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Reisen 2022

Urlaub am liebsten in Deutschland

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Die Küsten an Nord- und Ostsee sind nach wie vor die beliebtesten Urlaubszielen der Deutschen. Foto: hemminetti - stock.adobe.com

Deutschland bleibt für die Bundesbürger Reiseland Nummer Eins, und Niedersachsen ist dabei weiter mit ganz vorn. Jeder zweite Deutsche verbrachte 2021 seinen Haupturlaub im Inland, heißt es in einer am Dienstag in Hamburg veröffentlichten Umfrage der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen. Bayern verdrängte dabei mit einem Anteil von 9,2 Prozent Mecklenburg-Vorpommern mit seiner Ostseeküste (7,8 Prozent) von Rang Eins. Es folgen Niedersachsen mit der Nordsee sowie Harz und Heide (6,7) sowie Baden-Württemberg (5,3) und Schleswig-Holstein (4,7).    

Umfrage der BAT-Stiftung: Die Reiselust steigt wieder

Corona habe die Urlaubsplanung fast aller Befragten beeinflusst, sagte Ulrich Reinhardt, Wissenschaftlicher Leiter der Stiftung. Aber nur 41 Prozent seien in Sorge vor zu laschen Auflagen. 59 Prozent dagegen befürchteten zu starke Einschränkungen. 
    

Die Reiselust hat 2021 wieder deutlich zugenommen. Hatten 2020 noch 37 Prozent eine Reise von mindestens fünf Tagen unternommen, so waren es im vorigen Jahr 49 Prozent, so Reinhardt. „Der Reiseweltmeister hat sich zurückgemeldet.“ In den Vorjahren lag der Wert immer zwischen 51 und 65 Prozent. In diesem Jahr planen laut Umfrage 57 Prozent der Bürgerinnen und Bürger eine Urlaubsreise. Etwa jeder Fünfte (22 Prozent) ist noch unentschlossen.

Neben den traditionellen Feriengebieten an der See und in den Bergen haben vor allem andere Bundesländer wie Berlin oder Rheinland-Pfalz profitiert. Ihr Anteil stieg 2021 gegenüber dem Vorjahr um knapp die Hälfte auf 15,9 Prozent. So haben in Sachsen mehr Menschen Urlaub gemacht als in Frankreich und mehr in Nordrhein-Westfalen als in Kroatien.

Der Anteil der Urlaubsziele im europäischen Ausland sank um sechs Prozentpunkte auf 42 Prozent. Spitzenreiter ist wieder Spanien, gefolgt von Italien und Griechenland. Stark eingebrochen ist der Markt für Fernreisen. Ihr Anteil sank von 17,2 Prozent in 2019 auf 7,4 Prozent im vorigen Jahr.

11,2 Tage waren die Bundesbürger 2021 durchschnittlich in ihrem Haupturlaubunterwegs, 1,3 Tage länger als 2020. Für das laufende Jahr rechnet Reinhardt wieder mit längeren Urlauben.

Ein Urlaubstag in Deutschland war mit 98 Euro inclusive Anreise, Unterbringung und Verpflegung ein wenig teurer als in Europa (96 Euro). Am teuersten war es in Spanien (112 Euro) und Skandinavien (110 Euro), am billigsten in der Türkei (60 Euro). Ob der Deutschland-Boomim Tourismus anhält, so Reinhardt, sei auch eine Frage der Preisentwicklung. epd