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Reisen 2022

Hamburg Urlaubsschiff Aidacosma geht auf Reisen

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Fertig zur Abreise: Am 9. April wird der neueste Zuwachs der Aida-Flotte in Hamburg getauft. Foto: Sina Schuldt/dpa-tmn

Die Reederei Aida Cruises schickt ihr zweites Schiff auf Reisen, das mit Flüssigerdgas (LNG) angetrieben wird. Die 337 Meter lange „Aidacosma“ trat am Samstag, 26. Februar, ab Hamburg ihre erste einwöchige Kreuzfahrt durch westeuropäische Häfen an. Ziele sind Southhampton, Cherbourg, Zeebrügge und Rotterdam.  

Das neue Urlaubsschiff der Reederei Aida hat die erste Bewährungsprobe im Orkan auf der Nordsee souverän bestanden

Erwartet werden wegen der Corona-Beschränkungen 2500 Passagiere, weniger als die Hälfte der möglichen Kapazität in 2730 Kabinen. Die Besatzung aus 1500 Personen werde ihren Gästen aber das volle Programm von Gastronomie und Unterhaltung bieten, sagte Chefmanagerin Heidi Rothe bei einem letzten Vorbereitungsstopp in Kiel. „Nur Tanzen ist aktuell noch nicht möglich.“

Die Westeuropatour soll es sechs Mal geben, bevor die „Aidacosma“ am 9. April in Hamburg von der Rad-Olympiasiegerin Kristina Vogel getauft wird. Die Taufreise führt ins Mittelmeer nach Palma de Mallorca. Bis Mitte Oktober soll das Schiff dann einwöchige Kreuzfahrten im westlichen Mittelmeer von Palma und Barcelona anbieten.

In der Schifffahrt gilt verflüssigtes Erdgas (englisch: Liquified Natural Gas) als Schritt weg von umweltschädlichen Dieselmotoren. LNG-Antriebe stoßen 15 bis 25 Prozent weniger Kohlendioxid aus; Stickstoff und Feinstaub werden fast vollständig vermieden. Erstes LNG Schiff der Rostocker Reederei Aida Cruises war die 2018 in Dienst gestellte „Aidanova“. Sie stammt wie die „Aidacosma“ von der Meyer-Werft in Papenburg an der Ems.

Das neuere Schiff hat noch mehr Kabinen bekommen. Es gibt 17 Restaurants und 23 Bars. Am Heck erlaubt das Ocean Deck über vier Decks hinweg einen Panoramablick aufs Meer. Im Fun Park können Kinder an Seiltürmen klettern. Auch gibt es eine doppelte Wasserrutsche über drei Decks.

Während der Orkane im Februar musste die „Aidacosma“ aus Sicherheitsgründen zweimal von Bremerhaven hinaus auf die Nordsee fahren. Dort habe Seegang mit neun Meter hohen Wellen geherrscht, doch das Riesenschiff habe ruhig im Wassergelegen, berichtete Kapitän Tommy Möller. „Man hat es dem Schiff nicht angemerkt, dass draußen ein schwerer Sturm tobt.“ dpa