Kommentar

Sandberg-Rückzug: Facebook-Konzern am Scheideweg

Sheryl Sandberg verlässt den Facebook-Konzern Meta.

Berlin. Es ist nicht nur ein Knall, es ist ein Beben, das den Facebook-Konzern Meta derzeit erschüttert. Der Rückzug von Co-Chefin Sheryl Sandberg ist der bisher höchste Ausschlag auf der Richterskala. Sandberg war mehr als „nur“ die Nummer zwei von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg. Sie war die Frau, die den Konzern groß gemacht und ihm das Geldverdienen beigebracht hat.

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In guten Zeiten bildeten die „Bergs“ ein kongeniales Duo: Wunderkind „Zuck“ auf der einen und die knallharte Geschäftsfrau „Sand“ auf der anderen Seite. Lange galten die beiden als unzertrennlich, in den letzten Jahren allerdings soll sich das Verhältnis stark abgekühlt haben. Zuckerberg soll Sandberg intern für Skandale wie den um die Analysefirma Cambridge Analytica verantwortlich gemacht haben, unter denen der Ruf des Plattformbetreibers arg gelitten hat. Die zuletzt schrumpfenden Nutzerzahlen und Werbeumsätze dürften die Stimmung nicht gerade verbessert haben.

Sandberg bleibt dem Unternehmen zwar als Aufsichtsrätin erhalten, das ändert aber wenig daran, dass Zuckerberg nun noch mächtiger geworden ist, als er es in seinem Imperium ohnehin schon war. Der Gründer, Chef und Mehrheitsaktionär muss nun beweisen, dass er sein Unternehmen nicht nur ein zweites Mal erfinden, sondern auch ein zweites Mal derart profitabel machen kann.

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Die Anteilseigner haben den Glauben daran offenbar längst verloren. Nach der Bekanntgabe der Personalie am Donnerstag gab die Meta-Aktie weiter nach. Rund die Hälfte seines Börsenwertes hat das Unternehmen seit September verloren. Die sinkenden Kurse sind inzwischen fast schon die letzte Konstante im „Metaversum“.

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