Webcams, Küchengeräte, Haarschneider: Diese Produkte werden im Lockdown teurer

Vor allem Homeofficezubehör ist im Lockdown teurer geworden.

Vor allem Homeofficezubehör ist im Lockdown teurer geworden.

Die Corona-Pandemie zwingt die Deutschen nun schon zum zweiten Mal in einen Lockdown. Das verändert den Alltag der Menschen – und mit ihm ihr Konsumverhalten. Denn wer im Homeoffice arbeitet, braucht die entsprechende technische Ausstattung. Wer nicht ins Restaurant gehen kann, kocht zu Hause. Und wenn der Friseur geschlossen hat, werden eben im heimischen Badezimmer die Haare geschnitten.

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Webcams seit Corona-Pandemie teilweise doppelt so teuer

Die erhöhte Nachfrage nach bestimmten Produkten hat dabei zu teilweise extremen Preissteigerungen geführt. Das zeigt eine Datenanalyse des Verbraucherportals Testberichte.de. Demnach sind Webcams im vergangenen Jahr um bis zu 100 Prozent teurer geworden. PCs legten zeitweilig um bis zu 78 Prozent zu, Grafikkarten verteuerten sich um bis zu 34 Prozent, Drucker um bis zu 19 Prozent.

Küchenmaschinen und Haarschneider steigen im Preis

Ebenfalls gewaltig stieg der Preis von Fieberthermometern (plus 50 Prozent), aber auch Raclettegrills (plus 31 Prozent), Küchenmaschinen (plus 25 Prozent) und Haarschneider (plus 21 Prozent) wurden zeitweise zu deutlich höheren Kosten gehandelt. Verglichen wurde bei der Analyse der Preismittelwert aus dem gesamten Jahr 2019 mit dem höchsten Preis seit Anfang des Jahres 2020. Die Daten beziehen sich nur auf den Onlinehandel.

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„Die Top-20-Liste der Preissteigerungen seit Beginn der Pandemie liest sich wie ein Who-is-who typischer Corona-Produkte“, schreiben die Autoren in ihrem Bericht. „Sie lassen sich alle dem Cocooning-Trend zuordnen, also dem Rückzug ins Zuhause.“

Nachfrage: Corona-Effekt sichtbar

Oliver Prothmann, Präsident des Bundesverbands Onlinehandel, kann diesen Corona-Effekt bestätigen. „Vor allem der typische Homeofficebedarf ist im vergangenen Jahr sehr beliebt gewesen: Also Webcams, Monitore, Drucker, Laptops. Aber auch bestimmte Modelle von Kaffeemaschinen und Nähmaschinen wurden und werden stark nachgefragt“, sagt er.

Angebot und Nachfrage regelt dann den Preis: „Wenn die Hersteller mit der Produktion nicht hinterherkommen, entsteht ein Lieferengpass. Und wenn das Angebot knapp ist, setzen die Händler eher den normalen Preis an als einen Kampfpreis“, erklärt Prothmann.

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Dabei gehe es hauptsächlich um einzelne Modelle, die besonders beliebt seien, zum Beispiel weil sie in einem Test gut abgeschnitten hätten, so Prothmann. Die Datenanalyse aus dem Onlinehandel liefert Beispiele: So kostete etwa der Canon Drucker Pixma MG 5741 im Februar 2020 durchschnittlich 104 Euro, ein Jahr später waren es fast 420 Euro. Die Logitech HD Webcam C310 stieg von 44 Euro im Februar 2020 bis auf 103 Euro im Dezember.

Prothmann rät Verbrauchern deshalb, sich nach Optionen umzuschauen: „Wer flexibel ist, findet immer auch ein anderes Modell auf dem Markt, das dann auch günstiger sein kann.“

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