Nach Flutkatastrophe: 80 Prozent der Bahnstrecken sind wieder befahrbar

Die Gleise der Ahrtalbahn wurden durch die Flut verbogen

Berlin. Von den während der Flutkatastrophe im Sommer zerstörten Bahnstrecken vor allem in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sind laut der Deutschen Bahn rund 80 Prozent wieder in Betrieb. „Bei den verbleibenden 20 Prozent wird es über Jahre dauern, bis diese Infrastruktur wieder in Betrieb genommen werden kann“, sagte Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla am Donnerstag auf einer Konferenz zum Wettbewerb auf der Schiene. „Die durch die Flut verursachten Schäden an der Infrastruktur waren die größten, die wir in der deutschen Nachkriegszeit bislang gesehen haben.“

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Die Kosten zur Beseitigung bezifferte Pofalla auf einen dreistelligen Millionenbetrag. Im Sommer nach der Katastrophe war der Konzern von 1,3 Milliarden Euro ausgegangen.

Deutsche Bahn will 170 Milliarden Euro in Schienennetz investieren

Durch die Flutkatastrophe kamen für die Bahn zu den zahlreichen Baustellen im Netz im vergangenen Jahr viele weitere hinzu. „Das gewaltige Bauvolumen hat zu Kapazitätsengpässen und Einschränkungen geführt und mir ist bewusst, dass einige unter Ihnen mit der betrieblichen Qualität nicht immer zufrieden waren“, sagte Pofalla an die Fahrgäste gerichtet. Die Herausforderungen blieben auch in den kommenden Jahren bestehen. „Wir werden in den 20er Jahren 170 Milliarden Euro in das Schienennetz investieren.“

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Die Modernisierung und der Ausbau der Bahninfrastruktur gelten neben der Digitalisierung als wichtige Voraussetzungen, um mehr Kapazitäten für die Verkehrswende auf die Schiene zu schaffen. Derzeit gehe es vor allem darum, die überlasteten Hauptkorridore zu entlasten, sagte Pofalla. „Das macht etwa 10 Prozent des gesamten Schienennetzes aus.“ Er sei indes zuversichtlich, dass das Baustellenmanagement künftig soweit verbessert werden könne, dass die Fahrgäste mit deutlich weniger Einschränkungen zu kämpfen hätten als im vergangenen Jahr.

RND/dpa

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