Geldanlage: Aktien kaufen wie Warren Buffett

Händler verfolgen auf ihren Monitoren im Handelssaal der Börse Frankfurt die Kursentwicklungen (Archivbild).

Stuttgart. Die Omikron-Variante des Coronavirus hat vielen Anlegern einen Strich durch die Rechnung gemacht und der ersehnten Jahresendrallye ein abruptes Ende beschert. Nach Rekordhöhen im November ging es für den Dax zuletzt deutlich bergab.

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Alternativen zur Börse gibt es aber nur wenige, denn die Inflation bleibt hoch. Entscheidend sei es nun, Unternehmen mit tatsächlichem Inflationsschutz zu identifizieren, sagt Bernhard Matthes, Portfoliomanager des BKC Treuhand Portfolios. Das seien Unternehmen, deren Geschäftsmodell eine hohe Preissetzungsmacht erlaube und deren Margen mit steigenden Kosten nicht unter Druck gerieten.

„Im derzeitigen Inflationsumfeld gilt es, Unternehmen zu identifizieren, die über ein robustes Geschäftsmodell und ein starkes Momentum verfügen“, sagt Matthes. Beispielsweise würden Titel aus dem Industrie- und Technologiebereich nach wie vor nennenswerte Einzelbeiträge liefern.

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Also quasi Aktien, die sich als Inflationsgewinner herausstellen und darüber hinaus einem Investor mit langfristigen Anlagehorizont solide Renditen einbringen. Wie findet man solche Aktien als Privatanleger?

Einer der besten Investoren, der solche Aktien findet, ist seit mehreren Jahrzehnten der US-Starinvestor Warren Buffett. Sein Gespür für renditeträchtige Investments bescherte ihm in seiner Fangemeinde schon einen wahren Legendenstatus und den Spitznamen „Orakel von Omaha“.

Kaufe billig, verkaufe teuer

Buffett gilt als einer der wichtigsten Vertreter des Value Investing. Die Idee dahinter ist auf den ersten Blick sehr einfach: Mithilfe der sogenannten Fundamentalanalyse wird ein innerer Wert eines Unternehmens ermittelt. Liegt der Aktienkurs dieses Unternehmens unterhalb dieses inneren Wertes, greift man zu. Bei der Ermittlung des inneren Wertes spielen verschiedene Kennzahlen wie die Dividende, Gewinn oder die Verschuldung eines Unternehmens eine wichtige Rolle. Diese werden dann in Bezug zum Aktienkurs gesetzt.

Warren Buffett analysiert beim Kauf von Aktien aber nicht nur irgendwelche Zahlen, um dann auf unterbewertete Aktien zu schließen. Das Geschäftsmodell muss ganz einfach sein. Er selbst will es verstehen können. Darüber hinaus schadet es nicht, wenn er selbst die Produkte des jeweiligen Unternehmens gerne konsumiert.

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Das beste Beispiel hierfür ist Coca-Cola. Warren Buffett gehört seit jeher zu den Fans des US-Getränkeherstellers. Was dem Börsenguru als Value-Investing-Verfechter an Coca-Cola auch schmeckt, ist die attraktive Dividendenpolitik des Unternehmens. Coca-Cola hat die Ausschüttung an seine Anteilseigner mehr als 55 Jahre in Folge angehoben.

Aus diesem Grund gehört der Konzern zu den sogenannten Dividendenaristokraten. Ein elitärer Club von Unternehmen, zu dem andere bekannte Unternehmen wie Procter & Gamble, Johnson & Johnson oder Colgate-Palmolive gehören. Coca-Cola zählt seit vielen Jahren zu den größten Einzelpositionen im Portfolio von Buffets Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway.

Das Warren-Buffett-Depot

Viele Anleger versuchen die Buffett-Methode der Aktienanlage im eigenen Depot zu übernehmen und ähnliche Erfolge zu erzielen. Da die Fundamentalanalyse jedoch nicht ganz so einfach von jedem Privatanleger angewandt werden kann, kann man sich eines einfachen Tricks annehmen und das Aktiendepot von Warren Buffett „kopieren“.

Das Portfolio von Buffetts Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway kann jeder einsehen. Die Internetseite des Unternehmens ist derart schlicht gehalten, dass man erst einmal gar nicht auf die Idee kommen würde, dass es sich dabei um eines der wertvollsten Unternehmen der Welt handelt. Allerdings hat der Konzern, für den Warren Buffett wie kein anderer steht, seinen Anteilseignern in den vergangenen Jahrzehnten geradezu unglaubliche Renditen geliefert.

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Die teuerste Aktie der Welt

Die Berkshire-Aktie hat er zur teuersten Aktie der Welt gemacht. Aktuell notiert der Kurs der A-Aktie bei mehr als 420.000 Dollar, die B-Aktie ist dagegen für jeden Anleger erschwinglich und notiert bei 250 Dollar. Wer in diese als Anleger wiederum sein Geld anlegt, ist dadurch indirekt an mehr als 45 Unternehmen wie Amazon, Apple, Bank of America, Coca-Cola, Johnson & Johnson, Mastercard, Merck, Procter & Gamble oder T-Mobile US beteiligt. Es gibt kaum eine Branche, in die Buffett noch nicht investiert hat.

Diese Beteiligungen lohnen sich, das zeigt die jüngste Quartalsbilanz von Berkshire Hathaway. Die Unterbrechungen der weltweiten Lieferketten haben zwar den Gewinn etwas geschmälert, aber unter dem Strich kamen dennoch fast 6,5 Milliarden Dollar heraus. Dass Buffett an den Erfolg seiner Strategie und Berkshire glaubt, zeigt die Tatsache, dass das Unternehmen zuletzt eigene Aktien im Wert von 7,6 Milliarden Dollar zurückkaufte.

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