Deutsche Wirtschaft besorgt wegen Streit um Brexit-Kontrollen in Nordirland

Lastwagen fahren zum Check-in in das Terminal am Hafen von Dover. (Symbolbild) Der Streit um die zwischenzeitlich ausgesetzten Brexit-Kontrollen in Nordirland hat die deutsche Wirtschaft in Sorge versetzt.

Lastwagen fahren zum Check-in in das Terminal am Hafen von Dover. (Symbolbild) Der Streit um die zwischenzeitlich ausgesetzten Brexit-Kontrollen in Nordirland hat die deutsche Wirtschaft in Sorge versetzt.

Berlin. Der Streit um die zwischenzeitlich ausgesetzten Brexit-Kontrollen in Nordirland hat die deutsche Wirtschaft in Sorge versetzt.

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„Aus Sicht der deutschen Wirtschaft ist es besorgniserregend, dass das Austrittabkommen samt Nordirlandprotokoll seit dem vollzogenen Brexit durch Großbritannien immer wieder infrage gestellt wird“, sagte Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstag). „Damit wird auch das gesamte UK-Geschäft für deutsche und europäische Unternehmen unsicherer.“

Nordirland hatte am Mittwoch überraschend angekündigt, die Kontrollen für Güter aus Großbritannien auszusetzen. Am Freitag stoppte ein Gericht in Belfast den Vorstoß vorläufig.

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Wansleben: EU soll weiter für europäische Interessen eintreten

Wansleben forderte, die EU sollte weiter entschlossen agieren und für die europäischen Wirtschaftsinteressen eintreten. „Auch die britischen Pläne zum Abweichen von EU-Regeln und Standards etwa im Datenschutz, bei Lebensmitteln oder in der Chemie erhöhen ganz konkret die Transaktionskosten für deutsche Unternehmen im UK-Geschäft“, sagte er. Angesichts der engen Vernetzung der Wirtschaft auf beiden Seiten des Ärmelkanals sei für die Unternehmen eine positive Zukunftsagenda von Europäischer Union und Großbritannien dringend nötig.

Nach DIHK-Angaben haben deutsche Unternehmen in Großbritannien rund 2500 Niederlassungen mit mehr als 400.000 Beschäftigten. Britische Firmen kommen auf 1500 Niederlassungen in Deutschland mit rund 300.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

RND/dpa

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