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RUND UMS HAUS OSTHOLSTEIN

Betonbox statt echter Keller

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Für einen echten Keller spricht, dass er den Wert des Hauses erhöht und zusätzliche Wohnqualität bietet. Foto: Markus Scholz/dpal

Sparen am Bau: Manchmal geht es nur um einen Raum mehr, den man gerne in seinem Haus hätte als Lager oder als Heizungsraum - Modulkeller können das

Die Baukosten erhöhen sich mit der Entscheidung für einen Keller um gut 20 Prozent-Geld, das manche Bauherren einsparen müssen oder wollen. Doch der Verzicht hat Nachteile: Heizung oder Waschküche müssen dann im Wohnbereich Platz finden.

Es gibt einen Kompromiss: Modulkeller, Minikeller, Technikbox oder Effektivkeller - kleine kompakte Betonboxen unter dem Haus. „Sie sind eine Idee für Bauherren, die sich aus Kostengründen für eine Bodenplatte entscheiden würden, aber doch sehen, dass ein Keller seine Vorteile hat und sei er noch so klein", sagt Dirk Wetzel von der Gütegemeinschaft Fertigkeller. Dort ist die Haustechnik besser aufgehoben, weil sie oft unangenehme Störgeräusche verursacht."

Für solche kleinen Keller muss die Baugrube nicht so groß ausfallen wie für eine komplette Unterkellerung. Es genügen laut Dirk Wetzel Gruben mit einer Fläche von etwa 6,50 mal 6,50 Metern. Das spart Kosten für Ausgrabung und Entsorgung des Bodens. Da die kleinen Modulkeller weitgehend industriell vorgefertigt sind, braucht die Montage eines kleinen Kellers auf der Bau stelle meist nicht mehr als einen Tag. Danach wird - wie bei einem Vollkeller - die Betonboxnach oben hin fest mit der Bodenplatte verbunden", erklärt Wetzel. Ein zusätzliches Fundament für die Stahlbetonkonstruktion ist in der Regel nicht erforderlich.

Diese Keller können an jedem beliebigen Platz unter dem Haus entstehen, praktischerweise schließt aber die Kellertreppe an die Erdgeschosstreppe an. Aber: "Die Betonbox muss ja nicht unbedingt unter dem Haus ins Erdreich versenkt werden", ergänzt Ulrich Lotz. „Man kann sie an jeder passenden Stelle unter der Terrasse oder im Garten vergraben. Wichtig ist dabei, dass ein ordentlicher und sicherer Zugang geschaffen wird." Diese Lösung ist auch eine Option für Bauherren, die erst später eine Kellerbox anbauen wollen. Sie lässt sich jederzeit nachrüsten", sagt Lotz.

Doch solche Modul- oder Effektivkeller sind nicht unumstritten. Wenn das Gebäude nur zu einem Teil unterkellert ist, können sich Risse bilden und der Bereich des Hauses, der keinen Keller hat, kann absinken", sagt Heinrich Bökamp Präsident der Ingenieurkammer-Bau Nordrhein-Westfalen.

Er rät, sich entweder für einen Vollkeller oder für eine Bodenplatte zu entscheiden. Wer unbedingt beim Neubau sparen will, kann mit dem vollständigen Ausbau der Kellerräume ja noch war ten. Wird aber auf den Keller verzichtet, lässt sich das später nicht mehr rückgängig machen", sagt Bökamp. Für den echten Keller spricht, dass er den Wert des Hauses erhöht. Moderne Keller ha ben nichts mehr mit den dunklen, feuchten Räumen zu tun, in denen früher Kohlen und Kartoffeln gelagert wurden. Heute sind sie dicht, hell und . Das eröffnet viele Möglichkeiten: zum Wohnen, als Fitnessstudio, Sauna, Hobby- oder Arbeitsraum. dpa