Kolumne „Der Haushälter"

Sind Sie mit Ihrem Gehalt zufrieden?

Gleiche Löhne für Frauen und Männer sind noch immer nicht überall Realität. Insgesamt mehr über Geld zu sprechen, kann zur Gehaltstransparenz beitragen.

Gehaltsverhandlungen: Aus Mitleid zahlt ihnen keiner mehr, als sie fordern.

Meine erste Gehaltsverhandlung endete mit einem Kompromiss: Nach Ablauf der Probezeit wollten wir wieder über das Thema reden. Das Gespräch fand aber nicht statt.

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Bislang habe ich an dieser Stelle nur Spartipps gegeben. Schließlich heißt die Kolumne nicht aus Versehen „Der Haushälter“. Klar ist aber: Einfacher lässt sich haushalten, wenn die Einnahmen stimmen.

Reden wir also übers Gehalt. Solange Sie den Vertrag noch nicht unterschrieben haben, verhandeln Sie auf Augenhöhe. Ist die Tinte erst mal trocken, ist es viel schwieriger, das Gehalt deutlich zu verbessern.

Oft ist das Gehalt frei verhandelbar. Dann sollte Sie wissen, was in der Firma gezahlt wird. Praktisch, wenn Sie Freunde dort haben – oder in einem ähnlichen Betrieb. Auch der Gehaltsreport von Stepstone hilft. Wird streng nach Tarif gezahlt, lässt sich immerhin über die Tarifgruppe verhandeln.

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Fordern Sie großzügig

Meiner Erfahrung nach ist es besser, selbst einen Preis zu nennen. Der sollte als Anker ruhig etwas höher liegen, so 10 bis 20 Prozent. Keine Scheu: Erfahrene Arbeitgeber sehen eine Gehaltsforderung nicht als Makel, solange sie nicht unverschämt ist. Und aus Mitleid wird Ihnen keiner mehr zahlen, als Sie fordern.

Reden Sie übers Jahresbrutto. Beim Monatslohn bleibt leicht unklar, was mit Urlaubs- oder Weihnachtsgeld ist. Kommt man nicht zusammen, kann man über geldwerte Leistungen reden, wie eine betriebliche Altersvorsorge. Oder mehr Gehalt ab dem zweiten Jahr vereinbaren. Dann aber konkret festgelegt – siehe oben. Damit bin ich später sehr gut gefahren.

Unter Kollegen dürfen Sie frei übers Gehalt reden, egal, was im Arbeitsvertrag steht. Sind Sie nicht so gut eingestiegen, sollten Sie nachverhandeln. Am besten, nachdem etwas richtig gut gelungen ist. Nicht erst zum Jahresendgespräch, dann sind die Gehaltsetats meist schon festgezurrt.

Mein Tipp: Sichern Sie die Gehaltserhöhung direkt per Dauerauftrag auf dem Tagesgeldkonto. Wer das nicht tut, wird sich wundern, wie schnell ihm das Geld durch die Finger rinnt.

Matthias Urbach ist Vizechefredakteur des Geldratgebers Finanztip, der zur gleichnamigen Stiftung gehört. Er erklärt an dieser Stelle immer dienstags, wie man Gelddinge selbst regelt. Weitere Tipps gibt Urbach im wöchentlichen Verbraucher-Newsletter (finanztip.de/newsletter).

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