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Trauerratgeber

Letzten Weg selbst gestalten: Bestattungsvorsorgevertrag oder Sterbeversicherung

Was darf mit in den Sarg und das Grab?

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Holger und Sebastian Markmann Foto: Babian Nockel

Es liegt in der Natur des Menschen, sich nicht mit der Endlichkeit seines Lebens zu beschäftigen. Doch sich nicht selbst damit zu beschäftigen, führt oft dazu, dass Angehörige mit der plötzlichen Situation überfordert sind. Sie geraten sogar in Streit, weil jeder eine andere Vorstellung hat, wie der Verstorbene sich die Bestattung vorgestellt hat.

Der eigene Tod ist oft ein Tabuthema

Wer seinen eigenen Abschied detailliert zu Lebzeiten planen und auch finanziell absichern möchte, kann bei Holger und Sebastian Markmann einen Bestattungsvorsorgevertrag abschließen. Vorsicht geboten ist bei „Discount-Bestattern“oder Pauschalpreisen. Kein seriöses Unternehmen kann bei einer Bestattung vorabeinen Festpreis nennen.

Zur Absicherung der Finanzierung kann man entweder eine Sterbe- oder Lebensversicherung hinterlegen oder einen Betrag beider Deutschen Bestattungsvorsorge Treuhand AG einzahlen. Das Geld ist für die eigene Bestattung zweckgebunden angelegt und gesichert.

Markmann Bestattungen
Johannes-Brammer-Str. 16
23689 Techau
Bäderstraße 26, 23626 Ratekau
Tag u. Nacht erreichbar Tel. 04504/ 59 08

Strenge Regeln

Was darf mit in den Sarg und das Grab?

Bestattungen werden in den 16 Landesbestattungsgesetzen individuell und nicht einheitlich geregelt. Darin festgeschrieben sind Auflagen zum Erstellen eines Totenscheins, Fristen, Vorgaben zu Ruhezeiten oder zur Leichenschau.

Eine klassische Erdbestattung muss zwingend auf einem Friedhof erfolgen. Gräber werden in der Regel nur in der Heimatgemeinde vergeben. Bei einer Feuer- oder Baumbestattung kann der Verstorbene auch in einer anderen Gemeinde und muss nicht auf einem Friedhof beigesetzt werden. Eine Seebestattung ist sowohl in der Nordsee, als auch in der Ostsee möglich.

Nur Erde und Blumen dürfen ins Grab, um den Toten die letzte Ehre zu erweisen. Dabei steht die Erde für die Sterblichkeit und die Blumen symbolisieren das ewige Leben. Andere Grabbeigaben sind nicht erlaubt.

Aber um die Trauer besser zu verarbeiten, ist es auch heute noch üblich, Verstorbenen ausgewählte Beigaben im Sarg mit auf die letzte Reise zu geben. Das ist nicht nur erlaubt, sondern im Rahmen der Trauerbewältigung ausdrücklich erwünscht. Es darf alles mit in den Sarg, was sich mehr oder weniger zersetzt und dabei das Grundwasser nicht verschmutzt. So zumindest die etwas pietätlose Regel.

Gegenstände, die den Zersetzungsprozess des Körpers beeinflussen, sind als Mitgabe für den Sarg tabu. Während die meisten Bestatter aber über das Trikot aus 100 Prozent Polyester noch hinwegsehen, den Motorradhelm werden sie nicht als Mitgabe akzeptieren. Und auch, wenn der Verstorbene zu Lebzeiten nicht ohne sein Handy auskam – im Grab haben technische Geräte nichts verloren, denn sie zersetzen sich nicht und könnten bei einer Feuerbestattung Schaden anrichten. Auch Glas oder Dinge, die Gas enthalten, können explodieren und sind daher bei der Urnenbestattung verboten. arag