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Rekordwert seit Euro-Einführung

Inflationsrate in Eurozone steigt auf 7,4 Prozent

Ein Kunde zählt an der Kasse eines Supermarkts sein Geld. (Symbolbild)

Luxemburg. In der Eurozone hat sich der Preisschub fortgesetzt und die Inflation auf ein Rekordhoch getrieben. Stärkster Treiber bleiben die Energiepreise. Im März stiegen die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 7,4 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag in Luxemburg nach einer zweiten Schätzung mitteilte. In einer ersten Schätzung war mit 7,5 Prozent noch eine etwas höhere Rate ermittelt worden. Im Februar hatte die Rate noch bei 5,9 Prozent gelegen.

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Die Inflationsrate im Euroraum war noch nie so hoch seit Einführung der Gemeinschaftswährung im Jahr 1999. Seit dem vergangenen Sommer hat sich die Teuerung kontinuierlich verstärkt, wobei zuletzt bereits Rekordwerte erreicht wurden. Der Krieg in der Ukraine und die harten Corona-Maßnahmen in China verschärften zuletzt den Preisdruck.

Inflationsziel der EZB deutlich überschritten

Im Monatsvergleich stiegen die Verbraucherpreise im März um 2,4 Prozent. Hier war zunächst ein Anstieg von 2,5 Prozent ermittelt worden.

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Getrieben wurde die Teuerung ein weiteres Mal vom einem extrem starken Anstieg der Preise für Energie, die sich zum Vorjahresmonat um 44,4 Prozent verteuerte. Lebens- und Genussmittel waren im März 5,0 Prozent teurer als vor einem Jahr.

Das mittelfristige Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von zwei Prozent wird damit deutlich überschritten. Mittlerweile zeichnet sich auch bei der EZB eine Wende hin zu höheren Zinsen ab. Eine Reihe von Ratsmitgliedern signalisierten zuletzt eine Zinserhöhung für den Juli.

Kommt die Erhöhung des Leitzins im Juli?

Der Vizepräsident der EZB, Luis de Guindos, hat sich für eine erste Zinserhöhung im Juli ausgesprochen. „Ich sehe keinen Grund, warum wir unser Programm zum Kauf von Vermögenswerten nicht im Juli auslaufen lassen sollten“, sagte de Guindos in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg. Aus heutiger Sicht sei dann auch eine Zinserhöhung im Juli möglich. Der Vizepräsident hält aber auch einen Zinsschritt erst im September oder später für möglich und machte deutlich, dass die Entscheidung von der Datenlage abhänge.

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Zuletzt hatten mehrere EZB-Vertreter in Interviews einen Zinsschritt bereits im Juli ins Spiel gebracht. Ähnliche Äußerungen kamen am Donnerstag etwa von EZB-Ratsmitglied Pierre Wunsch, Präsident der belgischen Notenbank. Am Mittwoch hatte Martins Kazaks, ebenfalls Ratsmitglied und Leiter der lettischer Zentralbank, gesagt, dass eine Zinserhöhung im Juli möglich sei.

RND/dpa

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