stressig

Weihnachten, das besinnliche Fest im Kreise der Familie? Heiko Godow hat da ganz andere Erfahrungen gemacht. Die Feiertage waren für ihn lange Zeit durch Hektik und Stress geprägt. Wie es dazu kam, hat der langjährige Vorsteher der Eutiner Schützengilde und Eutiner Unternehmer, der seit Ende August neuer Bürgermeister in Malente ist, den LN erzählt.

Seine früheste Erinnerung an Weihnachten ist noch eine sehr positive. „Ich war damals vier Jahre alt und wir feierten in Aurich, denn meine Eltern tauschten immer zu Weihnachten das Haus mit meinem Onkel. In dem Jahr durfte ich den Weihnachtsmann spielen - warum, das weiß ich nicht. Jedenfalls war ich verkleidet wie der Nikolaus und habe die Geschenke aus einem großen Sack verteilt", entsinnt sich Godow. Und ganz unten im Beutel bekam er einen Teddybären zu fassen, der ganz eindeutig war. für ihn selbst bestimmt „Dieser Teddy hat mich bis in sagt die Pubertät begleitet", Godow schmunzelnd.

Zwischen zehn und 15 Jahren begann für ihn jedoch eine fürchterliche Zeit: ,,Meine Mutter hielt uns an, viele Instrumente zu lernen, und ich landete schließlich im Fissauer Posaunenchor. Seitdem verbinde ich diese Zeit im Jahr mit weihnachtlichem Stress. Ich war mit meist älteren Menschen unterwegs zu Altenheimen, Krankenhäusern, Gottesdiensten und so weiter. Am Heiligabend hatten wir eine halbe Stunde, um uns Kartoffelsalat und ein Würstchen reinzuziehen, uns die Geschenke an den Kopf zu schmeißen - und schon ging es weiter", berichtet Godow und betont: „So spaßig, wie sich das anhört, war es wirklich nicht."

Mit 16 hatte er dann die Nase voll vom Bläserchor. „Ich meldete mich beim Rettungsdienst in Grömitz freiwillig für den Einsatz an Heiligabend." Von da an prägte nun der berufliche Weg ins Gesundheitswesen die Weihnachtszeit.  ,,Wenn für die Festtage jemand gesucht wurde, der Dienst schiebt, hob ich als erster die Hand." Mit der eigenen Familie war es später nicht anders. ,,Meine Kinder haben Weihnachten wahrscheinlich häufiger mit dem Babysitter verbracht als mit ihren Eltern. Bescherung war dann meistens morgens um 5 Uhr", sagt Godow.

Seitdem er nach Krummsee gezogen ist, hat sich das alles jedoch verändert. ,,2019 haben wir angefangen, Weihnachten so zu feiern, wie man es kennt. Gemeinsam mit der Familie, mit Zeit und Ruhe, mit Wild statt Gans und unbedingt einem guten Nachtisch - es gibt nichts Besseres", sagt der 54-Jährige. Und da ist sie endlich wieder: Die Vorfreude auf Weihnachten. vg


Wunschbaum in der Sparkasse Holstein

Eutin - Kreisstadt des Kreises Ostholstein, Zentrum der Holsteinischen Schweiz, lebens- und liebenswerte Heimat zahlreicher Menschen, Unternehmen und Institutionen sowie eines vielfältigen kulturellen und sportlichen Angebots. Stets ,,mittenmang dorbi": die Sparkasse Holstein als lebendiger Teil der Stadt Eutin. Und das gilt natürlich auch in der Vorweihnachtszeit.

Denn die Sparkasse stellt vom 28. November bis zum 16. Dezember in ihrer Kundenhalle einen Wunschbaum zugunsten bedürftiger Kinder aus sozial benachteiligten Familien auf. An diesem Wunschbaum hängen Karten mit Kinderwünschen zu Weihnachten, die - hoffentlich - von zahlreichen Kundinnen und Kunden mitgenommen werden. So sollen möglichst viele Kinderwünsche in Erfüllung gehen und Kinderaugen leuchten. Denn darauf kommt es an: Menschen, die es nicht so gut im Leben haben, eine Freude zu machen.

Filialleiter Michael Voß: „Wir sind aus Überzeugung als Partner für die Menschen, Vereine und Unternehmen in Eutin und Umgebung da! Mit Gespür für die Bedürfnisse, Menschlichkeit und Herzblut." Und dazu gehört auch das Engagement für die Schwächeren in unserer Mitte - so wie bei der Wunschbaumaktion.